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3 Dinge, die das Commerzbank-Management dich wissen lassen möchte

Foto: Getty Images

Die Commerzbank (WKN: CBK100) hat letzte Woche ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 präsentiert. Falls du jetzt keine Lust hast, im verlinkten Artikel alle Details nachzulesen, können wir es für die hiesigen Zwecke kurz und schmerzlos machen: Im Grunde wurden die meisten Erwartungen erfüllt und viele strategische Ziele, gerade auch bei Neukundenwachstum und Digitalisierung, erreicht.

Nach diesem kleinen Rückblick in die Vergangenheit sollten sich Investoren aber auch zunehmend mit der Zukunft des Geldhauses auseinandersetzen. Die folgenden drei Zitate des Managements sind meiner Meinung nach in diesem Kontext definitiv interessant:

CFO im Fokus

Anfangen wollen wir an dieser Stelle mit Commerzbank-CFO Stephan Engels. Dieser sagte anlässlich der Präsentation der Quartalszahlen das Folgende:

„Wir haben 2017 in Wachstum, Digitalisierung und Regulatorik investiert und unsere Kosten dabei stabil gehalten. Unsere harte Kernkapitalquote lag im vierten Quartal bei 14,1 Prozent.“

Engels betonte hier zunächst noch einmal die tiefgreifenden operativen Veränderungen, die das  Geschäftsjahr 2017 geprägt haben, sowie die finanzielle Stabilität auf der die Commerzbank inzwischen ruht. Ich denke, wir können in diesem Zusammenhang von einem Jahr der Weichenstellung sprechen.

Doch nehmen wir an dieser Stelle einmal ein wenig präziser auseinander, was die Commerzbank 2017 konkret für die Zukunft geleistet hat. Ich würde hierbei gerne die von Engels im Zitat eingebrachten Stichworte Wachstum und Digitalisierung in den Vordergrund rücken.

Der eingeschlagene Wachstumspfad äußert sich meiner Meinung nach am ehesten in der Entwicklung des Nettoneukundenwachstums. Zur Erinnerung: Die Commerzbank kann seit Oktober 2016 bereits 639.000 neue Kunden in ihren Reihen begrüßen. Ein solider Meilenstein, auf dem das langfristige Wachstum der Bank beruhen könnte.

In puncto Digitalisierung sollten die Restrukturierungsaufwendungen betont werden, die im zweiten Quartal 2017 angefallen sind. Hier hat die Commerzbank allein rund 807 Millionen Euro zahlen müssen, um Einsparungen in der Verwaltung vornehmen zu können. Auch wenn das kurzfristig schmerzhaft gewesen ist, könnte das den Weg für eine langfristig effizientere und profitablere Commerzbank ebnen.

CEO im Fokus

Commerzbank-CEO Martin Zielke schlägt im Grunde in die gleiche Kerbe, wie anhand dieses Zitats ersichtlich wird:

„Wir haben die Digitalisierung der Bank vorangetrieben und sind kräftig gewachsen. Das versetzt uns jetzt in die Lage, für das Geschäftsjahr 2018 wieder eine Dividende anzustreben.“

Auch Zielke betont somit zunächst die vergangene, von Digitalisierung und Wachstum geprägte Entwicklung und richtet zugleich seinen Blick in die Zukunft, was gerade Einkommensinvestoren begrüßen dürften. Denn beindruckt hat gewiss, dass Zielke eine Dividende für das Geschäftsjahr 2018 für realistisch hält.

Aus dieser Dividendenankündigung können wir wohl zudem ein sehr großes Maß an Zuversicht für die Zukunft gewinnen, denn Commerzbank-Chef Zielke hat sich an dieser Stelle dividendentechnisch sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Zielke dürfte daher die Commerzbank wohl auch weiterhin auf einem guten und weiterhin profitablen Weg sehen.

Gleichzeitig schränkte er die aufkommende Euphorie jedoch ein wenig ein, indem er die folgende Aussage hinterherschob:

„Dabei ist aber auch klar: Auf dem Weg zur angestrebten Profitabilität liegen noch einige Aufgaben vor uns.“

Doch solltest du diese Aussage meiner Meinung nach nicht nur erwartungsdämpfend sehen. Letztlich äußert sich hier neben dem langen Weg, den die Commerzbank noch vor sich hat, die ebenso ambitionierte Zielsetzung, die man erreichen möchte. Gut für die Investoren, dass man sich nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen möchte.

Positiver Blick in die Zukunft

Insgesamt können wir daher festhalten, dass die Führungsriege der Commerzbank positiv in die Zukunft blickt. Man sieht, dass es bei wichtigen Schlagworten wie Digitalisierung und Neukundenwachstum gut vorangeht, betont jedoch gleichzeitig den eingeschlagenen Weg, den man noch vor sich sieht. Bleiben wir gespannt, ob die Commerzbank auch im Jahr 2018 an die 2017er Erfolge anknüpfen kann!

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Vincent besitzt Aktien der Commerzbank. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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