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Aktien im Rückblick: Was das Börsengeschehen von den Olympischen Spielen unterscheidet

Foto: Getty Images

Den Zeitpunkt vieler Geschehnisse kann man genau vorhersagen. Zum Beispiel den Beginn der Olympischen Spiele: Am Freitag trafen sich nach vierjähriger Wartezeit im südkoreanischen Städtchen Pyeongchang die besten Wintersportler der Welt. Sie werden sich in den kommenden zwei Wochen mehrheitlich bemühen, mit irgendwelchen Hilfsmitteln irgendwie unverletzt von irgendwo herunterzukommen. Die Aktivitäten dieser Experten für die kontrollierte Abwärtsbewegung sind ebenso professionell wie unterhaltsam und fesseln weltweit Milliarden von Couch Potatoes an die Fernsehgeräte.

Und es gibt Ereignisse, deren Eintritt zwar sicher, aber nicht prognostizierbar ist. Zum Beispiel Korrekturen an den Aktienbörsen. An diesen sind zwar ebenfalls jede Menge Profis beteiligt, aber sie verlaufen unkontrolliert und sind weniger unterhaltsam. Auch sie erregen jede Menge mediale Aufmerksamkeit. So etwas ist in dieser Woche mal wieder passiert. Am Montag verlor der Dow Jones an der New Yorker Wall Street 1.175 Punkte. Das entspricht einem Abschlag von immerhin 4,6 %. Am Donnerstag zog es den US-Index nochmal um 4,2 % nach unten. Kein Wunder also, dass auch die asiatischen und europäischen Börsen auf Talfahrt gingen.

Langfristig orientierte Anleger können solche Abwärtskorrekturen gelassen aussitzen. Sie wissen: Irgendwann geht es mit den Kursen auch wieder aufwärts. Bis die „Verluste“ der vergangenen Tage wieder aufgeholt sind, wird wahrscheinlich weniger Zeit vergehen als bis zum Beginn der nächsten olympischen Winterspiele in vier Jahren. Deshalb unser ultimativer Tipp: Einfach die Börsennachrichten ausschalten und stattdessen Olympia gucken. Das ist unterhaltsamer.

Was war an der Börse los?

Bereits zu Beginn der Frankfurter Handelswoche herrschte auf dem Börsenparkett wegen steigender Renditen auf den Anleihemärkten miese Stimmung. Der DAX (WKN:846900) gab 0,8 % auf 12.687 Punkte ab. Tagesgewinner war die Aktie der Deutschen Börse (WKN:581005), die sich um 2,5 % verbesserte. Den größten Tagesverlust im DAX verbuchten die Anteilscheine von Henkel (WKN:604840), die 3 % schwächer notierten.

Nach dem Handelsschluss an den europäischen Börsen legten in New York die Indizes den Rückwärtsgang ein. Der marktbreite S&P 500 verlor 4,1 %.

Am Dienstag reagierten die europäischen Märkte auf die Ereignisse in New York. Der deutsche Leitindex vollzog den Absturz seines US-amerikanischen Pendants allerdings nicht vollständig nach, sondern knickte nur um 2,3 % auf 12.393 Zähler ein. Ans untere Ende der DAX-Tabelle verschlug es die Papiere der Munich Re (WKN:843002), die rund 5 % verloren. Der Rückversicherer hatte zuvor mitgeteilt, dass es wegen Naturkatastrophen zu einem starken Gewinnrückgang gekommen war.

Eine Zwischenerholung der US-Börsen rief am Mittwoch die ersten Schnäppchenjäger auf den Plan und verhalf dem DAX  zu einer Aufwärtsbewegung um 1,6 % auf 12.590 Punkte. An die DAX-Spitze setzen sich die Anteilscheine von Adidas (WKN:A1EWWW), die um 5 % vorrückten.

Da der zweite deutliche Rückgang der US-Indizes sich bereits während der Frankfurter Handelszeit andeutete, fiel das deutsche Kursbarometer am Donnerstag um 2,6 % auf ein Fünfmonatstief von 12.260 Punkten. Als Begründung für das Minus nannten Marktbeobachter Befürchtungen, dass die US-Notenbank die Zinsen schneller als bisher erwartet erhöhen könnte. Am schlimmsten erwischte es die Aktien von Lufthansa (WKN:823212) und Infineon (WKN:623100), die um 5,2 % bzw. 5,4 % einbrachen.

Auch am Freitag hielt der Druck auf die Aktienkurse an. Um 16:45 Uhr zeigte der DAX ein Minus von 0,8 %.

Wie geht es weiter?

Am Montag (12.02.) legt der Sportartikelhersteller Puma (WKN:696960) seine Jahreszahlen vor. In den USA berichten FMC Corp und First Data über das vierte Quartal.

Am Dienstag (13.02.) gibt der Handelskonzern Metro (WKN:BFB001) Quartalszahlen bekannt. In den Vereinigten Staaten öffnen u. a. Under Armour, PepsiCo und Western Union ihre Bücher für die Analysten.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein stressfreies Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Under Armour (A-und C-Aktien).

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