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Diese 7 globalen Banken lassen einen keine Kryptowährungen mit Kreditkarte kaufen

Foto: Getty Images.

Letztes Jahr war ein wirklich unglaubliches Jahr für Kryptowährungsinvestoren. Nachdem das Jahr mit einem kombinierten Marktwert von weniger als 18 Mrd. US-Dollar begonnen hatte, stieg die Marktkapitalisierung der digitalen Währungen um fast 600 Mrd. US-Dollar und schloss das Jahr um mehr als 3.300 % höher ab. Das ist wahrscheinlich das beste Jahr in der Geschichte einer einzigen Anlageklasse.

Leider führen große Gewinne oft zu einer ebenso großen Volatilität. Zum Beispiel stieg Bitcoin, die weltweit größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, am 17. Dezember auf etwa 20.000 US-Dollar pro Token — nachdem es im März 2010 mit weniger als 0,01 US-Dollar pro Coin bewertet wurde. Dann verlor Bitcoin ungefähr 70 % seines Wertes im folgenden Monat und fiel auf fast 6.000 US-Dollar am 6. Februar. Zwei Wochen später, am 20. Februar, stieg Bitcoin auf 12.000 US-Dollar. Nur fünf Tage danach hatte die Kryptowährung Probleme, die 9.500 US-Dollar-Marke zu halten.

Diese globalen Banken sagen einfach „Nein“ zu Kreditkartenkäufen virtueller Währungen

Bitcoins ekelerregende Volatilität ist auch kein Einzelfall. Praktisch alle virtuellen Währungen sind genauso volatil wie Bitcoin, wenn nicht sogar volatiler – und die globalen Bankenriesen nehmen dies zur Kenntnis. Bis heute haben sieben globale Banken ihren Mitgliedern verboten, Kryptowährungen mit Kreditkarte (einige Debitkarten funktionieren immer noch, je nach Bank) zu kaufen. In keiner bestimmten Reihenfolge sind diese Banken wie folgt:

Bank of America (WKN:850471C)
JPMorgan Chase (WKN:850628)
Citigroup (WKN:A1H92V)
Discover Financial Services (WKN:A0MUES)
Capital One Financial (WKN:A1H92VOF)
Lloyds Banking Group (WKN: 766625)
Toronto Dominion Bank (WKN:852684)

Die letzte Bank, die sich dieser Liste letzte Woche angeschlossen hat, war Toronto-Dominion (allgemein bekannt als TD Bank). Der kanadische Bankenriese schickte am vergangenen Freitag eine E-Mail an die Kunden, in der das Unternehmen ankündigte, dass es Kryptowährungskäufe mit von der Bank ausgestellten Kreditkarten verbietet. Bank of America, JPMorgan Chase, Citigroup und die Lloyds Banking Group haben das gleiche vor etwa drei Wochen getan, wobei Discover und Capital One das Verbot schon länger haben.

Warum globale Banken Kreditkartenkäufe von Kryptowährungen verbieten

Warum das Verbot? In erster Linie schützen sich die Banken selbst – und wer kann ihnen da Vorwürfe machen? Sie sind offensichtlich besorgt, dass die Verbraucher mehr Krypto-Coins kaufen werden, als sie sich leisten können, besonders angesichts der wilden Volatilität, die wir in den letzten Monaten gesehen haben. Wenn ein Verbraucher nicht zahlen kann, werden die Banken weder digitale Währungen in Besitz nehmen wollen, noch glauben sie, dass sie in der Lage sein werden, sie zu einem fairen Preis zu liquidieren, um ihr Geld zurück zu bekommen.

Darüber hinaus könnte eine stärker wachsende US-Wirtschaft die US-Notenbank dazu zwingen, mit einer Straffung der Geldpolitik zu kontern. Wenn das Wirtschaftswachstum wieder anzieht, könnte die Fed versuchen, der steigenden Inflation durch eine Anhebung der Kreditzinsen einen Schritt voraus zu sein. Auf diese Weise erhöht es die variablen Kreditkosten, die Kreditkartennutzer für ihr ausstehendes Guthaben zahlen. Das könnte ein Rezept für höhere Ausfallraten sein, und es ist eine zusätzliche Sorge für Banken mit Kunden, die Kryptowährungen auf Kredit gekauft haben.

Bank of America, JPMorgan Chase, und Citigroup sorgen sich auch um die Möglichkeit, dass Hacker in der Lage sein werden, Kreditkarten zu stehlen und digitale Währungen damit zu kaufen. Kreditkartendiebstahl geschieht die ganze Zeit in den USA, aber diese Banken haben bestimmte Protokolle und Schutzmaßnahmen, die zu ihren Gunsten und denen ihrer Kunden funktionieren. Allerdings sind Kryptowährungen extrem schwierig zu verfolgen, vor allem, weil viele Käufe außerhalb der Vereinigten Staaten getätigt werden. Im Wesentlichen hätten die Banken wenig Hoffnung, ihr Geld zurückzubekommen.

Zusätzlichverlangt die Krypto-Börse Coinbase eine Transaktionsgebühr von 3,99 %, wenn Mitglieder mit einer Kredit- oder Debitkarte digitale Währungen kaufen oder verkaufen. Diese Gebühr könnte für den Verbraucher, je nach Bank, noch höher sein. Autsch!

Das ist noch erschreckender

In der Theorie sind diese Kaufverbote keine große Sache, solange Kreditkartenkäufe einen kleinen Prozentsatz des gesamten Kryptowährungsvolumens ausmachen.Vielleicht ist das aber nicht der Fall, die Daten sind aber nur schwer zu beschaffen.

Laut einer Umfrage des Forschungsunternehmens LendEDU haben über 18 % der Bitcoin-Investoren geliehenes Geld zum Kauf von Coins verwendet. Aber das Problem ist, dass 22,1 % dieser Nutzer ihre Kreditkartenschulden nach dem Kauf von Bitcoin nicht bezahlt haben. Dies würde bedeuten, dass ein nicht unerheblicher Prozentsatz des US-Handelsvolumens in Bitcoin und anderen Kryptowährungen aus kreditbasierten Transaktionen abgeleitet werden kann. Daher können Banken, die den Einsatz von Kreditkarten für virtuelle Währungskäufe verbieten, sehr wohl einen negativen Einfluss auf den Kryptowährungsmarkt haben, der sich auf neue Investitionen verlassen hat, um höhere Gewinne zu erzielen.

Mit anderen Worten, die Sorge der Banken kann gerade ein Grund dafür sein, dass digitale Währungsbewertungen eine Blase bilden könnten.

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The Motley Fool  hat keine Positionen in der genannten Kryptowährungen.

Dieser Artikel von Sean Williams erschien am 27.2.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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