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3 defensive Dividendenaktien mit über 3 % Dividendenrendite

Foto: Getty Images

In Zeiten, in denen die Marktlage wieder etwas hektischer wird, kann es manchmal ratsam sein, sich ein wenig Stabilität ins Depot zu holen. Was kann da besser passen, als defensive Dividendenaktien, die einen auch in schwierigen Jahren mit regelmäßigen Dividenden verwöhnen und so die hektischen Kurskapriolen ein wenig erträglicher werden lassen?

In diesem Sinne wollen wir uns heute mit der Münchener Rück (WKN: 843002), der Deutsche Euroshop (WKN: 748020) sowie Siemens (WKN: 723610) drei Aktien anschauen, auf die genau das zutreffen könnte. Vielleicht findest du hierbei ja auch einen interessanten Kandidaten für dich, der dich nachts ein wenig besser schlafen lassen kann?

1) Münchener Rück

Wenn ich an Dividendenstabilität denke, kommt mir zwangsläufig die Münchener Rück in den Sinn. Denn wie du vielleicht schon weißt, gehört der Rückversicherer aus München definitiv zu den stabileren Zahlern in unserem heimischen DAX. Aber langsam.

Im letzten Jahr schüttete der DAX-Wert 8,60 Euro je Anteilschein aus. Das entspräche bei den derzeitigen Kursen in Höhe von 182,50 Euro (22.02.2018, maßgeblich für alle Kurse) einer Dividendenrendite von 4,71 %. Doch die Höhe ist nur der halbe Zauber dieser Dividende. In puncto defensive Dividendenstabilität kann die Münchener Rück nämlich insbesondere glänzen, weil der Konzern seit 1969 seine Ausschüttung nicht mehr gekürzt hat. Im nächsten Jahr jährt sich dieser konstante Lauf daher bereits zum 50. Mal.

Selbst starke Unwetterperioden wie der Hurrikan-Herbst des letzten Jahres können an dieser Stabilität nicht rütteln. Zu diesem Zweck haben die Münchener nämlich eine eigenständige Schwankungsrücklage gebildet, um auch in trüberen Zeiten die Dividende stets konstant halten zu können. Daher wird die Dividende auch für das Geschäftsjahr 2017 voraussichtlich 8,60 Euro je Aktie betragen.

Na, wenn das keine defensive Dividendenstabilität ist?

2) Deutsche Euroshop

Als nächstes wollen wir unseren Fokus auf die Deutsche Euroshop legen. Hierbei handelt es sich um eine Finanzholding, die Beteiligungen an Einkaufscentren in Deutschland und dem angrenzenden Europa erwirbt. Gegenwärtig ist die Deutsche Euroshop in 20 solcher Shoppingmeilen investiert, wodurch es über stetige und regional differenzierte Mieteinnahmen verfügt.

Erwähnenswert ist in dem Kontext der Mieteinnahmen ebenso, dass die Deutsche Euroshop über ein ausgeklügeltes, wachsendes und zugleich nachhaltiges Mietsystem verfügt. Zum einen basiert dieses System auf einer branchen- und umsatzabhängigen Erfolgskomponente der Mieter, wodurch die Deutsche Euroshop vom operativen Geschäft der Mieter mitpartizipiert. Zum anderen existiert allerdings auch für schwierige Zeiten eine Mindestkoppelung des Mietwachstums am Verbraucherpreisindex. Dadurch stellt die Deutsche Euroshop sicher, dass zumindest ein Inflationsausgleich bei den Umsatzerlösen erreicht wird. Ein für alle Seiten faires Konzept, wenn du mich fragst.

Aus Dividendensicht zahlte das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2016 übrigens 1,40 Euro je Anteilschein aus. Das entspräche bei derzeitigen Kursen in Höhe von 30,26 Euro einer Dividendenrendite von 4,62 %. Hinzu kommt, dass das Unternehmen seit der Börsennotierung im Jahr 2001 noch nie seine Dividende hat senken müssen.

3) Siemens

Werfen wir zuletzt noch einen Blick auf den Mischkonzern Siemens. Siemens hat gerade für das frisch abgelaufene Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von 3,70 Euro je Aktie ausgezahlt. Bei heutigen Kursen von 110,54 Euro je Siemensanteil entspräche das einer rechnerischen Dividendenrendite von 3,34 %.

Auch Siemens kann inzwischen auf eine lange Periode mindestens konstant gehaltener Dividenden zurückblicken, denn die letzte Kürzung liegt hier bereits 16 Jahre zurück. Zudem konnte Siemens innerhalb der letzten vier Jahre sogar jedes Jahr die Dividende zumindest ein kleines bisschen erhöhen. Vielleicht der Beginn eines vielversprechenden Dividendenwachstumslaufs? Wer weiß.

Festhalten können wir letztlich bei der Siemens-Aktie allerdings, dass auch diese zu den defensiveren, verlässlicheren Dividendenzahlern zählt. Gewiss trägt dazu auch das breite Produktportfolio bei, das von A wie (Lösungen für die) Automobilherstellung bis Z wie Zement durch viele Bereiche unseres alltäglichen und industriellen Lebens reicht.

3 Branchen, 3 verschiedene Kandidaten, mindestens 3 % Dividendenrendite

Egal ob Rückversicherer, Shoppingcenterbetreiber oder Mischkonzern. Alle drei hier vorgestellten Kandidaten können auf eine defensive, stabile Dividendenhistorie zurückschauen und bieten insgesamt eine Dividendenrendite, die mindestens 3 % beträgt.

Ob du in einer der hier vorgestellten Aktien jedoch auch das Potenzial siehst, dich für stürmische Börsenzeiten vorzubereiten, das überlass ich natürlich dir. Falls nicht, habe ich aber schon wieder ein Auge auf die nächsten 3 Dividendenaktien geworfen, die ich dir schon bald präsentieren werde.

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Vincent besitzt Aktien von Deutsche Euroshop und Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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