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Die 2 größten Risiken für Ripple und Ethereum

Die Krypto-Währungskorrektur war längst überfällig, jetzt ist sie da. In einer Zeitspanne von etwa 30 Tagen nach dem 7. Januar sank die kombinierte Marktkapitalisierung der Krypto-Währungen um 67 %. Trotz dieses Rückgangs, gefolgt von einer bescheidenen Erholung von den Tiefständen der jüngsten Zeit, haben Kryptowährungen seit Anfang 2017 trotzdem immer noch herkömmliche Aktien alt aussehen lassen: Der Gesamtgewinn der Marktkapitalisierung virtueller Währungen lag bei 2.100 %.

Ethereum und Ripple treten aus dem Schatten von Bitcoin hervor

Die beiden wichtigsten digitalen Währungen, Ethereum und Ripple, die aus dem Schatten von Bitcoin hervorgetreten sind, haben zu dieser starken Performance beigetragen. Im Jahr 2017 stieg Ethereum, die zweitgrößte Krypto-Währung nach Marktkapitalisierung, um fast 9.400 %, während Ripple das Jahr mit einem Zugewinn von über 35.500 % abschloss. Obwohl Bitcoin oft als führend bei der Krypto-Währungsrallye angesehen wird, ging es 2017 eher um Kryptos wie Ethereum und Ripple als um Bitcoin.

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Der Schlüssel zu den starken Leistungen von Ethereum und Ripple sind die ihnen zugrundeliegenden Blockchains. Für diejenigen, die damit noch nicht vertraut sind: die Blockchain-Technologie ist das digitale, verteilte und dezentrale Ordnungsbuch, das virtuelle Währungen untermauert und für die Erfassung aller Transaktionen verantwortlich ist, ohne dass ein Finanzintermediär wie eine Bank benötigt wird.

Es wird vermutet, dass die Blockchain eine Reihe wichtiger Vorteile für Unternehmen mit sich bringt. Dazu gehören potenziell niedrigere Transaktionsgebühren, wesentlich schnellere Abwicklungszeiten und die Möglichkeit, sicher Geld von einem Punkt zum anderen zu transferieren.

Was macht Ethereum so besonders?

Die Blockchain von Ethereum war in den letzten Jahren die Grundlage für die Evolution unzähliger Blockkchain-Projekte. Es war die erste nennenswerte Blockchain, die Nicht-Währungslösungen anbot. Mit anderen Worten, es gab den Unternehmen die Möglichkeit, über die Grenzen der Verwendung von Blockchain hinauszugehen, nur um Geld zu transferieren, und erlaubte ihnen, Aspekte wie Supply Chain Management und Device Management zu berücksichtigen. Es überrascht nicht, dass die Enterprise Ethereum Alliance, die im Februar 2017 gegründet wurde, mittlerweile 200 Organisationen hat, die eine Version von Ethereums Blockkette in verschiedenen Branchen und Kapazitäten testen. Es gibt einfach keine größere Open-Source- Blockchain, die derzeit getestet wird.

Ethereums großes Ass sind die intelligenten Vertragsprotokolle. Intelligente Verträge helfen, die Verhandlung eines Vertrags zu erleichtern, zu überprüfen oder durchzusetzen. Ihr Zweck ist es, Papierverträge loszuwerden, die zu Ineffizienzen neigen, und es Unternehmen zu ermöglichen, den Umfang dessen, was mit einem Vertrag getan werden kann, vollständig anzupassen. Diese Protokolle könnten bestimmen, wann Geld innerhalb eines Betriebskontos ausgegeben werden kann, oder es Internet of Things-Geräten ermöglichen, Teile zu bestellen, sobald sie kaputt gehen.

Warum Ripple so viel Aufmerksamkeit bekam

Andererseits ist Ripple präsent, weil es sich ausschließlich auf Finanzinstitute konzentriert. Die Blcokchain von Ripple ist einzigartig in Bezug auf Geschwindigkeit und Transaktionsgebühren. Eine kürzlich veröffentlichte Analyse von HowMuch.net, die die maximale Anzahl von Transaktionen pro Sekunde für eine Handvoll Krypto-Währungen untersuchte, ergab, dass Ripple mit 1.500 Transaktionen pro Sekunde die schnellste ist. Obwohl man damit noch immer Visa weit hinterherhinkt (24.000 Transaktionen pro Sekunde), hat Ripples Netzwerk angeblich die Fähigkeit, zu skalieren und noch schneller zu werden. Außerdem kosten die Transaktionen von Ripple nur einen Bruchteil eines Cents, was die Blockchain zu einer attraktiven Alternative für Banken machen wird.

