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3 unglaublich günstige Technologie-Aktien

Foto: Getty Images.

Bei Tech-Aktien gab es im vergangenen Jahr riesige Gewinne: Der Nasdaq 100 Technology Sector ist in den letzten zwölf Monaten um 30 %  gestiegen. Und es gibt immer noch eine Handvoll Technologie-Unternehmen, die sich die Investoren zu Discountpreisen schnappen können.

Umso erstaunlicher ist es, dass einige dieser Unternehmen seit Jahrzehnten zu den tragenden Säulen der Technologiebranche gehören. Intel (WKN:855681), Qualcomm (WKN:883121) und International Business Machines (WKN:851399) handeln derzeit alle mit niedrigeren Kennzahlen als viele ihrer Konkurrenten. Lass uns einen genaueren Blick darauf werfen, warum das bei diesen Unternehmen der Fall ist.

Chipzilla befindet sich inmitten eines riesigen Umbruchs

Investoren, die auf der Suche nach einem Tech-Schnäppchen sind, können Intel-Aktien für lediglich das Zwölffache des erwarteten Gewinns des Unternehmens haben – weit unter dem Durchschnitt der Tech-Branche, der etwa beim 25-fachen des Gewinns liegt.

Nachdem Intel zunächst den mobilen Markt verpasst hatte, hat das Unternehmen nun damit begonnen, mehr Designaufträge bei mobilen Geräten (einschließlich dem iPhone) zu erzielen und seine Aufmerksamkeit auf den wachsenden Cloud-Markt gelenkt, der bis 2020 einen Wert von 411 Milliarden US-Dollar haben wird. Intel ist mit einem derzeitigen Marktanteil von 98 % nach wie vor der führende Anbieter von Chips für Server. Das sollte dem Unternehmen helfen, vom wachsenden Markt für Cloud Computing zu profitieren. Die Umsätze aus dem Rechenzentrumssegment machen etwa 30 % des Umsatzes aus, sodass jeder Gewinn in diesem Bereich einen signifikanten Einfluss auf das Unternehmen haben dürfte.

Intel blickt auch in die Zukunft mit selbstfahrenden Autos und betrachtet den Automobilmarkt als erfolgversprechenden Sektor für seine Chips. Intel kaufte im vergangenen Jahr eines der führenden Unternehmen für Fahrerassistenzsysteme (ADAS), Mobileye, und arbeitet mit anderen Unternehmen für selbstfahrende Autos wie Alphabets Waymo zusammen, um seine Prozessoren in weitere Fahrzeuge zu integrieren. Intel glaubt, dass selbstfahrende Verkehrsmittel bis 2050 einen Markt von 7 Billionen US-Dollar schaffen werden. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Waymo und Aptiv sollen Intel einen guten Einstieg in den Markt verschaffen.

Qualcomms rechtliche Probleme

Qualcomm war lange Zeit nicht nur führend im Bereich der mobilen Prozessoren, sondern hatte auch ein sehr starkes Geschäft mit Wireless-Chip-Patenten. In den letzten beiden Jahren allerdings hat Qualcomm in beiden Geschäftsbereichen einen Rückschlag erlitten. Die Aktien von Qualcomm sind im vergangenen Jahr nur um 11 % gestiegen – verglichen mit den Gewinnen des S&P 500 von 15 % – und die Aktien werden mit dem 16-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt.

Das Patentgeschäft von Qualcomm wurde von vielen Unternehmen angegriffen, mit denen Qualcomm seit Jahren zusammenarbeitet, darunter die wichtigen Kunden Apple (WKN:865985) und Samsung. Beide Unternehmen – und viele weitere – haben Qualcomm verklagt, weil sie zu viel für 3G- und 4G-Patentlizenzen verlangt haben.

