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Sind Wearables der nächste große Wachstumstreiber von Apple?

Foto: The Motley Fool.

Eine der größten Fragen unter den Aktionären von Apple (WKN:865985) ist, wie das Unternehmen zukünftiges Wachstum angesichts der Verlangsamung der iPhone-Verkäufe generieren wird. Das ikonische Gerät machte im letzten Quartal fast 70 %  des Unternehmensumsatz aus und der Umsatz, der mit dem des iPhone erzielt wurde, stieg im gesamten Geschäftsjahr, das am 30. September 2017 endete, im Vergleich zum Vorjahr nur um 3 %.

Das iPhone ist jedoch nicht das einzige Produkt von Apple, und das Unternehmen hat immer noch einige überzeugende Möglichkeiten, zukünftiges Wachstum zu generieren, wenn auch in etwas geringerem Umfang.

Wearables

Der Wearables-Markt ist eine solche Chance. Laut einem Bericht des Technologieforschungsunternehmens CCS Insight wird das Wachstum der Branche in diesem Bereich für die nächsten fünf Jahre auf durchschnittlich 20 % geschätzt. Der größte Teil dieses Marktes sind Smartwatches. Es wird prognostiziert, dass bis 2018 71 Millionen Smartwatches verkauft werden – und diese Zahl könnte sich bis 2022 auf 140 Millionen verdoppeln, was zu einem Markt für Wearables im Wert von schätzungsweise 29 Milliarden US-Dollar führen könnte.

Die Anleger werden überrascht sein zu erfahren, dass Apple der größte Einzelanbieter im Smartwatch-Markt ist. Die Series 3 Watch, die im September 2017 vorgestellt wurde, führte eine Mobilfunkverbindung ein, die es den Nutzern ermöglicht, ihr iPhone zu Hause zu lassen, da man mit der Uhr an Telefonkonferenzen teilnehmen, Texte senden und empfangen und Musik direkt aus dem Handgelenk streamen kann. Diese Funktionen erwiesen sich als bedeutender Wachstumstreiber für das Gerät.

Berichten zufolge verkaufte Apple 2017 18 Millionen Uhren, 54 % mehr als im Vorjahr, wie das Marktforschungsunternehmen Canalys schätzt. Wenn diese Schätzungen zutreffen, erzielte Apple mehr Uhrenverkäufe als die gesamte Schweizer Uhrenindustrie – mehr als Rolex, Omega und Swatch zusammengenommen.

„Apple hat sich zum führenden Unternehmen für Smartwatches entwickelt. Das Umsatzvolumen hat die Erwartungen übertroffen und die Einführung eines zellularen Modells hat die Umsatzzahlen, die wir für 2017 auf 5 Milliarden US-Dollar schätzen, in die Höhe getrieben“, so George Jijiashvili, Senior Analyst für Wearables bei CCS Insight.

Mehr als nur das iPhone

Die Kategorie „Andere Produkte“ von Apple, zu der auch die Umsätze zählen, die mit Apple TV, Apple Watch, Beats-Produkten und dem iPod Touch erzielt werden, wurde zur am schnellsten wachsenden Produktkategorie des Unternehmens. Im Geschäftsjahr 2017 legte sie gegenüber dem Vorjahr um 16 % zu und übertraf damit das Wachstum des iPhones bei Weitem.

Zwar legt Apple keine offiziellen Verkaufszahlen für die Uhr offen, aber trotzdem hat das Unternehmen interessante Hinweise geliefert. Denn auf der Telefonkonferenz für das erste Quartal 2018 sagte CEO Tim Cook, dass es das „beste Quartal für die Apple Watch“  sei und dass es hier im vierten Quartal in Folge sowohl beim Umsatz als auch bei den verkauften Einheiten ein Wachstum um mehr als 50 % gegeben habe. Er fügte hinzu, dass in jedem geografischen Markt ein „starkes zweistelliges Wachstum“ erzielt worden sei. Er erklärte auch, dass der Absatz der Series 3 Watch „fast doppelt so hoch war wie das Volumen der Series 2 Watch im Vorjahresquartal“.

Wie geht es jetzt weiter mit den Wearables?

Die Führungskräfte von Apple sprechen immer häufiger über das eigene Wearables-Geschäft, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen größere Ambitionen in dieser Kategorie hat.

Luca Maestri, CFO von Apple, sagte: „Wearables waren nach dem iPhone der zweitgrößte Umsatzträger. Dies führte im letzten Quartal zu einem Umsatz von 5,5 Milliarden US-Dollar mit anderen Produkten von Apple. Dies ist besonders beeindruckend, da Apple erst vor etwa drei Jahren in den Wearables-Markt eingestiegen ist. In Kombination mit dem Verkauf von AirPods und Beats-Produkten stieg der Gesamtumsatz mit Wearables im Jahresvergleich um fast 70 %.“

Wenn man dem noch die Absicht von Apple in Betracht zieht, das Servicegeschäft bis 2020 auf 50 Milliarden US-Dollar jährlich zu verdoppeln, dann wird einem klar, dass das iPhone zwar immer noch den Großteil der Apple-Umsätze produziert, die Zukunft des Unternehmens aber nicht vollständig von einem Produkt abhängig ist.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple.

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $55 Calls auf Apple.

Dieser Artikel von Dany Vena erschien am 1.03.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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