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Keiner mag das neue Design von Snapchat – und CEO Evan Spiegel freut’s!

Auf der Goldman Sachs Internet and Technology Conference am 15.2. tat Snaps (WKN:A2DLMS) CEO Evan Spiegel einige interessante Meinungen kund. Gegenstand: Die negativen Reaktionen der Snapchat-Nutzer auf die neue Oberfläche der App. Das neue Design trennt soziale Inhalte von Medieninhalten und versucht gleichzeitig, die Oberfläche der App für neue und ältere Nutzer zugänglicher zu machen.

In der Regel sind die ersten Nutzerbewertungen meist negativ, und was wäre das Internet ohne eine Falschmeldung, dass Snapchat zur allerersten Version zurückkehren werde, die Anfang des Monats viral ging? Trotzdem: Spiegel könnte nicht glücklicher sein.

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Es funktioniert – irgendwie

Abgesehen von der Oberfläche hat das Unternehmen laut Spielgel daran gearbeitet, viele grundlegende technologische Elemente zu entwickeln, einschließlich der Inbox, der ein Algorithmus zugrundeliegt, der versucht, vorherzusagen, welche Nachrichten für die Benutzer am relevantesten sind. Im Kern bleibt Snapchat eine Foto/Video-Messaging-App. Auch wenn die Neuerungen noch nicht gut bei den Nutzern angekommen sind, glaubt Spiegel, dass die negativen Reaktionen bestätigen, dass er mit dem Redesign richtig liegt.

Hier ist laut einem Transkript von S&P Global Market Intelligence der Austausch mit Analyst Heath Terry:

Terry: Und was halten Sie davon, wie die Community auf das Redesign so reagiert, wie sie die Plattform nutzt, die ganze Zeit, die sie damit verbringt?

Spiegel: Wir sind gespannt. Und ich denke, das Beste daran ist, dass es anfängt – sogar die Art der Beschwerden, die wir sehen, bestärken uns in unserer Philosophie. So war zum Beispiel eine der Beschwerden, die wir bekamen: „Nun, ich hatte das Gefühl, dass diese Berühmtheit meine Freunde waren, und jetzt fühlt es sich nicht mehr wie Freundschaft an. Und wir sagen:“Genau, sie waren nie deine Freunde.“

Terry: Sie waren nie deine Freunde. Kim Kardashian war nie dein Freund.

Spiegel: Vielleicht dein Freund. Ich weiß es nicht. Aber für uns ist es immer noch so, dass selbst einige der Frustrationen, die wir erleben, diese Veränderungen bestätigen. Und es wird einige Zeit dauern, bis sich die Leute daran gewöhnen. Für mich, der sie jetzt ein paar Monate lang auf die neue Art benutzt hat, kann sagen, dass ich mich stärker als je zuvor an die App gebunden fühle.

Die Benutzer müssen sich nur daran gewöhnen. Das alte Snapchat kommt jedenfalls nicht zurück.

Wenn man die Nutzer ignorieren muss

Ich habe zwar generell gegenüber Snap eine Bärenhaltung, aber man muss ja sagen, dass Social-Media-Nutzer sehr resistent gegen Plattformwechsel sind und dass Spiegel hier vielleicht einen Punkt hat. Betrachtet man mal Twitter (WKN:A1W6XZ), das jahrelang jede Veränderung, die bei einer kleinen Nutzerschar nicht gut angekommen ist, rückgängig machte.

Twitter hat sich letztlich dazu durchringen können, sinnvolle Produktverbesserungen einzuführen. Die haben dann zu mehr Interaktion geführt, wenn auch nicht unbedingt zu einer verbesserten Monetarisierung. Das Unternehmen hätte seine Hardcore-User schon Jahre zuvor ignorieren sollen, und Snap könnte den richtigen Schritt machen, indem man die Meinung der Fans ignoriert. Wir werden sehen, welche Art von Nutzer-Metriken und Finanzergebnissen Snap in den kommenden Quartalen dann mitteilen wird.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Twitter.

Dieser Artikel von Evan Niu erschien am 16.2.2018 auf fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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