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Stratasys: Was kann man von den Quartalszahlen erwarten?

Stratasys (WKN:A1J5UR) plant, seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2017 vor Handelsstart am Mittwoch, den 28. Februar, zu veröffentlichen.

Der Hauptkonkurrent 3D Systems (WKN:888346) wird ebenfalls am selben Tag berichten – aber nach Börsenschluss, was diesen Tag für Investoren in diesem Bereich interessant machen dürfte.

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Die Aktie hat sich in den 12 Monaten bis zum 16. Februar nicht erfolgreich entwickelt. Der S&P 500 ist in diesem Zeitraum um 18,5 % gestiegen, während die Aktien von 3D Systems um 40,7 % eingebrochen sind.

Wichtige Zahlen

Hier sind nun die Ergebnisse von Stratasys aus dem Vorjahr und die Schätzungen der Wall Street, die als Richtwert verwendet werden können.

Kennzahl Q4 2016 Ergebnis Wall Street Q4 2017 Konsens Wall Street erwartete Veränderung im Jahresvergleich
Umsatzerlöse 175,3 Millionen US-Dollar 174,0 Millionen US-Dollar (0,7 %)
Bereinigtes Ergebnis je Aktie 0,15 US-Dollar 0,15 US-Dollar

DATENQUELLEN: STRATASYS UND YAHOO! FINANCE.

Im Gegensatz zu 3D Systems hat Stratasys gute Arbeit dabei geleistet, die Gewinnschätzungen der Wall Street für das Jahr 2017 zu erfüllen oder zu übertreffen. Sowohl im zweiten als auch im dritten Quartal übertraf das Unternehmen den Konsens deutlich, während es die Erwartungen im ersten Quartal nur erfüllte. Im letzten Quartal blieb das Unternehmen jedoch hinter der Umsatzerwartung der Wall Street zurück, wobei CEO Ilan Levin sagte: „Unser Umsatz für das dritte Quartal wurde teilweise durch mehrere große Aufträge bei mehreren Systemen beeinflusst, die bis in den Oktober verschoben wurden.“ Dieser Umsatz sollte in den Q4-Ergebnissen enthalten sein.

Abgesehen von den Schlagzeilen kommt nun das, worauf man sich im Bericht von Stratasys konzentrieren sollte.

Der Verkauf von 3D-Druckern

Idealerweise wünschen sich die Investoren eine Steigerung der Einnahmen aus dem Verkauf von 3D-Druckern im Vergleich zum Vorjahr. Realistischerweise würde aber selbst ein stagnierender Umsatz eine Verbesserung darstellen. Hier ist das Umsatzbild der 3D-Drucker von Stratasys für die letzten vier Quartale:

Q3 2017: Rückgang um 6 % gegenüber dem Vorjahr

Q2 2017: Rückgang um 6 %

Q1 2017: Rückgang um 11 %

Q4 2016: Rückgang um 4 %

Seit drei Jahren kämpfen sowohl Stratasys als auch 3D Systems darum, den Umsatz zu steigern, was nicht zuletzt an Problemen mit dem Verkauf ihrer 3D-Drucker liegt. Ursprünglich schien der Hauptgrund dafür zu sein, dass es eine Flut von 3D-Druckern gegeben hatte, die auf die starken Verkäufe der Unternehmen in den letzten Jahren zurückzuführen war. Seit 2016 ist jedoch der verstärkte Wettbewerb zu einem wichtigen Faktor geworden, möglicherweise sogar zum primären. HP und das kapitalkräftige Start-up-Unternehmen Carbon haben 2016 überzeugende Polymer-3D-Drucker für den Enterprise-Markt vorgestellt.

Der margenschwache Verkauf von 3D-Druckern ist für das Geschäftsmodell von Stratasys von entscheidender Bedeutung: Der Verkauf von Druckern steigert die wiederkehrenden Umsätze aus dem Verkauf der margenstarken Druckmaterialien sowie aus Wartungsverträgen.

Fortschritte bei den 3D-Drucktechnologien der nächsten Generation

Die Investoren können wahrscheinlich erwarten, dass das Management einen Überblick über die Fortschritte geben wird, die Stratasys mit seinen 3D-Drucktechnologien der nächsten Generation erzielt hat: Infinite Build (die kommerzialisierte Version wurde umbenannt), Robotic Composite und Continuous Build.

Im letzten Quartal gab das Management bekannt, dass das Unternehmen vor Kurzem den Übergang in die Kommerzialisierungsphase des H2000 Large Part FDM 3D Production Systems eingeleitet hat (der Demonstrator hieß Infinite Build). Das Management sagte auch, dass Stratasys kürzlich ein System an einen neuen Kunden geliefert hat, dessen Name aber nicht bekannt gegeben wurde, nachdem es auf den Baustellen seiner Entwicklungspartner Boeing und Ford installiert worden war. Das H2000-System wurde entwickelt, um große Kunststoffteile in technischer Qualität herzustellen, einschließlich Flugzeuginnenverkleidungen, Hybridstrukturen und Verbundwerkzeuge.

Kurz gesagt, Stratasys hat lobenswerte Arbeit geleistet, indem das Unternehmen sein Ergebnis durch Effizienzsteigerungen verbessert hat. Letztendlich muss Stratasys jedoch den Umsatz steigern, um auch seine Erträge erhöhen zu können. Die Anleger müssen ein gewisses Umsatzwachstum zu sehen bekommen oder zumindest Anzeichen dafür, dass ein solches Wachstum in Sicht ist.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Ford und empfiehlt Ford. The Motley Fool empfiehlt 3D Systems und Stratasys.

Dieser Artikel wurde von Beth McKenna auf Englisch verfasst und am 19.02.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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