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Amazon arbeitet an seinem eigenen Lieferservice

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Wenn man genau darüber nachdenkt, ist Amazon (WKN:906866) bereits ein Versandunternehmen. Amazon Prime hat Millionen von Mitgliedern mit dem Versprechen von Lieferung in zwei Tagen für über 100 Millionen Artikel angezogen.

Amazon versendet die meisten dieser 100 Millionen Artikel aus seinem wachsenden Netzwerk von Lagerhäusern, die über den ganzen Globus verteilt sind. Aber Amazons neuester Service, genannt FBA Onsite, könnte mehr Drittanbieter haben, die Artikel direkt von ihrem eigenen Lager aus versenden. Amazon wird die Logistik überwachen, um Artikel von Punkt A nach Punkt B zu bringen und einige der Lieferungen ersetzen, die häufig von UPS (WKN:929198) und FedEx (WKN:502391) erledigt werden, so ein Bericht von Bloomberg.

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Dieser Schritt hat das Potenzial, einen Teil der Kapitalausgaben von Amazon zu entlasten und gleichzeitig den Weg zu mehr Serviceumsatz zu ebnen.

Lösung des eigenen Problems

Amazon kann scheinbar nicht schnell genug Lagerhäuser bauen.

Nicht nur, dass es eine größere Nachfrage von den Kunden gibt, die auf seiner Website einkaufen, auch immer mehr Drittanbieter nutzen den Service Fulfillment By Amazon. Fulfillment By Amazon, oder FBA, ermöglicht es Drittanbietern, ihr Inventar an ein Amazon-Lager zu versenden, so dass Amazon sich um die Logistik kümmern kann.

Amazon nimmt einen kleinen Teil von jedem FBA-Verkauf und andere Gebühren, die mit der Lagerhaltung verbunden sind. Der Erfolg des Programms zeigt sich in den Drittanbieter-Dienstleistungen des Unternehmens, die im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 40 % gestiegen sind.

Aber Amazon hat in der Vergangenheit Schwierigkeiten gehabt, mit der Nachfrage nach FBA Schritt zu halten. Im vierten Quartal 2015 verzeichnete Amazon eine so hohe Nachfrage nach FBA, dass die Kosten stark stiegen. Die Quote in Prozent am Umsatz stieg von 11,7 % im Vorjahresquartal auf 12,7 %.

Amazon führte Anfang 2016 Seller Fulfillled Prime ein, um einige der Staus in seinen Lagern aufzulösen. Dies führte jedoch zu deutlich höheren Kosten für Dritthändler, die nicht über die logistischen Möglichkeiten von Amazon verfügen.

Daher die Einführung von FBA Onsite. Der neue Service bietet Drittanbietern die gesamte Logistik von Amazon.

Amazon wird die Abholung von Paketen aus den Lagern der Händler beaufsichtigen und die beste Versandart bestimmen. Händler können außerdem die vergünstigten Tarife von Amazon bei United States Postal Service, UPS und FedEx in Anspruch nehmen und sparen bis zu 85 % ihrer Versandkosten.

Die Verkäufer gewinnen, weil ihre Kosten sinken; Amazon gewinnt, weil es seinen wertvollen Lagerplatz nicht aufbrauchen muss.

Amazon, das Dienstleistungsunternehmen

Während Amazon sich weiterhin stark auf traditionelle Unternehmen wie UPS, FedEx und USPS verlassen wird, besteht auch das Potenzial, irgendwann mit eigenen Trägersystemen zu beginnen.

Amazon betreibt bereits eine Flotte von Flugzeugen und Lastwagen, um Pakete in die Verteilungsgebiete zu liefern und diese an einen Versandpartner zu übergeben. Es hat auch eine Gruppe von geprüften freiberuflichen Fahrern in seinem Flex-Programm, die einige Artikel liefern, insbesondere Prime-Now-Bestellungen, die die letzten Kilometer bis zur Haustür des Kunden gehen. Und vergiss nicht die Experimente mit Drohnen.

FBA Onsite bietet Amazon das Potenzial, seine Logistik- und Speditionsdienstleistungen auch außerhalb der eigenen Domäne auszuweiten. Amazon startet mit seinen großen Drittanbietern. Es könnte ein System entwickeln, um UPS oder FedEx auszuschalten, das es ermöglicht, einen größeren Profit aus dem Service zu ziehen oder es könnte den Service für weniger anbieten. Es könnte sogar den Service auf Händler ausdehnen, die nicht bei Amazon verkaufen.

Das ist der Plan für Amazon als Dienstleistungsunternehmen. Erst das eigenen Problem lösen und die Lösung dann an möglichst viele verkaufen.

Dieser Ansatz hat zu mehreren interessanten Geschäften geführt, wobei das profitabelste und bekannteste Amazon Web Services ist. In jüngster Zeit experimentiert das Unternehmen auch mit der Bereitstellung eigener Gesundheitsdienste für seine Mitarbeiter.

Amazon verfügt über ein großes Potenzial, den Markt für Lieferservices mit seiner beachtlichen Größe und der Nachfrage nach seinem FBA-Programm zu stören. Amazon selbst macht immer noch nur einen Bruchteil der Gesamtlieferungen von UPS (7 %) und FedEx (3 %) aus, aber wenn es anfängt, außerhalb seiner unmittelbaren Domäne zu expandieren, sieht die Bedrohung immer realistischer aus.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstand von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und empfiehlt Amazon. Der Motley Fool empfiehlt FedEx.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfassst und am 05.02.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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