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Netflix feuert einen Warnschuss ab

Foto: The Motley Fool.

Als führendes Unternehmen im Streaming-Bereich könnte Netflix (WKN:552484) ebenso gut eine Zielscheibe auf dem Rücken haben. Die Investoren haben lange Zeit die Konkurrenz von Unternehmen wie Amazon.com (WKN:906866) Prime Video und Hulu in Betracht gezogen, die 2017 schätzungsweise 4,5 Mrd. US-Dollar bzw. 2,5 Mrd. US-Dollar für Inhalte ausgegeben haben.

Der 800-Pfund-Gorilla in diesem Bereich ist jedoch die Walt Disney Company (WKN:855686). Disney hat bereits eine riesige Auswahl an geistigem Eigentum, einschließlich der Labels Marvel, Pixar und Lucasfilm, sowie die Marke Disney selbst. Das Unternehmen kündigte im August letzten Jahres an, dass es seinen Content von Netflix abziehen wird, um 2019 einen Streaming-Service für den Direktvertrieb einzuführen.

Mit der geplanten Übernahme von Twenty First Century Fox (WKN:A1WZP6) würde Disney eine Vielzahl weiterer wertvoller Vermögenswerte erwerben, in der Hoffnung, dem Streaming-Pionier Marktanteile abzunehmen.

Es aber sieht so aus, als ob Netflix zurückschlägt.

Der Angriff auf die A-Liste

Netflix enthüllte, dass man den Emmy-, Golden Globe- und Peabody-Award-Gewinner und gleichzeitig Produzent, Regisseur und Autor in Personalunion Ryan Murphy und seine Produktionsfirma mit einem exklusiven Fünfjahresvertrag, der bis zu 300 Millionen US-Dollar wert sein könnte, an sich gebunden hatte.

Viele kennen seinen Namen vielleicht nicht, aber haben sicherlich schon von Murphys Kreationen gehört, zu denen Glee, American Horror Story, Nip/Tuck, 9-1-1-1, Feud und American Crime Story: The People v. O.J. Simpson gehören. — ein Werk, das Netflix als „Genre-erschütternd“ beschrieb.

Murphy geht nach mehr als einem Jahrzehnt und vielen Hits für Fox’s Broadcast-Netzwerk und den FX-Kabelkanal, den Disney im Rahmen der Übernahme bekommt, zu Netflix. Murphy wird neue Filme und Serien für Netflix schaffen, wenn sein Vertrag diesen Sommer ausläuft. Netflix war einer von mehreren Bietern für Murphy, zu denen auch Amazon und Fox gehörten.

Die Rechte an Murphy’s mit Spannung erwarteten Neuproduktionen Ratched und The Politician waren bereits gesichert und werden in diesem Jahr weltweit auf Netflix debütieren. Ted Sarandos, Chief Content Officer des Unternehmens, sprach über Murphys Einfluss auf das Fernsehen:

Ryan Murphys Serien haben den globalen kulturellen Zeitgeist beeinflusst, Genres neu erfunden und den Lauf der Fernsehgeschichte verändert. Sein unerschütterliches Engagement für Exzellenz und die Stimme der Unterrepräsentierten mit dem Ziel, eine einzigartige Perspektive zu zeigen oder einfach nur, um uns zu schockieren, durchdringt sein genrezerstörendes Werk.

Dies ist nicht der erste hochkarätige Coup von Netflix, der sich direkt auf Disneys Streaming-Ambitionen auswirken wird. Ende letzten Jahres band das Unternehmen Shonda Rhimes und ihre Produktionsfirma Shondaland vertraglich an sich. Dieser Deal im Wert von geschätzten 100 Millionen US-Dollar kam, nachdem sie 15 Jahre lang bei Disney ABC TV gearbeitet hatte. Rhimes war der kreative Kopf hinter solchen Hits wie Grey’s Anatomy, Scandal und How to Get Away with Murder. Dieser Deal fand nur kurze Zeit nach der Ankündigung von Disney statt, seinen Content von Netflix zu entfernen, um seinen eigenen Streaming-Service zu starten. Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist.

Warum das wichtig ist

Das Muster, das sich abzeichnet, ist klar: Netflix sichert sich die Top-Talente aus der Fernsehlandschaft, um sicherzustellen, dass die Erfolgsserie weitergeht. Anstatt Hunderte von Millionen für eine bestimmte Sendung auszugeben, sichert sich Netflix die Talente, die hinter einigen der erfolgreichsten Programme stecken.

Netflix plant, im Jahr 2018 geschätzte 7 bis 8 Milliarden US-Dollar für Inhalte auszugeben, aber Qualität ist wichtiger als Quantität, und Leute wie Murphy und Rhimes werden dem Unternehmen dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Sarandos hat bekanntlich gesagt: „Das Ziel ist, schneller wie HBO zu werden, als HBO wie wir werden kann“. Das scheint wahrscheinlich, jetzt, da das Unternehmen vom Gejagten zum Jäger mutiert.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Netflix und Walt Disney.

Dieser Artikel von Dany Vena erschien am 19.2.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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