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Alphabet meint es ernst mit einem integrierten Smartphone

Foto: Google

Im Gegensatz zu Apple stellt Alphabet (WKN:A14Y6H) kein integriertes Smartphone-Produkt her. Stattdessen hat sich der Suchriese dafür entschieden, sich auf seine Stärken zu konzentrieren, nämlich auf, sein Android-Betriebssystem. Während andere – vor allem Samsung – sich auf die Hardware konzentrieren.

Es gibt eine kleine Ausnahme: das Google Pixel-Handy. Bei der Konzeption des Geräts arbeitet Alphabet eng mit dem Hardware-Hersteller zusammen und nähert sich dabei einer Vollintegration von Hard- und Software. Nachdem Alphabet im vergangenen Jahr seine Absicht angekündigt hatte, einen Teil des taiwanesischen Hardware-Giganten HTC Corporation zu erwerben, schloss Alphabet Ende Januar offiziell den 1,1-Milliarden-Dollar-Deal ab.

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Alphabet nähert sich der Hardware- und Software-Integration

Die HTC-Übernahme ist bemerkenswert. Zusätzlich zu einer nicht-exklusiven Vereinbarung zur Lizenzierung des geistigen Eigentums von HTC, übernahm Alphabet 2.000 HTC-Ingenieure als „Acqui-Hires“, von denen viele an früheren Versionen des Google Pixel und im Smartphone-Entwicklungsteam von HTC arbeiteten.

Rick Osterloh, Geschäftsführer von Alphabet Hardware, schrieb in einem Blogbeitrag: „Ich freue mich, dass wir unseren Kauf von HTC offiziell abgeschlossen haben und begrüße ein unglaublich talentiertes Team, das in den kommenden Jahren an noch besseren und innovativeren Produkten arbeiten wird.” Damit steht fest: Alphabet ist auf dem Weg zur Integration von Hard- und Software.

Samsung könnte der größte Verlierer sein

In derselben Veröffentlichung gab Osterloh zu, dass ein harter Kampf bevorsteht. Er hat besonders Recht, wenn es um den Premium-Smartphone-Markt geht. Während das Pixel-Telefon von Alphabet Lob von Technikexperten und Kritikern erhalten hat, ist es ihm nicht gelungen, das Duopol von Apples iPhone und Samsungs Galaxy-Handys zu durchbrechen.

Die Neuorientierung von Alphabet kommt für Apple zu einem kritischen Zeitpunkt. Der iPhone-Hersteller sieht sich mit negativen Analystenmeinungen über sein aktuelles Vorzeigemodell, das iPhone X, konfrontiert. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass sich die Nachfrage nach dem Telefon verlangsamt. Im kürzlich berichteten Quartal verkaufte das Unternehmen weniger iPhones als im Vorjahresquartal.

Allerdings ist anzunehmen, dass Samsung als Android-Hardware-Hersteller am meisten unter der Veränderung leiden wird. In entwickelten Märkten wie den Vereinigten Staaten, wo man neuen Smartphone-Modellen gegenüber immer aufgeschlossen ist, sind die Leute sehr an Betriebssysteme gebunden.

Samsung hat bisher davon profitiert, das Premium-Smartphone auf dem Android-Ökosystem zu sein. Wenn ein stärker integriertes Alphabet mit einem besseren Produkt um die Ecke kommt, wird Samsung die Auswirkungen davon vermutlich zu spüren bekommen.

Wird HTC ein weiteres Motorola sein?

Es sei darauf hingewiesen, dass Alphabet schon einmal versucht hat, ein integriertes Smartphone herzustellen. Im Jahr 2012 investierte das Unternehmen 12,5 Milliarden US-Dollar in den Erwerb von Motorola Mobility. Zu diesem Zeitpunkt ernannte Google Dennis Woodside zum Leiter der Abteilung. „Unser Ziel ist einfach“, sagte Woodside damals. „Wir werden das  bemerkenswerte Talent von Motorola Mobility auf weniger Dinge konzentrieren und wunderbare Geräte entwickeln, die von Menschen auf der ganzen Welt benutzt werden“.

Alphabet ändere zwei Jahre später seine Meinung und verkaufte einen Großteil der Vermögenswerte von Motorola Mobility für weniger als 3 Milliarden US-Dollar, behielt aber viele der Patente. Was Woodside angeht:  er ist jetzt der COO von Dropbox.

Jedoch scheint es, dass Alphabet aus seinen Fehlern gelernt hat und dass der aktuelle Deal mit HTC keine weitere Motorola-Situation sein wird. Obwohl man der Entwicklung einer umfassenden Smartphone-Lösung einen wichtigen Schritt näher gekommen ist, scheint es sich um eine etwas strategischer geplante Investition zu handeln, als dies bei Motorola Mobility der Fall war.

Das heißt aber nicht, dass Apple und Samsung Alphabet ignorieren sollten. Der Suchriese hat in den Hardware-Kriegen aufgrund des asymmetrischen Chancen-Risiko-Profils gegenüber seinen Konkurrenten einen Vorteil. Die Investoren aller drei Unternehmen sollten die Smartphone- und Hardware-Bemühungen von Alphabet aufmerksam verfolgen.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien) und Alphabet (C-Aktien) und Apple. 

The Motley Fool hat die folgenden Optionen: Long Januay 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. 

Dieser Artikel wurde von Jamal Carnette auf Englisch verfasst und am 9.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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