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Wie Goldcorp 2017 gerockt hat

Foto: Kinross

Man konnte es nicht erkennen, wenn man sich nur die Kursentwicklung der Aktie von Goldcorp (WKN:890493) ansah, aber das Unternehmen hatte ein wunderbares jahr 2017. Obwohl die Aktien im Jahresverlauf um mehr als 6 % gefallen sind, während der S&P 500 um mehr als 19 % gestiegen ist, hatte das Goldminenunternehmen zahlreiche Gründe, 2017 als Erfolg zu werten.

Neben der Umsetzung der fünfjährigen Wachstumsstrategie und der Entwicklungsprojekte hat Goldcorp Fortschritte bei der Optimierung des Portfolios erzielt. Insgesamt mag der Markt von diesen Errungenschaften unbeeindruckt gewesen sein, aber die Wall Street hat es sicherlich zur Kenntnis genommen. Vor zwei Wochen hat eine Analystin der Credit Suisse die Aktie von Goldcorp aufgewertet und ihr Kursziel von 15,50 auf 19 US-Dollar angehoben, so TheFly.com.

Ein Jahr weniger

Im vergangenen Jahr kündigte das Management mit dem Ziel, den Shareholder Value bis 2021 zu steigern, einen ehrgeizigen Fünf-Jahres-Wachstumsplan an: Steigerung der Goldproduktion und der Reserven um 20 % gegenüber dem Niveau des Steuerjahres 2016 und Senkung der Gesamtkosten (AISC) um 20 % gegenüber dem Steuerjahr 2016.

Nach vorläufigen Ergebnissen erzielte Goldcorp im Geschäftsjahr 2017 eine Goldproduktion von 2,569 Millionen Unzen. Folglich ist das Management der Ansicht, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist, um sein Goldproduktionsziel von 3 bis 4 Millionen Unzen bis 2021 zu erreichen.

Zudem gelang es dem Unternehmen, die Kosten zu senken. Während Goldcorp im Steuerjahr 2016 einen AISC von 856 US-Dollar pro Unze Gold hatte, deuten vorläufige Ergebnisse darauf hin, dass der AISC für das Steuerjahr 2017 bei 825 US-Dollar pro Unze Gold lag. Eine wichtige Strategie zur Erreichung des AISC-Ziels von 700 US-Dollar pro Unze Gold im Jahr 2021 besteht darin, bis 2018 jährliche nachhaltige Effizienzsteigerungen in Höhe von 250 Millionen US-Dollar zu identifizieren. Letztes Jahr kam Goldcorp diesem Ziel um 70 Millionen US-Dollar näher. Damit sind es 60 Millionen US-Dollar im kommenden Jahr.

Das Management schätzt, dass das Unternehmen das Geschäftsjahr 2017 mit 53,5 Mio. Unzen Reserven abgeschlossen hat und damit gut positioniert ist, um das Ziel für 2021 von 60 Mio. Unzen zu erreichen.

Erwartungen übertreffen

Um das Goldproduktionsziel 2021 zu erreichen, wird Goldcorp auf zwei Expansionsprojekte setzen: das Pyrite Leach Projekt in Penasquito und das Materials Handling Projekt in Musselwhite.

Das Pyrite Leach-Projekt, das 2017 schneller voranschreitet, als das Management ursprünglich angenommen hatte, wird nun voraussichtlich im vierten Quartal 2018 mit der Goldproduktion beginnen – drei Monate früher als geplant.

Dank des Projekts wird nicht nur die Produktion des gelben Metalls zunehmen, sondern auch die Silberproduktion. Das Management schätzt, dass das Pyrite Leach Projekt während der gesamten Lebensdauer der Mine 1 Million Unzen und 44 Millionen Unzen Gold bzw. Silber hinzufügen wird.

Neben der mexikanischen Mine hat Goldcorp beim Materials Handling Project in Musselwhite in Ontario eine bemerkenswerte Leistung vollbracht. Das Management hat ein Projekt vorangebracht, das die Transportzeit um 75 % verkürzen soll, und es im Jahr 2017 unter dem Budget von 90 Mio. US-Dollar gehalten. Die Fertigstellung des Projekts wird für das erste Quartal 2019 erwartet.

Neuer Look

Laut Management wäre das ideale Szenario für Goldcorp eine Goldproduktion von 3 Millionen bis 4 Millionen Unzen aus sechs bis acht Lagern. Um dies zu erreichen, ging das Unternehmen 2017 einkaufen (und verkaufen).

Der wohl bemerkenswerteste Schritt von Goldcorp war die verstärkte Präsenz in Chile. Nachdem Goldcorp Anteile an zwei Liegenschaften erworben hatte, ging Goldcorp ein Joint Venture mit Barrick Gold ein, um die beiden Projekte zu einem Betrieb mit dem Namen Norte Abierto zusammenzufassen. Ab 30. Juni 2017 verfügen Cerro Casale und Caspiche, die beiden Projekte von Norte Abierto, über nachgewiesene und wahrscheinliche Goldreserven von 11,6 Millionen Unzen sowie 2,7 Milliarden Pfund Kupfer.

Goldcorp hat im vergangenen Jahr den Verkauf von mehr als 500 Millionen US-Dollar an nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten abgeschlossen, deren Erlös dazu beitrug, die Übernahmen in Chile zu finanzieren.

Foolisches Fazit

Goldcorp hatte Ende 2017 viel mehr vorzuweisen als zu Beginn des Jahres. Das Unternehmen ist gut positioniert, um seine auf fünf Jahre angelegte Wachstumsstrategie umzusetzen, den Shareholder Value zu steigern und das neue Portfolio sollte dem Unternehmen gute Dienste leisten.

Die Investoren sollten dies jedoch nicht als Zeichen dafür interpretieren, dass es jetzt an der Zeit ist, eine Position an diesem Unternehmen aufzubauen. Es bleiben noch viele Risiken bestehen, also wie immer vorsichtig vorgehen und den Wettbewerbsvorteil vor einem möglichen Kauf genau untersuchen.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Scott Levine auf Englisch verfasst und am 23.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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