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Disneys Streaming-Dienst könnte vom ersten Tag an profitabel sein

Foto: The Motley Fool.

Bob Iger, CEO von Walt Disney (WKN:855686), verriet einige neue Details zu den Plänen des Unternehmens, Ende 2019 einen Streaming-Service für den Direktvertrieb zu starten. Disney arbeitet an einigen Star-Wars-Serien für den Service, sowie an Serien, die auf Monsters und High School Musical basieren.

Aber insgesamt sollten die Investoren erwarten, dass Disney die Ausgaben niedrig hält.

„Wir haben natürlich die Möglichkeit, mehr für das Produkt auszugeben, aber nicht unbedingt für ein größeres Volumen, wie Netflix, weil wir diese einzigartige Marke haben“, sagte Iger auf der Telefonkonferenz. Zum Vergleich: Netflix rechnet damit, in diesem Jahr 7,5 bis 8 Milliarden US-Dollar für Inhalte auszugeben.

Niedrigere Kosten werden Disney nicht nur in die Lage versetzen, weniger für den Streaming-Service zu verlangen, wie Iger plant, sondern auch schnell einen Gewinn aus der neuen Initiative zu ziehen.

Die Leute können nicht genug von Disneys Marken bekommen

Disney ist an den Kinokassen immer ein Renner, weil Disney-Blockbuster auf konsistenter Basis produziert werden können. Darüber hinaus ist das Disney-Filmstudio eines der wenigen, das in einer Welt von Streaming Video on Demand immer noch beträchtliche Umsätze mit DVDs erzielt. Nach dem Lizenzvertrag mit Netflix hatte “Finding Dory” im vergangenen Jahr aufgrund der DVD-Verkäufe einen großen Einfluss auf die Einnahmen bei Disney.

Die starken Marken von Disney und Filme, die man sich immer wieder ansehen kann, treffen punktgenau den Geschmack der Konsumenten. Etwas mehr Investitionen in einige exklusive Serien und Pläne für fünf kleinere Filme pro Jahr werden dazu beitragen, den Dienst noch interessanter zu machen.

„Wenn man mit Star-Wars-Filmen, Disney-Filmen, Pixar-Filmen, Marvel und Markenfernsehsendungen auf den Markt geht“, sagte Iger, “gibt das dem Unternehmen die Möglichkeit, voraussichtlich weniger auszugeben, als wenn wir mit einem Direktvertrieb ohne diese Marken auf den Markt gegangen wären“.

Sogar Netflix-CEO Reed Hastings glaubt, dass das Produkt ein Hit wird – er plant, es selbst zu abonnieren. Grund dafür sind seiner Meinung nach die starken Marken.

Nahezu alles da

Disney wird über nahezu alles verfügen, um seinen Direct-to-Consumer-Service zu relativ niedrigen Kosten bis Ende 2019 einzuführen.

Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an BAMTech wird die Backend-Software für das Streaming bereitgestellt. Disney wird die gleiche Technologie für seinen ESPN+-Dienst verwenden, der im Frühjahr dieses Jahres an den Start gehen wird.

ESPN+ bietet Disney auch die Möglichkeit, mit einem Direct-to-Consumer-Service zu experimentieren, der sich an ein wesentlich kleineres Publikum wendet, bevor der Disney-Service auf den Markt kommt. Das gibt Zeit, Best Practices rund um Kundenservice, Fakturierung und andere neue Geschäftsfelder zu entwickeln.

Aber Disney werden noch ein paar Filmtitel fehlen. Die Lizenzvereinbarung garantiert Netflix das Recht, Disney-Kinostarts von 2016, 2017 und 2018 zu streamen. Obwohl der Deal 2019 ausläuft, kann Netflix diese Titel noch einige Zeit streamen. (Es wäre ein ziemlich schlechter Deal, wenn Netflix die Streaming-Rechte eines 2018er Films kaufen würde, aber nur ein paar Monate damit Geld verdienen könnte.) Ebenso hat Twenty-First Century Fox einen ähnlichen Deal mit HBO, der noch länger gilt. Disney will Twenty-First-Century Fox vor dem Start des Dienstes kaufen.

So wird der Streaming-Service von Disney beim Start einige große Titel vermissen lassen, darunter die neuesten Star-Wars-Filme. Da die Lizenzverträge nur in den USA gelten, sollte Disney diese Filme auch weiterhin international anbieten können.

Niedrige Kosten + hohe Nachfrage = Gewinne

Disneys Streaming-Service sollte mit relativ geringen Zusatzkosten für den Medienriesen einhergehen. Während Netflix viel Geld einsetzt, um sein wachsendes Content-Budget zu finanzieren, sollten sich die Anleger von Disney keine Sorgen machen, dass der Service einen ähnlichen Effekt auf den freien Cashflow hat.

Tatsächlich stehen die Chancen gut, dass die Nachfrage nach den starken Disney-Marken den Streaming-Service bereits kurz nach der Markteinführung profitabel macht (wenn nicht sogar von Anfang an). Und wenn er sich als äußerst populär erweist, hat Disney das Geld, um noch mehr zu investieren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehl Aktien von Netflix und Walt Disney.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 14.2.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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