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BMW und die Elektroautos: Realistische Zielsetzung für 2018, ambitionierte Erwartung an 2019

Foto: Getty Images

BMW (WKN: 519000) will hoch hinaus! Konzernchef Harald Krüger hat erst im Januar seine Mannschaft darauf eingeschworen, bis 2020 an Hauptkonkurrent Daimler (WKN: 710000) vorbeiziehen zu wollen. Definitiv ein schwieriges Unterfangen, da Daimler BMW zuletzt oftmals lediglich die Schlusslichter gezeigt hat.

Aber auch in puncto Elektromobilität hat sich BMW zuletzt sehr ambitionierte Ziele für die nächsten zwei Geschäftsjahre gesteckt. Während die anvisierte Absatzzahl für 2018 noch realistisch scheint, könnte man mit Fug und Recht behaupten, dass der Richtwert für 2019 durchaus utopisch klingt. Aber langsam. Nehmen wir die jüngst bekannt gewordenen Prognosen lieber Schritt für Schritt auseinander:

In 2018 ein kräftiger Sprung, in 2019 bereits die Mondlandung?

Wie der Branchendienst für Elektromobilität electrive kürzlich berichtete, plant BMW in 2018 mindestens 140.000 Elektroflitzer an den Mann zu bringen. Das hieße ein Plus von rund 40 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017, wo BMW konzernweit rund 100.000 Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride veräußern konnte.

Diese ambitionierte Wachstumsprognose von 40 % erscheint übrigens fürs Erste nicht allzu weltfremd. Denn allein im Januar war BMW auf gutem Kurs und konnte die Elektroabsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um 36,7 % steigern. Pi mal Daumen klappte im ersten Monat des neuen Jahres diese Zielvorgabe daher schon mal.

Bis zum Ende des Jahres 2019 möchte BMW dann jedoch die Mondlandung beim elektrifizierten Absatz vollenden. Zum Ablauf des nächsten Geschäftsjahres sollen nämlich mindestens 500.000 Elektrofahrzeuge abgesetzt worden sein. Angesichts der bisherigen Prognose für 2018 sowie der Verkäufe für 2017 hieße das für 2019 ein angepeilter Absatz in Höhe von 260.000 Fahrzeugen. Wow!

Ob das realistisch ist…?

Das ist natürlich die spannende Frage. Grundsätzlich würde der Richtwert bis Ende 2019 unter den bisherigen Prämissen bedeuten, dass BMW die Absätze in 2019 im Vergleich zum Jahr 2018 noch einmal um rund 85 % hochschrauben müsste. Wobei die 140.000 Elektrofahrzeuge für 2018 (denk dran, plus 40 % im Vergleich zu 2017) ebenso eine stramme Marschroute darstellen und momentan noch nicht mehr als eine ebenso ambitionierte Zielvorgabe darstellen.

Eins müssen wir BMW aber lassen: An hochgesteckten Visionen mangelt es im Hause BMW wahrlich nicht. Aber wenn man wirklich wieder an Konkurrent Daimler vorbeiziehen möchte, sind solche Visionen auch definitiv nicht verkehrt. Wichtig wäre nur, dass diesem ambitionierten Vorhaben auch die entsprechenden Taten folgen werden.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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