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Die Wall Street feiert Intel trotz der starken Entwicklung von AMD

Intel Texas Instruments
Foto: Getty Images

Die Aktie von Intel (WKN:855681) stieg am Freitag, den 26. Januar, nach der Veröffentlichung der sensationellen Ergebnisse des vierten Quartals. Die Aktie des Halbleitergiganten schloss an diesem Tag um 10,5 % höher, und zwar auf einem Preisniveau, das seit dem Dotcom-Boom vor 18 Jahren nicht mehr erreicht wurde.

Intels viertes Quartal

Im vierten Quartal stieg Intels bereinigter Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 24 % und lag bei 1,08 US-Dollar pro Aktie. Der Umsatz stieg um 4 % auf 17,1 Milliarden US-Dollar. Beide Ergebnisse lagen weit über den Zielen der Wall Street, die einen Gewinn von 0,87 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 16,3 Milliarden US-Dollar vorsahen.

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Die starken Endergebnisse wurden durch eine einmalige Steuerbelastung in Höhe von 5,4 Milliarden US-Dollar verdeckt, da die neuen Steuerregeln der Trump-Administration in Kraft traten. Diese Ausgaben sind jedoch nicht Bestandteil der Nicht-GAAP-Kennzahlen, sodass sich die Anleger auf einen dauerhaften Rückgang des effektiven Steuersatzes von 20 % auf 14 % konzentrieren können.

Die PC-Sparte erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von 9 Milliarden US-Dollar und verzeichnete im Urlaubsquartal einen Rückgang von 2 % gegenüber dem Vorjahr. CFO Bob Swan sagte, dass das PC-Geschäft „in einem rückläufigen Markt weiterhin gut lief, während das Wachstum unserer datenzentrierten Geschäfte zeigt, dass Intels Transformation auf Kurs ist“.

Dieser Bereich des Unternehmens hat sich in der Tat hervorragend entwickelt. Bei den programmierbaren Lösungen (ehemals Altera) stieg der Umsatz im vierten Quartal um 35 %, während die Internet of Things-Gruppe den Umsatz um 21 % und die Umsätze im Bereich Datenzentren um 20 % steigerten. Die Ergebnisse, die du hier siehst, sind das Ergebnis eines starken Umsatzes und gesenkter effektiver Steuersätze.

Das Management hat sich auch mit den Sicherheitslücken von Spectre und Meltdown in der Telefonkonferenz mit den Analysten auseinandergesetzt und darauf bestanden, dass sie die Chip-Verkäufe im laufenden ersten Quartal nicht beeinträchtigen werden. Nichtsdestotrotz werden Intels Chip-Architekturen überarbeitet, um diese Sicherheitsbedrohungen hardwarebasiert zu vermeiden. Das ist eine gute Nachricht, da es hier keine Anzeichen für eine signifikante Auswirkung auf das Geschäft gibt.

Die Analysten analysieren

Die Wall-Street-Firmen nahmen Intels Bericht an. Die Analystenmeinungen konzentrierten sich auf starke Verkäufe im Bereich Datenzentren und Intels Produktmix, der sich weiter weg vom Standard-PC-Markt und in lukrativere Bereiche bewegt. Zu den kurzfristigen Wachstumstreibern gehören drahtlose 5G-Modems, Hochleistungsprozessoren für Systeme der künstlichen Intelligenz und der erweiterte Einsatz programmierbarer Chips in Datenzentren.

Der Branchenkonkurrent Advanced Micro Devices (WKN:863186) folgte in dieser Woche mit einem soliden eigenen Gewinnbericht und löste eine weitere Runde fröhlicher Analystenaussagen aus. Dieselben Analysten, die Intel gerade gelobt hatten, argumentierten auch, dass AMD seinem größeren Konkurrenten sowohl im PC- als auch im Datenzentrenmarkt Marktanteile stiehlt.

Das Analystenhaus Rosenblatt bezeichnete das vierte Quartal von AMD als „Wendepunkt“ bei der Suche nach Marktanteilsgewinnen. Rosenblatt hält ein „Verkaufen“-Rating für Intel und bezeichnet das Unternehmen als angreifbar im CPU-Sektor insgesamt.

Foolisches Fazit

Ich stimme zu, dass sich das Kräfteverhältnis im PC-Markt verschiebt, wo Intel dabei ist, etwas margenschwachen Boden für AMD aufzugeben. Aber es ist wahrscheinlich, dass der tapfere Außenseiter sich eine Nische schaffen wird, die sich eher auf Grafikanwendungen als auf Kryptowährungen und KI beziehen wird. Währenddessen steigerte Intels Datenzentrengruppe ihren Umsatz im Jahresvergleich um 20 % auf 5,6 Milliarden US-Dollar und wuchs damit innerhalb von 12 Monaten so viel wie AMDs gesamte Q4-Computing- und Grafikumsätze.

Es ist erfrischend zu sehen, dass AMD endlich die Rolle eines glaubwürdigen Konkurrenten spielt, aber es ist noch zu früh, das Unternehmen als Bedrohung für Intel zu bezeichnen. Das ist der Grund, warum viele Analysten beide Unternehmen in einem Atemzug loben können und AMDs langwierige Turnaround-Bemühungen bejubeln, ohne Intels konsistente Ergebnisse in größerem Umfang aus den Augen zu verlieren.

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The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Aners Bylund auf Englisch verfasst und am 1.2.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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