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Eines der größten Probleme von Bitcoin wird besser

Foto: Getty Images

Bevor Bitcoin (BTC-USD) zu einer weithin akzeptierten Währung werden kann, müssen zahlreiche Hindernisse überwunden werden. Da ist zum Beispiel die Volatilität, die deutlich sinken muss. Zudem brauchen Händler eine einfache Möglichkeit, Zahlungen in Bitcoin zu akzeptieren.

Ein weiteres Problem sind die Kosten. Das Versenden von Bitcoin ist nicht kostenlos, auch wenn manche das immer noch glauben. Tatsächlich wurden Bitcoinzahlungen richtig teuer, als die Beliebtheit bei den Investoren stieg.

Zum Glück sieht es so aus, als ob dieses Problem besser wird. Hier erklären wir, was Anleger über die Transaktionsgebühren von Bitcoin wissen sollten, warum sie sinken könnten und wie hoch sie im Vergleich zu anderen Kryptowährungen sind.

Warum hat Bitcoin überhaupt Transaktionsgebühren?

Eine ausführliche und tiefgehende Diskussion über die Funktionsweise der Transaktionsgebühren von Bitcoin ist unter bitcoinfees.com zu finden. Hier haben wir die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Die sogenannten Miner nutzen spezielle Hardware, um die Transaktionen im Netzwerk zu verarbeiten. Damit wird das System sicher gehalten.

Im Gegenzug für ihre Anstrengungen werden die Miner belohnt. Im Moment erhält jeder Miner, der einen Block gefunden hat 12,5 Bitcoin. Aber dieser Betrag wird alle vier Jahre halbiert.

Mit der Zeit sinkt also die Belohnung pro Block. Und hier kommen die Transaktionsgebühren ins Spiel. Der Miner erhält diese nämlich zusätzlich. Je stärker die Blockbelohnung sinkt, desto wichtiger werden die Transaktionsgebühren im Bitcoinökosystem.

Eine kurze Geschichte der Bitcointransaktionsgebühren

Bitcoin wurde ursprünglich als schnelle, anonyme und kostengünstige Möglichkeit gesehen, Geld zu verschicken. Und lange Zeit traf dies auch zu. Anfang 2013 lag die Transaktionsgebühr bei knapp über 0,01 US-Dollar. Sogar 2014 und 2015 musste man kaum mit mehr als 0,1 US-Dollar rechnen.

Dann stieg jedoch die Bekanntheit (und der Preis) von Bitcoin, sodass auch die Transaktionsgebühren beträchtlich wuchsen. Anfang 2017 lag der Preis für Bitcoin bei ca. 1000 US-Dollar. Die durchschnittliche Transaktionsgebühr betrug zu der Zeit 0,3 US-Dollar. Während des letzten Jahres schoss der Wert jedoch um 1.400 % in die Höhe und die Transaktionsgebühren folgten. Die durchschnittliche Gebühr lag Ende April bei 1 US-Dollar und kletterte bis zum Ende des Jahres auf über 25 US-Dollar.

Die Gebühren wurden zu einem so großen Problem, dass Bitcoin häufig nicht mehr verwendet werden konnte. Der Zahlungsdienstleister Stripe gab im Januar bekannt, dass er Bitcoin-Zahlungen für Händler einstellt und nannte besonders die hohen Gebühren als Grund.

Die Kosten für die Verwendung von Bitcoin sind besser geworden und könnten weiter fallen

Zum Glück sind die Gebühren nicht so hoch geblieben. Seit dem Höchststand von Bitcoin im Dezember 2017 ist die durchschnittliche Gebühr beständig gefallen und beträgt nun 2,12 US-Dollar laut bitinfocharts.com.

Der Hauptgrund ist, dass das Netzwerk nicht mehr so sehr verstopft ist. Die Zahl der Bitcointransaktionen pro Tag ist momentan nur halb so groß wie während des Höchststandes. Zudem wird eine Skalierungsfunktion mit dem Namen Segregated Witness, oder SegWit, ausgerollt. Die führende Börse Coinbase arbeitet an einer Implementierung.

Ich will nicht zu technisch werden. SegWit reduziert die Menge der Informationen, die mit den Transaktionen übermittelt werden und reduziert somit die Netzwerklast. Je weiter es verbreitet wird, desto besser könnten die Gebühren unter Kontrolle gehalten werden, selbst wenn die tatsächliche Zahl der Transaktionen steigt.

Vergleich mit anderen Kryptowährungen

Man muss der Fairness halber allerdings dazu sagen, dass die Gebühren von Bitcoin im Vergleich zu anderen verbreiteten Kryptowährungen auch nach der Reduktion immer noch hoch sind.

Kryptowährung Durchschnittliche Transaktionsgebühr
Bitcoin (BTC-USD) 2,12 USD
Ethereum (ETH-USD) 0,67 USD
Litecoin (LTC-USD) 0,37 USD
Bitcoin Cash (BCH-USD) 0,16 USD
Ripple (XRP-USD) 0,0047 USD

Datenquelle: bitinfocharts.com. Transaktionsgebühren am 23. Februar 2018, gerundet auf den nächsten Cent (außer Ripple).

Zwar ist Bitcoin nicht die billigste Kryptowährung, aber sie ist auch nicht mehr unbrauchbar teuer. Bitcoin hat noch einen langen Weg vor sich, bevor es eine weitverbreitete Zahlungsmethode werden kann, aber die Entwicklung geht sicher in die richtige Richtung.

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Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 23.02.2018 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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