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3 Top-Aktien mit hohen Dividendenrenditen

Foto: IBM.

Es gibt eine Reihe von Gründen für den Besitz von Dividendenaktien, von denen der größte Vorteil sich aus dem Zinseszins ergibt. Der Kauf von gewinnbringenden Aktien und die Reinvestition der Dividenden können deine Kapitalrendite im Laufe der Zeit deutlich aufbessern.

Wenn es um die Suche nach großzügigen Auszahlungen geht, sollte man aber Vorsicht walten lassen. Eine hohe Rendite kann ein Warnsignal sein, sodass es den Anlegern obliegt, bei der Auswahl der Dividendenaktien mit Vorsicht zu handeln.

In diesem Sinne haben wir drei Investoren bei the Motley Fool gebeten, Unternehmen auszuwählen, die reichlich Dividenden anbieten, aber dennoch ihrer Meinung nach auch eine Sicherheitsmarge haben. Sie machten überzeugende Argumente für National Retail Properties (WKN:A0JMJZ), Dominion Energy (WKN:932798) und International Business Machines (WKN:851399).

E-Commerce ist keine Bedrohung

Danny Vena (National Retail Properties): Eine Investition zu finden, die eine hohe Rendite, beständiges Wachstum und eine lange Vorgeschichte von Auszahlungen bietet, kann eine gewaltige Aufgabe sein. Eine Möglichkeit, die Suche einzugrenzen, besteht darin, zunächst nur eine einzige Kategorie von Unternehmen in Betracht zu ziehen: Immobilien-Investment Trusts (REITs). REITs erhalten eine besonders günstige steuerliche Behandlung, sind aber auch verpflichtet, satte 90 % der Gewinne jährlich als Dividende an die Aktionäre auszuschütten, was zu überdurchschnittlichen Renditen führt.

National Retail Properties ist ein REIT, der in Einzelmiet-und Handelsimmobilien investiert. Die wachsende Bedeutung des E-Commerce hat viele Investoren vergrault, die sich vor der Aussicht auf geschlossene Einkaufszentren und scheiternde Ladengeschäfte fürchten. Die Investoren, die ihre Hausaufgaben machen, werden jedoch feststellen, dass National Retail fast vollständig immun gegen diese Bedrohung ist.

Das Unternehmen verfügt über ein Portfolio von Standorten, die von Unternehmen genutzt werden, die nicht viel von E-Commerce betroffen sein werden – Betriebe wie Fitnesscenter, Theater, Geschäfte des täglichen Bedarfs, Tankstellen und Restaurants, deren Angebote nicht online repliziert werden können.

National Retail Properties schließt auch langfristige Mietverträge ab, die Rückstellungen für automatische Mieterhöhungen enthalten. Die anfänglichen Vertragslaufzeiten liegen typischerweise zwischen 15 und 20 Jahren. Derzeit beträgt die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge 11,5 Jahre. Eine weitere Bestimmung dieser Vereinbarungen sieht vor, dass die Mieter für die laufenden Kosten des Immobilienbesitzes wie Steuern, Versorgungsleistungen, Unterhalt und Versicherungen aufkommen müssen.

Das Portfolio besteht aus 2.764 Objekten in 48 Bundesstaaten mit einer Vermietungsquote von 99,1 %.

Die Unternehmen ist eine von derzeit nur 88 Aktien, die ihre Dividenden in 28 aufeinander folgenden Jahren erhöht haben, womit sie unter den Dividendenaristokraten zu finden ist. Und mit über 5 % weist sie derzeit eine der höchsten Renditen der letzten Jahre auf.

Mit einer hohen Rendite, eingebautem Wachstum und einer langen Geschichte von Auszahlungserhöhungen bietet National Retail Properties den Investoren viele Vorteile.

