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Liebe die Volatilität – Denn sie macht dich reich!

Foto: Getty Images

Am 06.02.2018 kannten die Börsen lediglich ein Thema: den drohenden Crash. Innerhalb weniger Stunden traten die weltweiten Leitindizes den Gang nach unten an, es schien als regierte weltweit kurzweilig die Panik an den Börsen.

Aber nicht mit uns Fools! Wie du unter anderem hier nachlesen kannst, ließen wir der Panik keine Chance und wiesen direkt auf die prinzipiell vorhandenen Chancen einer Korrektur hin.

Grundlage unseres Denkens ist nämlich, dass die Volatilität, die mitunter auch mal heftig werden kann, nicht unser Feind, sondern eigentlich unser Freund ist. Klingt auf den ersten Blick abstrus? Ja vielleicht. Daher lass mich das im Folgenden anhand von ein paar verschiedenen Zeitpunkten in Bezug auf unseren heimischen DAX erklären:

4 aussagekräftige Zeitpunkte

Alles was wir dafür benötigen, sind genau genommen vier verschiedene Zeitpunkte im DAX, die die Chancen der Volatilität verdeutlichen. Alle diese Zeitpunkte liegen, wie du gleich sehen wirst, nicht in besonders weit entfernter Vergangenheit, sondern sind höchstens knapp mehr als ein Jahrzehnt alt. Schau selbst:

Zeitpunkt Datum DAX-Kurs
A 30.11.2007 7870,52
B 06.03.2009 3666,40
C 03.11.2017 13478,86
D 9.02.2018 12107,48

Um es für uns einfach zu halten, habe ich den Zeitpunkten Bezeichnungen von A bis D gegeben. Wenn du die Entwicklung besser an einem Chart nachverfolgen möchtest, kannst du das gerne tun. Ich warte so lange auf dich.

Fertig? Super! Die Punkte von A bis C, die ich ausgewählt habe, sind selbstverständlich nicht irgendwelche beliebigen Kurse. Nein, Punkt A liegt in der Nähe eines Rekordhochs, kurz bevor die letzte Finanzkrise zugeschlagen hat. Punkt B zeigt hingegen die verheerenden Auswirkungen der Finanzkrise und befindet sich in der Nähe des Tiefs dieser Krise. Punkt C ist wiederum in der Nähe unserer letzten Allzeithochs. So weit, so gut, so nachvollziehbar (hoffe ich zumindest).

Nun setzen wir die Punkte A und B in ein Verhältnis zu C. Was dabei herauskommt, ist keine große Überraschung. Wir müssen beide keine Einserschüler in Mathe gewesen sein, um zu erkennen, dass der Kursanstieg von B bis C deutlich besser gewesen ist als der Anstieg von A zu C. Genau genommen hättest du bei der Entwicklung zwischen A und C 5,52 % an durchschnittlicher jährlicher Rendite eingefahren (in rund 10 Jahren), während dir der Zeitraum zwischen B und C 15,56 % Rendite durchschnittlich p. a. eingebracht hätte (aufgerundet auf 9 Jahre).

Sprich, die hohe Volatilität, beziehungsweise die letzte Finanzkrise, hat dafür gesorgt, dass nach dieser Kursbereinigung in den Folgejahren deutlich höhere Renditen im DAX möglich gewesen sind. Auch wenn die letzte Finanzkrise definitiv eine schwere Zeit für Investoren gewesen ist und eine Investition danach garantiert für viele mit Schmerzen und Sorgenfalten verbunden war. Smarte Investoren sollten die marktübliche Volatilität mit all ihren Einbrüchen und regelrechten Crashs dennoch nicht als Bedrohung auffassen, sondern als hervorragende Chance, die einen womöglich sogar zum Reichtum verhelfen könnte.

Und was ist mit Zeitpunkt D?

Als aufmerksamer Leser ist dir bestimmt aufgefallen, dass ich bislang noch nicht auf Zeitpunkt D eingegangen bin. Mit Blick auf den Kalender wirst du feststellen, dass dieser noch nicht in allzu weiter Entfernung liegt.

Zeitpunkt D liegt in etwa 10 % unter Zeitpunkt C. Gewiss stellt das keine herausragend große Korrektur dar, aber immerhin einen Discount von rund einem Zehntel seit dem letzten Rekordhoch. Ich möchte an dieser Stelle bestimmt nicht explizit behaupten, dass D eine genauso gute Chance darstellt wie B. Dafür ist die Qualität des letzten Einbruchs vermutlich nicht groß genug. Dennoch ist auch D das Ergebnis einer zumindest kleineren Korrektur. Womöglich finden gerade langfristige Investoren daher auch hier eine etwas bessere Ausgangslage als noch vor ein paar Wochen.

Aber wer weiß. Die finale Auswertung dieses Zeitpunktes möchte ich an dieser Stelle dir persönlich überlassen. Vielleicht sprechen wir uns jedoch in ein paar Jahren wieder, und ich werde Zeitpunkt D dann nochmal in der Retrospektive thematisieren.

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