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Amazon und Alphabet legen sich mit NVIDIA an

Amazon (WKN:906866) hat sich kürzlich mit anderen Technologie-Giganten wie Apple (WKN:865985) und Alphabet (WKN:14Y6H) zusammengetan, um eigene Chips zu entwickeln. Laut einem Bericht von The Information hat Amazon damit begonnen, benutzerdefinierte künstliche Intelligenchips (KI-Chips) für seine Alexa-fähigen Heimlautsprecher zu entwerfen.

In dem Bericht heißt es auch, dass Amazon möglicherweise versucht, das Chipprojekt auf Produkte für seine Datenzentren auszudehnen. Wenn das passiert, könnte es für die Chiphersteller NVIDIA (WKN:918422) und Intel (WKN:855681) ungemütlich werden. Hier sind die Gründe, wie Amazons Ambitionen das KI-Rennen beeinflussen könnten.

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Zuerst Alexa

Alexa  ist dieses Jahr der Schwerpunkt für Amazon, da die Akzeptanz von Alexa sogar die optimistischsten Führungskräfte überrascht hatte. Aufgrund des Markteintritts von Apple in diesen Bereich, sieht Amazon sich nun gezwungen, Sound und Verarbeitungsgeschwindigkeit zu verbessern. Ein kundenspezifischer Chip könnte Alexas Inferenzfähigkeiten steigern – die Fähigkeit, externe Eingaben wie Sprache zu verarbeiten und sie auf Geräte-Ebene zu verstehen. Das bedeutet, dass weniger Informationen an die Cloud zurückgeschickt werden müssen, was zu schnelleren Ansprechzeiten führt.

Amazon hat dies in den letzten Jahren sowohl durch interne Entwicklungen als auch durch Übernahmen entwickelt. Das Unternehmen kaufte Annapurna Labs, einen israelischen Chiphersteller, im Jahr 2015 für 350 Millionen US-Dollar und Blink, einen Hersteller von Sicherheitskameras, für 90 Millionen US-Dollar Ende letzten Jahres. Viele glauben, dass Amazon es wirklich auf Blinks Strom-Management abgesehen hat, da Amazon bereits ein eigenes Cloud-Cam-Produkt hat, das es im letzten Jahr auf den Markt gebracht hat.

Dann zu den Datenzentren?

Der Bericht konzentrierte sich hauptsächlich auf Alexa, aber auch ein Chip für die Datenzentren wurde als Möglichkeit genannt. Obwohl Amazon einen großen Vorsprung im Cloud Computing hat, investieren andere Konkurrenten, insbesondere Alphabet, riesige Summen, um in diesem wichtigen Rennen aufzuholen.

Alphabet investiert seit Jahren in kundenspezifische Hardware und hat vor kurzem die zweite Generation der Tensor Processing Unit (TPU) vorgestellt, die speziell für neuronale Netze der künstlichen Intelligenz entwickelt wurde. Laut The New York Times könnte Alphabet gegenüber den GPU-Produzenten auch einen Verhandlungsvorteil haben. (Google kauft immer noch NVIDIA-Chips, laut The Times. GPUs, die ursprünglich für Grafik und Gaming entwickelt wurden, sind heute die führenden Chips für das maschinelle Lernen.) Darüber hinaus hat Alphabet damit begonnen, seine TPU-Rechenleistung an Entwickler zu vermieten, die die Cloud-Plattform von Google nutzen.

Die Kombination aus technologischer Innovation und der Fähigkeit, die Kosten zu senken, ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass Amazon mit der Entwicklung eigener Chips begonnen hat, da es seinen Vorsprung im Bereich Cloud Computing gegenüber diesen starken Konkurrenten halten will.

Probleme für NVIDIA?

Obwohl man die Entwicklung von nutzerdefinierten KI-Chips von Amazon und Alphabet nicht aus den Augen lassen sollte, sollten die NVIDIA-Investoren noch nicht in Panik geraten. Das Unternehmen meldete vor kurzem ein Hammerquartal und die Herstellung neuer Chips – besonders wenn es nicht das Hauptaugenmerk eines Unternehmens ist — kann kostspielig und zeitaufwendig sein. Darüber hinaus erzielt NVIDIA immer noch den größten Teil seiner Einnahmen aus dem Spielebereich, der im letzten Quartal 60 % des Umsatzes ausmachte; der Markt für Datenzentren macht nur 21 % des Umsatzes aus. Darüber hinaus sind kundenspezifische Spezial-Chips immer noch ein kleiner Teil im Datenzentrumsbereich, und NVIDIAs Grafikprozessoren gewinnen immer noch Marktanteile.

Auf die Frage nach Amazon und Alphabet antwortete das Management von NVIDIA, dass es zwar immer benutzerdefinierte KI-Chips für bestimmte Aufgaben geben wird, die Chips von NVIDIA aber weiterhin die erste Wahl für eine Vielzahl von Branchen und Funktionen sein sollten.

Dennoch war der Markt für Datenzentren in den letzten zwei Jahren NVIDIAs wachstumsstärkstes Segment, mit einem Umsatzwachstum von erstaunlichen 323 % im Vergleich zu vor zwei Jahren. Daher könnte jede Verlangsamung in diesem Segment den rasanten Anstieg der NVIDIA-Aktie stoppen. Das bedeutet, dass die NVIDIA-Investoren die Akzeptanz von Googles TPUs und Amazons neuem Chipprojekt im kommenden Jahr unbedingt beobachten sollten.

Das Rennen um die Vorherrschaft in der künstlichen Intelligenz läuft, und es gibt viele große Technologieunternehmen, die sich damit beschäftigen. Bleib also dran.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien), Amazon, Apple und NVIDIA. The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Billy Duberstein auf Englisch verfassst und am 23.02.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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