Diese Akquisition ist ein Gewinn, auch wenn sie scheitert

Reuben Gregg Brewer (Dominion Energy Inc.): Die große Neuigkeit bei dem riesigen US-amerikanischen Strom- und Gasversorger Dominion Energy ist der Plan des Unternehmens, ein kleineres Unternehmen in derselben Branche  SCANA Corp. zu kaufen (WKN:935232). Die Übernahme hat einigen Investoren Sorgen bereitet, was ein  Grund dafür ist, warum die Aktie 4,5 % einbringt, was verhältnismäßig hoch für ein Versorgungsunternehmen ist. Das Problem ist, dass SCANA sich mit den unangenehmen Folgen der Annullierung der Pläne für den Bau eines bereits im Bau befindlichen Kernkraftwerks befassen muss.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung war der Konkurs von Westinghouse, dem Hauptauftragnehmer des Projekts.

Die Risiken sind dabei nicht unerheblich – unter anderem die Bemühungen, SCANA zur Einstellung der Dividende zu zwingen, und die zunehmend angespannten Beziehungen zu den Aufsichtsbehörden. Das Übernahmeangebot von Dominion enthält jedoch einen Vorschlag, der sich mit der Frage der Kernkraftwerke befasst. Das Unternehmen hat gesagt, wenn die Regulatoren den Plan nicht so akzeptieren, wie er ist, ist die Übernahme vom Tisch. Unter der Annahme, dass die Übernahme erfolgreich abgeschlossen wird, erwartet das Unternehmen ein Ergebniswachstum von bis zu zwei Prozentpunkten, da es Kunden in den Südstaaten hinzu gewinnt. Das wäre ein Gewinn für Dominion und die Aktionäre des Unternehmens.

Aber wenn die Übernahme scheitert, ist es wahrscheinlich, dass die Dominion-Aktien steigen und SCANA-Aktien fallen werden. Das ist auch kein schlechtes Ergebnis für die Investoren von Dominion. Selbst wenn das Wachstum des Unternehmens unter diesen Umständen keinen Fusionsschub erhalten würde, auch ohne die Übernahme, erwartet Dominion immer noch 6 bis 8 % Gewinnwachstum und 10 % Dividendenwachstum. Dahinter stehen die bestehenden Pläne des Energieversorgers, die durch den Zusammenschluss nicht wesentlich beeinflusst werden. Diese Zahlen klingen auch ziemlich gut.

Trotz des Dramas um SCANA ist Dominion wirklich ein langweiliges, ertragsstarkes Unternehmen. Das ist etwas, das es wert ist, genauer untersucht zu werden.

IBM

Tim Green (International Business Machines): Die Einnahmen von IBM stiegen im vierten Quartal 2017 und brachen eine fünfjährige Verluststrähn. Daher wird erwartet, dass diese Dynamik sich 2018 fortsetzen wird. Ein neues Mainframe-System wird den Umsatz steigern, ebenso wie alle Investitionen, die das Unternehmen in Wachstumssparten wie Cloud Computing, künstliche Intelligenz und Analyse getätigt hat.

Aber vergiss nicht die IBM-Dividende. Die vierteljährliche Auszahlung von 1,50 US-Dollar pro Aktie, die in einigen Monaten mit ziemlicher Sicherheit erhöht wird, ist gut für eine Rendite von 3,8 %. Der S&P 500 weist derzeit eine Rendite von weniger als 1,8 % auf. Die Dividendenrendite von IBM ist nicht nur überdurchschnittlich hoch, sondern wird auch leicht durch die Erträge gedeckt. Für dieses Jahr wird ein bereinigter Gewinn von mindestens 13,80 US-Dollar erwartet, sodass die Ausschüttungsquote deutlich unter 50 % liegt.

IBM ist immer noch mittendrin, sich selbst neu zu erfinden, auf neuere Technologien zu setzen und daran zu arbeiten, das Image als Tech-Dinosaurier zu verlieren. Dies ist eine mehrjährige Geschichte, und sogar der bekanntlich geduldige Warren Buffett entschied sich, nicht mehr länger zu warten. Aber mit einer renditestarken Dividende und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 12 ist IBM schwer zu ignorieren.

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The Motley Fool besitzt eine Shortposition auf IBM. The Motley Fool empfiehlt Dominioin Energy, Inc.

Dieser Artikel von Danny Vena, Reuben Gregg Brewer, and Timothy Green erschien am 02.3.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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