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Das einzige große Problem bei Ripple (XRP)

Foto: Getty Images.

Ripple hat in den letzten Monaten hohe Wellen geschlagen. Es war die Kryptowährung mit der besten Performance des Jahres 2017. Ripple konnte viele neue Firmenkunden davon überzeugen, seine Blockchain-Technologie zu testen. Viele sehen es als eine bessere Version von Bitcoin – und wenn es um die Transaktionsgeschwindigkeit geht, haben sie absolut Recht. Es gibt nur ein Problem mit dem bullischen Ausblick für die Kryptowährung.

Ripple, das Unternehmen, seine Blockchain-Softwareprodukte, und Ripple als Kryptowährung (XRP) sind separate Einheiten. Die Investoren sind sich vielleicht nicht dessen bewusst, dass der Erfolg des Unternehmens oder seiner Blockchain in keiner Weise mit dem Erfolg der Tokens zusammenhängt. Mit anderen Worten, die Investoren, die XRP kaufen und denken, dass sie in das Potenzial der Ripple-Blockchain investieren, treffen einige Annahmen, die zu einem katastrophalen Ergebnis führen könnten.

Der große Unterschied

Bei der Diskussion über Ripple ist es wichtig, zwischen dem Unternehmen und den Tokens zu unterscheiden. Sie sind nicht dasselbe, wie Hacker Noon kurz und bündig zusammenfasst.

Ripple, das Unternehmen, ist ein Startup-Unternehmen, das Blockchain-Softwareprodukte für Bank- und Finanzkunden entwickelt. Derzeit sind zwei Softwareprodukte auf dem Markt und eines in der Entwicklung:

1. xCurrent ermöglicht Bankkunden schnellere und kostengünstigere Finanztransaktionen über Ländergrenzen hinweg.

2. xRapid ermöglicht es Bankkunden, die Liquidität bei Transaktionen in Schwellenländern zu verbessern, indem Ripple-Token als „Brückenwährung“ verwendet werden, um eine schnellere Abwicklung von Geldern zu ermöglichen.

3. xVia ist ein neues Softwareprodukt, das Anfang 2018 auf den Markt kommt. Es ist ähnlich wie xCurrent, wird aber auch Nicht-Bank-Kunden die Möglichkeit geben, Finanztransaktionen durchzuführen.

Ripple, die Kryptowährung, wird durch XRP-Token repräsentiert. Obwohl die Kryptowährung durch das gleichnamige Startup erstellt wurde, sind die Token eigentlich nicht erforderlich, um die Blockchain-Software des Unternehmens zu verwenden. Tatsächlich verwendet nur xRapid XRP-Token. Die beiden anderen Produkte, xCurrent und xVia, verwenden überhaupt keine XRP-Token.

Das ist ein ziemlich wichtiges Detail. Warum? Nun, wenn Ripple immer mehr Kunden für Tests gewinnt, bezieht es sich gewöhnlich auf xCurrent und xVia, was absolut nichts mit XRP-Token zu tun hat. Tatsächlich sind die meisten Bankkunden aufgrund der extremen Volatilität der XRP-Token misstrauisch gegenüber xRapid. Was für Kryptohändler gut ist, ist nicht gut für das Geschäft.

Das Gegenteil ist jedoch nicht der Fall. Wenn Ripple als Kryptowährung morgen wertlos würde, wären Ripple, das Unternehmen, und seine Softwareprodukte in Ordnung (sobald es den enormen Wertverlust überwunden hat), aber die Kryptohändler und die Investoren würden nicht an mehr an diesem Erfolg teilhaben. Die Kernprodukte von Ripple sind völlig unabhängig von XRP-Tokens, und sogar xRapid kann so konfiguriert werden, dass es andere Währungen verwendet.

Die Banken, die xCurrent verwenden, und die Unternehmen, die xVia verwenden werden, können letztendlich xRapid und damit XRP-Token verwenden, aber das ist nicht garantiert. Sie könnten Bargeld-Währungen oder eine andere Kryptowährung verwenden (vielleicht eine, die intelligente Verträge unterstützt, im Gegensatz zu XRP), oder eine ganz andere Blockchain.

Ein typisches Beispiel: Es gibt andere Blockchain-Startups wie R3, die genau das Gleiche tun wie Ripple ohne eigene Token dabei zu verwenden. Entgegen der landläufigen Meinung kann eine Blockchain entwickelt und verwendet werden, ohne dass eine Kryptowährung darauf aufgebaut wird.

Unterm Strich

Wenn du Bitcoin kaufst, kaufst du auch ein Stück des Bitcoin-Netzwerks. Gleiches gilt für Ether-Token und das entsprechende Ethereum-Netzwerk. Aber wenn du Ripple, die Kryptowährung, kaufst, dann kaufst du nichts, was mit der entsprechenden Blockchain zu tun hat – nicht einmal das Potenzial für ihren Erfolg. Die Kryptoinvestoren sollten das nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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 The Motley Fool hat keine Position in der genannten Kryptowährungen.

Dieser Artikel wurde von Maxx Chatsko auf Englisch verfasst und am 21.02.2018 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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