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Waymo: Mehr Autos für den selbstfahrenden Taxidienst

Foto: Google

Es scheint, dass Waymo, die Tochtergesellschaft des Google-Mutterunternehmens Alphabet (WKN:A14Y6H), sein Programm auf die Überholspur bringt. In einer gemeinsamen Erklärung mit Fiat Chrysler Automobiles (WKN:502391) hat Waymo bekannt gegeben, dass er „Tausende“ von Chrysler-Pacifica Minivans in seine Flotte aufnehmen wird.

Dieser Zuwachs kommt im Vorfeld von Waymos Plänen, den „weltweit ersten selbstfahrenden Taxidienst“ noch in diesem Jahr in Phoenix als kommerzielles Unternehmen einzuführen. Das Unternehmen plant, den Service auf „weitere Städte in den USA“ auszudehnen.

„Mit der weltweit ersten Flotte selbstfahrender Autos auf der Straße sind wir von Forschung und Entwicklung zu Betrieb und Einsatz übergegangen“, sagte John Krafcik, CEO von Waymo. „Die Pacifica Hybrid Minivans bieten ein vielseitiges Interieur und ein komfortables Fahrerlebnis, und diese zusätzlichen Fahrzeuge werden uns helfen zu skalieren.“

Ein Fahrzeug mit einem geräumigen Innenraum wie ein Minivan ist ein wesentlicher Bestandteil von Waymos langfristigen Plänen, da es die Kapazität hat, zahlreiche Passagiere gleichzeitig zu befördern.

Die Zukunft ist jetzt

Seit Ende letzten Jahres testet Waymo Pacifica Minivans in einem Pilotprogramm, das die Öffentlichkeit über selbstfahrende Autos aufklären soll. „Mit diesem technischen Meilenstein wurden die Hybrid-Minivans das erste Fahrzeug, das die Selbständigkeit der Stufe 4 erreicht hat“, sagte Waymo in einer Erklärung. Stufe 4 bedeutet, dass ein Fahrzeug keinen menschlichen Eingriff erfordert, aber durch die Karten begrenzt ist.

Die Passagiere werden beim Einsteigen von Bildschirmen begrüßt, die sie willkommen heißen und sie einladen, einen blauen „Fahrt starten“-Knopf zu drücken, wenn sie bereit sind. Die Fahrgäste sitzen auf den Rücksitzen, und hintere Bildschirme zeigen die Route.

Waymo hat seine selbstfahrende Technologie in 25 Städten in den USA getestet, darunter Atlanta, San Francisco, Detroit, Phoenix und Kirkland, Washington – und es wurden mehr als 4 Millionen Fahrmeilen auf US-Straßen aufgezeichnet, zusätzlich zu Milliarden simulierter Meilen.

Eine wachsende, wenn auch unwahrscheinliche Partnerschaft

„Unsere Partnerschaft mit Waymo wächst und verstärkt sich weiter; dies ist das jüngste Zeichen unseres Engagements für diese Technologie“, sagte Sergio Marchionne, CEO von Fiat Chrysler.

Minivans von Chrysler waren eine frühe Ergänzung zu Waymos Flotte mit der ersten Lieferung von 100 Fahrzeugen im Dezember 2016, nach einer ersten Vereinbarung im Mai desselben Jahres. Die Ingenieure beider Unternehmen haben sich dann in einem Werk im Südosten Michigans zusammengeschlossen, um den Entwicklungsprozess zu beschleunigen.

Eine zusätzliche Bestellung von 500 Minivans kam im April letzten Jahres, die mit der Ankündigung zusammenfiel, Waymos Early Rider Program zu starten. Das Pilotprogramm, das in der Gegend um Phoenix durchgeführt wurde, bot den Anwohnern Fahrten für tägliche Ausflüge zum Supermarkt, zur Schule, zum Fußballtraining und zur Arbeit an. Damals saß immer ein Testfahrer hinter dem Lenkrad.

Was ist es wert?

Es ist schwierig einzuschätzen, was Waymo auf lange Sicht wert sein könnte, aber das hat ein paar Spitzentypen an der Wall Street nicht davon abgehalten, es zu versuchen. Die Analysten Brian Nowak und Adam Jonas von Morgan Stanley präsentierten ihre Annahmen im vergangenen Mai und theoretisierten, dass, wenn Waymos Flotte im Laufe der Zeit auf 3 Millionen Autos expandierte, wobei jedes Fahrzeug 65.000 Meilen pro Jahr abdeckte und 1,25 US-Dollar Umsatz pro Meile produzierte, dies zu einem Unternehmen mit einem Unternehmenswert von 70 Milliarden US-Dollar führen würde.

Es ist wichtig zu wissen, dass das nur Zahlenspiele sind. Es gibt noch viele weitere Hindernisse auf dem Weg zu einer vollständig selbstfahrenden Gesellschaft. Es gibt jedoch einen Hinweis darauf, wie groß diese Chance sein könnte – und die Zukunft ist näher, als du denkst.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien) und Alphabet (C-Aktien). 

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 7.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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