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Schaffen ProSiebenSat.1 Media und Dialog Semiconductor nach diesen News den Turnaround?

Foto: Getty Images.

Für Investoren von ProSiebenSat.1 Media (WKN:PSM777) und Dialog Semiconductor (WKN:927200) war das Jahr 2017 wohl eher ein Jahr zum Vergessen. Die Kurse litten bei beiden aufgrund ihrer individuellen Problemfelder, auf die wir gleich noch mal etwas detaillierter eingehen werden.

Doch vor Kurzem konnten beide Unternehmen mit Neuigkeiten aufwarten, die die leidgeplagten Investoren mit Sicherheit aufhorchen lassen haben. Schauen wir daher mal, was die beiden Kriselaktien kürzlich vermeldet haben und ob das ausreicht, damit die Sorgenkinder womöglich in 2018 den Turnaround schaffen könnten:

ProSiebenSat.1 gegen strukturelle Probleme im TV-Segment

Um die Problemlage bei ProSiebenSat.1 kurz zu umreißen, können wir schlicht und einfach festhalten, dass die Streaming-Konkurrenz dem klassischen TV-Anbieter das Leben schwer machte. Durch diesen Wandel in der Fernsehlandschaft sah sich ProSiebenSat.1 Media gezwungen, seine Prognosen zu revidieren. Das kam natürlich bei den Investoren nicht sehr gut an, wie du dir sicher denken kannst.

Zusätzlich kam noch der eine oder andere Nebenkriegsschauplatz hinzu. Konzernchef Ebeling soll etwa, in welchem Kontext auch immer, seine TV-Zuschauer als ein bisschen fettleibig und ein bisschen arm bezeichnet haben. Nicht die feine englische Art, die Anleger reagierten auch hier mit kurzfristigen Abverkäufen.

Doch jetzt macht sich der Konzern scheinbar bereit für den Neuanfang. Zum einen verließ Ende Februar der durch seine Äußerungen in Ungnade gefallene CEO Ebeling das Medienunternehmen. Dem personellen Neustart steht damit schon mal nichts mehr im Wege.

Aber das ist nicht alles. Zum anderen wird sich der US-Investor General Atlantic an der Online- und E-Commerce-Sparte von ProSiebenSat.1 Media beteiligen. Man munkelt, dass ProSiebenSat.1 Media durch diese Partnerschaft zusätzliche Expertise in diesem Zukunftssegment erhalten könnte. Definitiv ein smarter Schritt, der zeigen könnte, dass ProSiebenSat.1 Media die Wachstumsfelder der Zukunft identifiziert hat. Was bleibt, sind aber nach wie vor die strukturellen Probleme im TV-Bereich …

Dialog Semiconductor und das Apple-Problem

Dialog Semiconductor und Apple (WKN:865985): Eine Leidenschaft, die in den letzten Monaten und Quartalen mehr und mehr Leiden geschaffen hat. Es mehrten sich die Gerüchte, dass Dialog Semiconductor seinen Hauptkunden Apple verlieren könnte. Und jedes Mal, wenn die Gerüchteküche wieder besonders heiß brodelte, büßte Dialog Semiconductors Aktienkurs ordentlich ein. Das war, kurz skizziert, das Kernproblemfeld, dem Dialog Semiconductor in 2017 scheinbar ausgeliefert war.

Man kann sich nun natürlich hinstellen und sagen, dass bisher im Grunde genommen nichts passiert sei. Weder Apple noch Dialog Semiconductor haben bislang auch nur ansatzweise bestätigt, dass an den Gerüchten etwas dran sein könnte. Außer Spesen nichts gewesen, quasi?

Nun ja, vielleicht. Aber am Grundproblem der riesengroßen Abhängigkeit vom Hauptkunden Apple hat sich trotzdem nichts geändert. Richtig? Nicht ganz.

Vor Kurzem wartete Dialog Semiconductor nämlich mit der Nachricht auf, dass man Huawei als Kunden gewinnen konnte. Hier soll Dialog Semiconductor nun für die Modelle Mate 10 und Mate 10 Pro Chips für die Ladeeinrichtungen liefern.

Definitiv ein kleiner Lichtblick, aus dem vielleicht mehr werden könnte. Und wenn Dialog Semiconductor sich bei Huawei beweist, wer weiß, vielleicht könnte diese Handelsbeziehung der erste Schritt hinaus aus der Abhängigkeit von Apple sein?

Unterm Strich …

… können wir festhalten, dass beide Aktien ihre Kernprobleme noch nicht lösen konnten. ProSiebenSat.1 Media wird nach wie vor von Streaming-Anbietern im Hauptgeschäftsfeld bedroht, Dialog Semiconductor ist nach wie vor exorbitant abhängig von Apple. Daran hat sich im Wesentlichen selbst nach den jüngsten Meldungen nichts geändert.

Dennoch gibt es sie, diese kleinen Lichtblicke. Ob das für die Trendwende reicht? Das möchte ich an dieser Stelle nicht abschließend beurteilen. Aber es könnten für dich vielversprechende erste Ansätze für deine eigenen Analysen sein.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt Aktien von und empfehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgende Optionsscheine: long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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