Um die Sache noch schlimmer zu machen, hat Apple begonnen, sich von den High-End-Modem-Chips von Qualcomm für das iPhone abzuwenden. Es gibt Berichte, dass Apple Qualcomm möglicherweise komplett vom iPhone abzieht. Das ist bislang nur ein Gerücht, aber Apples Klage gegen Qualcomm und sein Umstieg auf Chips von Intel hat die Zukunft von Qualcomm bei Apple alles andere als sicher gemacht.

Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, kämpft Qualcomm auch gegen ein feindliches Übernahmeangebot des Chip-Giganten Broadcom (WKN:A2ADV9). Qualcomm lehnte das Angebot von 121 Milliarden US-Dollar ab, aber Broadcom verfolgt das Unternehmen weiterhin und versucht, die Aktionäre dazu zu bringen, eine Mehrheit des Vorstands von Qualcomm abzuwählen, um das Geschäft zu erzwingen. Unnötig zu erwähnen, dass der Schnäppchenpreis des Mobilfunkgiganten mit einer Menge Unsicherheit behaftet ist.

IBMs große Investition in Cloud Computing und KI

Wie Intel und Qualcomm ist auch IBM im Moment preiswert, weil das Unternehmen mitten im Umbruch steckt. Die Aktien von IBM werden nur mit dem Elffachen des erwarteten Gewinns des Unternehmens gehandelt, unter anderem, weil IBMs Umsatz in 22 aufeinander folgenden Quartalen sank (erst im letzten Quartal konnte der Trend umgekehrt werden).

Das Unternehmen setzt auf die künstliche Intelligenz (KI) von Watson und auf Cloud Computing, um sich weiter zu verbessern, und es gibt Anzeichen für Erfolge. IBM erwirtschaftete im vierten Quartal 2017 rund 24 % seines Umsatzes im Cloud-Computing-Segment. Der Cloud-Umsatz erreichte 17 Milliarden US-Dollar für das Gesamtjahr 2017, was einer Steigerung von 24 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. IBM ist derzeit eines der größten Cloud-Computing-Unternehmen – und steht in Konkurrenz zu Alphabet, Amazon und Microsoft. IBM versucht, ein größeres Stück des Marktes zu erobern, indem es seinen Kunden KI-Dienste anbietet.

IBM schätzt, dass der Markt für kognitives Computing bis 2025 einen Wert von 2 Billionen US-Dollar haben wird. Das Unternehmen hofft, Marktanteile zu gewinnen, indem es wiederkehrende Einnahmen aus seinen Watson-KI-Diensten einbringt. Big Blue hat bereits einige wichtige Partnerschaften im Bereich der künstlichen Intelligenz geschlossen, zuletzt wurde die Partnerschaft mit Salesforce erweitert.

IBM hat auch eine sehr starke Dividendenrendite von 3,8 % und die Ausschütttung in 22 aufeinanderfolgenden Jahren erhöht. Die Aktien des Unternehmens locken Schnäppchenjäger an und Dividenden-Investoren an. Das Unternehmen ist noch nicht über den Berg, aber es macht große Fortschritte sowohl bei der KI als auch beim Cloud Computing.

Abschließende Gedanken

Die Anleger sollten die Risiken verstehen, mit denen sie bei Tech-Aktien konfrontiert werden. IBM, Qualcomm und Intel waren einst einige der größten Innovatoren in der Technologiebranche – und kämpfen sich gerade wieder in diese Kategorie zurück – aber ihre Schnäppchenpreise werden wahrscheinlich auch mit einer erhöhten Volatilität einhergehen. Meine größte Sorge gilt Qualcomm: Das Unternehmen befindet sich in einer sehr schwierigen Phase. Das liegt vor allem an den Klagen und der möglichen Übernahme von Broadcom. Das alles könnten zu viele Probleme auf einmal sein und es macht die Aktie trotz des niedrigen Kurses weniger attraktiv.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten ist Mitarbeiterin von LinkedIn und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. LinkedIn ist Eigentum von Microsoft.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien), Amazon und Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Intel und Salesforce.com.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und am 26.02.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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