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Wie Nintendo die Verkaufszahlen der Switch ankurbeln will

Foto: Getty Images

Nintendo (WKN:905551) hatte gerade ein phänomenales Weihnachtsquartal, in dem sich die Verkaufszahlen seines Switch-Spielsystems seit der Markteinführung im März 2017 auf mehr als 12 Millionen verkaufte Einheiten erhöhten.

Aber das Management ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Nintendo hat kürzlich ein neues Produkt namens Labo angekündigt, das im April erscheint. Wieder einmal zeigt es Nintendo in kreativer Höchstform

Was ist Labo?

Labo ist ein Do-it-yourself-Kit, das Kartonausschnitte mit Software kombiniert und die Switch in ein interaktives Spielzeug verwandelt. Es gibt zwei Versionen. Eins ist die Mehrzweckversion, mit der man ein Klavier, eine Angelrute, ein Spielzeughaus und sogar ein ferngesteuertes Auto nachbilden kann und es kostet 69,99 US-Dollar. Das andere Set enthält alles, was man braucht, um sich in einen Roboter zu verwandeln, zum Preis von 79,99 US-Dollar.

Es ist eine einfache und lustige Idee — sie ist so brillant, dass ich glaube, dass sie bei vielen Kindern und Eltern gut ankommen wird und vielleicht noch andere dazu ermutigen wird, 300 US-Dollar in die Hand zu nehmen, um sich eine Switch zu kaufen. Da es aus Pappe ist, schätze ich, dass Labo viel höhere Gewinnspannen erzielen wird als die teure Switch.

Ja, 2018 sieht sicherlich so aus, als ob es ein weiteres gutes Jahr für Nintendo werden wird.

Nintendo berichtete in seinem dritten Quartalsbericht, dass die Resonanz auf Labo überwältigend positiv war und dass die Anmeldungen für seine Demoveranstaltungen die verfügbaren Plätze um 50 zu 1 übertroffen hatten. Auch die ersten praktischen Tests waren sehr positiv. Wenn ich etwas über Labo lese, habe ich den Eindruck, dass es viele verschiedene Richtungen gibt, die Nintendo mit diesem Produkt einschlagen kann, die man bei der Veröffentlichung der ersten beiden Kits in diesem Frühjahr zunächst nicht sehen wird.

Denk nur daran, dass ähnlich „Labo“ klingt wie „Lego“, ein weiteres ikonisches Spielzeug, das für sein Design berühmt ist. Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist. Ich wette, Nintendo hat unendliche viele Variationen dieser Baukästen in petto. Nintendo sagte, dass es in den kommenden Wochen mehr Einzelheiten über Labo enthüllen wird, aber das Management gab den Investoren bereits einen Einblick in sein langfristiges Denken, als es in seiner Präsentation Folgendes erklärte:

Nintendo Labo ist ein Produkt, das die Möglichkeiten der Nintendo Switch erweitern soll. Wir hoffen, dass wir Nintendo Labo zu einem Produkt entwickeln können, das nicht an die herkömmlichen Grenzen von Videospielen gebunden ist und sich bei einem noch breiteren Kundenkreis beliebt macht.

Eine neue Herangehensweise

Zusätzlich gefällt mir, dass es aus Pappe ist und trotzdem fortschrittliche Technologie innerhalb der Switch zum Einsatz kommen, wie z.B. Infrarotkameras und bewegungsaktivierte Controller, um die Pappobjekte zum Leben zu erwecken. In diesem Zeitalter der sprechenden Uhren und künstlichen Intelligenz kann man so Technologie erlebbar machen — und Spaß macht es auch noch.

Nintendo ist nicht das erste Unternehmen, das diesen Ansatz ausprobiert. Alphabet hat Millionen von Einheiten seines Virtual Reality Headsets ausgeliefert — offiziell Google Cardboard genannt.

Man kann Labo leicht als eine Eintagsfliege abtun. Aber bedenke, dass Nintendo 101,63 Millionen Wii-Konsolen verkauft hat, die im Wesentlichen auf neuartigen, bewegungsfähigen Controllern basieren, die es Wii-Besitzern ermöglichten, Spiele zu spielen, wie sie sie noch nie zuvor gespielt hatten. Nintendo Labo stellt ein ähnliches, neuartiges Konzept für die Switch vor, das genauso attraktiv sein könnte.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien).

Dieeser Artikel von John Ballard erschien am 15.2.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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