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Facebook erwartet, 2018 Millionen von Nutzern unter 25 zu verlieren

Facebook (WKN:A1JWVX) begann einst als Social-Networking-Site ausschließlich für Studenten. Und jetzt, 14 Jahre später, heißt es von vielen jungen Leuten, dass zu viele ältere Leute Facebook übernommen haben, und migrieren zu Instagram und Snap Inc.

Während Facebook durchaus immer noch jeden Monat neue Nutzer hinzufügt, kommen sie hauptsächlich aus einer älteren Altersgruppe. Das besagt ein neuer Bericht über die Nutzung des sozialen Netzwerks in den USA von eMarketer. Das sind keine guten Nachrichten für ein Technologieunternehmen, das sich über die nächsten fünf bis zehn Jahre hinaus an der Spitze des Marktes sieht.

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Facebook könnte in den USA 2 Millionen Nutzer unter 25 Jahren verlieren

Facebook, einst der Anlaufpunkt für junge Menschen war, um Fotos und Updates zu veröffentlichen, wird laut eMarketer im Jahr 2018 voraussichtlich 2 Millionen US-Nutzer unter 25 Jahren verlieren. Dass Facebook jüngere Nutzer verliert, ist schon länger bekannt, allerdings geschieht dies in einem schnelleren Tempo als bisher erwartet.

Anders ausgedrückt: Nur die Hälfte der US-Internetnutzer im Alter von 12 bis 17 Jahren wird im Jahr 2018 noch Facebook nutzen. Das muss keine Katastrophe sein, denn sie fliehen gerade zur Foto-Sharing-App Instagram, die zu Facebook gehört. Allerdings scheint Snapchat noch mehr Benutzer als erwartet zu übernehmen.

Auch wenn Facebook weiterhin jeden Monat ältere Nutzer hinzufügt, ist das Wachstum nicht gerade beeindruckend. Facebook wird in diesem Jahr voraussichtlich 169,5 Millionen Nutzer in den USA erreichen, was einem Wachstum von weniger als 1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Neben dem geringen Gesamtwachstum der Facebook-Nutzer rechnet eMarketer damit, dass die Zahl der Nutzer bei den 12- bis 17-Jährigen und den 18- bis 24-Jährigen um 5,6 % bzw. 5,8 % zurückgehen wird. Und die Facebook-Nutzung für die unter 12-Jährigen dürfte in diesem Jahr um wirklich schlimme 9,3 % zurückgehen.

Ist Snapchat eine größere Bedrohung als bisher angenommen?

Die erschreckendste Zahl für Facebook aber ist, wie viele dieser jüngeren Nutzer in den USA sich für Snapchat anstelle von Facebook oder sogar Instagram entscheiden.

Snapchat wird in diesem Jahr voraussichtlich 1,9 Millionen Benutzer unter 25 Jahren neu dazubekommen, und Instagram wird voraussichtlich 1,6 Millionen in der gleichen Altersgruppe hinzufügen. Nur weil Snaps Aktie kein tolles Jahr hatte, heißt das nicht, dass junge Leute das Produkt nicht mehr benutzen und mögen.

Natürlich ist Instagram größer als Snapchat und viele junge Leute sind bereits auf der Plattform unterwegs. Es wird erwartet, dass Instagram im Jahr 2018 104,7 Millionen US-Nutzer erreichen wird, 13,1 % mehr als im Vorjahr. Von Snapchat wird erwartet, dass die App 86,5 Millionen US-Nutzer erreicht, 9,3 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Aber Snapchat hat lustigerweise das gegenteilige Problem von Facebook: Man will dort mehr ältere Nutzer haben.

Snapchat ist bei jungen Leuten beliebt, aber es braucht ältere Nutzer, um ein kontinuierliches Wachstum zu zeigen. Das ist ein Teil des Grundes, warum Snap ein Redesign eingeführt hat. Diese Änderungen haben bereits dazu geführt, dass die Nutzer über 35 viel mehr Zeit in der App verbringen, wie Snap-Chef Evan Spiegel zum Ergebnis des Q4 kommentiert.

„Wir glauben, dass das Redesign auch unsere App einfacher und benutzerfreundlicher gemacht hat, insbesondere für ältere Nutzer“, so Spiegel.

Das einzige Problem bei der Gewinnung von Nutzern über 35 ist, dass Snapchat Gefahr läuft, ein Ort zu werden, der von Eltern und Großeltern überrannt wird – also das Problem, das Facebook derzeit hat – und somit jüngere Nutzer dazu veranlasst, weiterzuziehen.

Facebook gesteht verringerte Interaktion ein

In seinem jüngsten Bericht räumte Facebook ein, dass die Zahl der täglich aktiven Nutzer (Daily Active Users, DAUs) in den USA und Kanada im Quartal um 700.000 zurückgegangen ist. Darüber hinaus ist die Zeit, die die Gesamtschar der Nutzer auf Facebook verbracht haben, im letzten Quartal um unglaubliche 50 Millionen Stunden pro Tag zurückgegangen.

Das Unternehmen sagt, dass der Rückgang der Zeit, die auf der Plattform verbracht wird, auf Änderungen zurückzuführen ist, die vor kurzem vorgenommen wurden, um die allgemeine Facebook-Nutzung zu verbessern. Außerdem hat man auf den Vorwurf reagieren wollen, dass die Plattform so konzipiert wurde, dass sie süchtig macht.

Betrachtet man die Zahlen weltweit, so konnten die DAUs von Facebook im Quartalsvergleich immer noch um 14 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,4 Milliarden Euro zulegen. Facebook geht nicht davon aus, dass der DAU-Rückgang in den USA und Kanada ein anhaltender Trend sein wird, sagte Finanzvorstand David Wehner bei der Konferenz. Er sagte jedoch, dass diese Zahl schwanken kann, vor allem wegen der hohen Marktsättigung.

Kann man Facebook „nützlicher“ machen?

Facebook hat mehrfach Ärger: Weil es die Verbreitung von Fake News unterstützt, weil es angeblich süchtig macht und weil es seinen Platz als Social-Media-Plattform für die begehrte Altersgruppe unter 24 Jahren verloren hat. Die Frage für Facebook ist die gleiche wie die für Snapchat: Könnte ein Redesign die Probleme beheben?

CEO Mark Zuckerberg sagt, dass Facebook sich darauf konzentriert, Interaktionen auf seiner Website aussagekräftiger zu machen. Das Unternehmen hat mit einer Reihe von Initiativen experimentiert, wie z.B. mit weniger viralen Videos in den News Feeds der Nutzer und sogar mit einem „downvote“-Button, der anzeigt, wann Kommentare beleidigend, irreführend oder dem Thema nicht dienlich sind.

Facebook geht seine Probleme offensiv an. Zuckerberg schien nach der US-Präsidentschaftswahl 2016 gefährlich nah am Verleugnen zu sein, als er die Kritik an der Rolle von Facebook bei der Verbreitung von Fake News zurückwies. Bei der letzten Konferenz erwähnten die Facebook-Führungskräfte 19 Mal das Wort „sinnvoll“. Ihre neue Mission ist klar, aber es ist eben alles andere als sicher, ob man alte Gewohnheiten ändern und ob man die Nutzer weiterhin in seinen Bann ziehen und weiter wachsen kann.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook.

Dieser Artikel von Natalie Walters erschien am 20.2.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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