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Google erwirbt die Internet of Things-Plattform von Xively

Foto: Google

Gestern gab die Alphabet (WKN:A14Y6H) Tochter Google bekannt, dass sie Xively von LogMeIn (WKN:A0X861) übernehmen wird. Xively ist eine Internet of Things (IoT)-Plattform, die derzeit Teil von LogMeIn ist und Unternehmen dabei unterstützt, IoT-Geräte zu entwickeln, die eine Verbindung zum Internet herstellen können. Xively hat auch eine Handvoll Hardware-Partner, die vorzertifizierte Integrationen anbieten und so den Entwicklungszyklus beschleunigen.

Am Donnerstag bestätigte LogMeIn, dass der Preis 50 Millionen US-Dollar betrug.

Erweiterung des IoT-Angebots

Googles wachsende Cloud-Plattform umfasst bereits mehrere IoT-Angebote und -Dienste, die Unternehmenskunden dabei unterstützen, Geräte miteinander zu verbinden, während sie gleichzeitig alle IoT-Daten verwalten und verarbeiten, die von diesen Gadgets gesammelt werden. Das Unternehmen hatte den Google Cloud IoT Core bereits im vergangenen Jahr auf seiner I/O-Entwicklerkonferenz angekündigt, der im September als Public Beta eröffnet wurde. Es enthält Funktionen wie die Möglichkeit, dass Kunden ihre eigenen Sicherheitszertifikate mitbringen und HTTP verwenden können, um unter anderem bestehende IoT-Geräte anzuschließen.

Der Suchriese sagt, dass der Deal seine bestehenden Services durch die Bereitstellung eines vollständig verwalteten IoT-Dienstes ergänzen wird. „Durch diese Übernahme wird Cloud IoT Core tief greifende IoT-Technologie- und Engineering-Expertise gewinnen, einschließlich der erweiterten Geräteverwaltungs-, Messaging- und Dashboard-Funktionen von Xively“, schrieb Google Cloud-Produktmanager Antony Passemard in einem Blog-Post.

LogMeIn stellte außerdem fest, dass Xively im letzten Quartal einen Umsatz von 3 Millionen US-Dollar erwirtschaftet hat und 45 Xively-Mitarbeiter im Rahmen der Transaktion zu Google stoßen werden. Durch den Verkauf von Xively wird LogMeIn in der Lage sein, seine Investitionen besser auf seine Kernmärkte zu fokussieren und zu priorisieren, sagte CEO Bill Wagner in einem Blog-Post.

Cloud Wars

Googles Cloud-Infrastruktur-Rivalen Amazon.com (WKN:906866) und Microsoft (WKN:850747) investieren weiterhin massiv in IoT-Angebote. Die hochprofitable Sparte Amazon Web Services (AWS) des E-Commerce-Giganten kündigte im November auf seiner AWS re:Invent-Konferenz eine Fülle neuer IoT-Dienste an. Microsofts Azure Event Grid, das Dienste für IoT-Geräte bereitstellt und im August eingeführt wurde, wurde erst letzten Monat allgemein verfügbar.

AWS erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von 5,1 Milliarden US-Dollar und ein operatives Ergebnis von 3,7 Milliarden US-Dollar und ist damit das mit Abstand profitabelste Geschäft des Unternehmens. Der Umsatz von Azure wuchs um 98 % im letzten Quartal, obwohl Microsoft den Umsatz von Azure nicht genau aufgeschlüsselt hat. Google sagte Anfang des Monats, dass es im letzten Quartal 1 Milliarde US-Dollar an Cloud-Einnahmen generiert hat, und dieses Geschäft ist Teil seines schnell wachsenden Segments „Google Other Revenues“.

Der breitere Markt für Cloud-Infrastrukturen boomt weiter und wuchs 2017 um 45 % auf 16 Milliarden US-Dollar, so das Marktforschungsunternehmen Canalys. Mit 32 % Marktanteil liegt AWS weiterhin an der Spitze, gefolgt von Microsoft mit 14 % und Google mit 8 %. IoT wird für die Cloud nur noch wichtiger werden, so dass der Xively-Deal eine sinnvolle Ergänzung ist.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten ist Mitarbeiterin von LinkedIn und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. LinkedIn ist Eigentum von Microsoft.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien) und Amazon.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA  auf Englisch verfasst und am 16.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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