Ripple hat derzeit fünf Markenpartner, die die Technologie in der Praxis und in kleinen Projekten erproben. Die wohl bekannteste dieser Partnerschaften war die mit American Express (WKN:850226) und Banco Santander (WKN:858872). Kunden von American Express, die Nicht-Kartenzahlungen über AmExs FX International Payment Network an Santander Konten in Großbritannien senden, werden diese Zahlungen jetzt über Ripples Blockchain abwickeln lassen. Was zuvor noch zu einer mehrtägigen Wartezeit geführt hat, dürfte jetzt fast augenblicklich und zu einem Bruchteil eines Cent passieren.

Die beiden größten Risiken für Ethereum und Ripple

Allerdings sind diese heißen Krypto-Währungen nicht ganz ohne Risiken. Obwohl die Partner anscheinend heiß auf eine Zusammenarbeit sind, um die Blockchain-Technologie zu testen, haben beide Kryptos doch Risiken:

1. Die Blockchain-Technologie setzt sich einfach nicht durch

Klar: Das größte Risiko für Ethereum und Ripple besteht zweifellos darin, wie schnell Unternehmen die Blockchain in reale Anwendungen integrieren.

Auch wenn die Tech-Community die Blockchain feiert, sollte man bedenken, dass die Blockchain bereits fast ein Jahrzehnt existiert, und erst jetzt in kleinen Projekten getestet wird. Investoren haben schon immer überschätzt, wie schnell neue Technologien eingeführt werden, und das könnte bei der Blockchain durchaus wieder der Fall sein.

Weder bei Ripple noch bei Ethereum haben wir mitbekommen, dass ein Unternehmen einen groß angelegten Test vorantreibt. In der Tat, bislang ist praktisch jede Anwendung für kleine Projekte oder extrem enge reale Anwendungen gedacht.

Es ist auch darauf hinzuweisen, dass die Blockchain nicht unbedingt mit bestehenden Netzwerken in einigen Branchen kompatibel ist. Anstatt eine Blockchain zu integrieren, könnten einige Branchen gezwungen werden, im Wesentlichen bei Null anzufangen. Das ist ein kostspieliges und zeitaufwendiges Unterfangen für eine Technologie, die bislang noch viele Fragen aufwirft.

Um es kurz zu machen: Wenn Unternehmen die Blockchain nicht sehr bald mit offenen Armen begrüßen, könnte die Bewertung von Ethereum und Ripple darunter leiden.

2. Die Eintrittsbarriere in Kryptowährungen bleibt niedrig

Die andere Sorge für Ethereum und Ripple ist, dass die Eintrittsbarriere für Kryptowährungen außergewöhnlich niedrig ist. Tatsächlich sind erst seit Juli dieses Jahres mehr als 600 neue Krypto-Währungen auf den Markt gekommen, von denen viele über eine eigene Blockchain-Technologie verfügen.

Alles, was es braucht, um eine Blockchain und eine daran angebundene Krypto-Währung zu entwickeln, ist Zeit, Geld und ein Team, das weiß, wie man Code schreibt. Das bedeutet im Wesentlichen, dass die derzeit in der Entwicklung befindlichen Blockchains die besten Aspekte von Ethereum oder Ripple übernehmen und dann ihre eigenen unverwechselbaren Änderungen hinzufügen könnten. In der Tat könnten die faszinierendsten Blockchains von heute sehr schnell in die Bedeutungslosigkeit gedrängt werden. Das könnte es für Unternehmen schwierig machen, sich auf eine bestimmte Blockchain-Technologie einzulassen, wenn etwas Besseres genauso einfach hinzukommen könnte.

Ich bleibe zwar unerschütterlich in meiner Überzeugung, dass Ethereum die wertvollste Kryptowährung der Welt sein sollte, aber ich vermute auch, dass sowohl Ethereum als auch Ripple in den kommenden Monaten einem stärkeren Bewertungsdruck ausgesetzt sein könnten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Visa und empfiehlt American Express.

Dieser Artikel von Sean Williams erschien am 12.2.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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