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Die besten Gold-Aktien 2017

Foto: Getty Images.

Da das gelbe Metall im vergangenen Jahr um mehr als 12 % gestiegen ist, hatten die Goldanleger im Allgemeinen Grund zur Freude. In der Regel bewegten sich die Aktienkurse gold-orientierter Unternehmen sehr ähnlich. Es gibt jedoch immer Ausreißer — Gold-Aktien, die weit den Preis des Goldes übersteigen (oder zurückbleiben). 2017 war es nicht anders.

Die Anteilseigner von Lizenzgebühr- und Streaming-Unternehmen wie Franco Nevada (WKN:A0M8PX), und Goldminenunternehmen wie Kinross Gold (WKN:A0DM94), Gold Fields Limited (WKN:856777), B2Gold (WKN:A0M889) und IAMGOLD (WKN:899657) haben das Jahr 2017 glanzvoller beendetet als begonnen.

Rekorde brechen und Erwartungen übertreffen

Die starke Performance der B2G-Aktie im Jahr 2017 lässt sich auf den Jahresbeginn zurückführen, als das Unternehmen das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2016 bekannt gab. Zum einen berichtete das Unternehmen über eine jährliche Rekord-Goldproduktion von 550.423 Unzen. Mehr Rekorde brechend, berichtete es über einen konsolidierten Rekord-Goldumsatz von 683,3 Millionen US-Dollar bei einem Rekordverkauf von 548.281 Unzen; außerdem gab es einen Rekord von 412 Millionen US-Dollar im operativen Cashflow für das Jahr.

Die unerwartete gute Nachricht über die Fekola-Mine in Mali hat im weiteren Jahresverlauf die Begeisterung der Anleger wiederbelebt. Mit dem Beginn der kommerziellen Goldproduktion einen Monat früher als geplant, übertraf die Fekola-Mine die Erwartungen des Managements hinsichtlich der produzierten Goldmenge. Während die ursprüngliche Prognose für die Goldproduktion im Geschäftsjahr 2017 in Fekola bei 45.000-55.000 Unzen lag, kündigte das Management im Dezember die Erwartung an, dass die Produktion zwischen 100.000 und 110.000 Unzen liegen würde.

BTG-Daten von YCharts.

Keine Schaufeln erforderlich

Franco-Nevada hält den Betrieb aufrecht, indem es Vorauszahlungen an Goldminenunternehmen leistet; im Gegenzug erhält das Unternehmen die Rechte, das geförderte Metall zu aktuellen Preisen zu kaufen oder einen bestimmten Prozentsatz der Mineralproduktion aus einer Mine zu beziehen. Dadurch hat Franco-Nevada weniger Kapitalkosten, die durch die Aufrechterhaltung des Betriebs einer Mine entstehen.

Das Unternehmen hatte im Laufe des Jahres keine großen Ankündigungen gemacht, die die Aktie beflügelt hätten. Zur Freude der Aktionäre war 2017 jedoch das zehnte Jahr in Folge, in dem Franco-Nevada seine Dividende erhöht hat. Dies unterscheidet das Unternehmen von seinen Konkurrenten, da viele Gold-Unternehmen entweder nominale oder gar keine Dividende anbieten.

Im Laufe des Jahres hat das Unternehmen zudem das Risiko durch eine weitere Diversifizierung des Portfolios gemindert. Obwohl Gold etwa 70 % des Umsatzes des Unternehmens ausmacht, investiert Franco-Nevada zunehmend in Öl- und Gasanlagen. Mit Ausgaben von rund 300 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2017 erwarb das Unternehmen drei Lizenzgebühren für Öl und Gas.

Außerhalb Afrikas

Die in Südafrika ansässige Gold Fields Limited betreibt acht Minen in Peru, Ghana, Australien und Südafrika. Das Unternehmen erlitt im ersten Quartal mehrere Schläge: In der South-Deep-Mine gab es zwei Todesfälle und mehrere Erdstürze (die unerwartete und unkontrollierte Freisetzung von Schutt und Gestein). Das Unternehmen sah sich daher mit eingeschränktem Zugang zu hochwertigen Flächen und Transportinfrastrukturen konfrontiert. Aber Gold Fields berichtete über die Ergebnisse der ersten Jahreshälfte und wies darauf hin, dass die Geschäfte wieder auf Kurs wären. Darüber hinaus bestätigte das Management die Prognose für die Goldproduktion im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 315.000 Unzen.

Während des Gewinnberichts für das erste Halbjahr 2017 bestätigte das Management weitere Aspekte des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2017: die zurechenbare äquivalente Goldproduktion von 2,1 Millionen bis 2,15 Millionen Unzen und die Gesamtkosten (AISC) zwischen 1.010 und 1.030 US-Dollar pro Gold-Unze.

Auch in der zweiten Jahreshälfte wurden die Anleger ermutigt, da die Wall Street die Aktie, die von den Analysten von Goldman Sachs und der Deutschen Bank aufgewertet wurde, freundlich aufgenommen hat.

Goldsuche in Kanada

Zu den Highlights von IAMGOLD im Jahr 2017 gehörte die Entwicklung einiger Projekte. Im Juni gab das Management die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für das Projekt Cote Gold im Norden von Ontario bekannt. Laut der Studie hat das Projekt nachgewiesene und wahrscheinliche Goldreserven von 5,9 Millionen Unzen und wird auf eine jährliche Goldproduktion von 320.000 Unzen über eine Minenlaufzeit von 17 Jahren geschätzt. Cote Gold, das den Optimismus rund um das Projekt weiter untermauert, wird ein AISC von 689 US-Dollar pro Unze Gold und eine interne Rendite nach Steuern von 14 % prognostiziert.

IAMGOLD hat in einem Reserven- und Ressourcen-Update für die Rosebel-Mine weitere organische Wachstumsperspektiven bekannt gegeben. Während die Mine Ende 2016 noch 2 Millionen Unzen an zurechenbaren Reserven aufwies, sind es zum Ende des dritten Quartals 3,5 Millionen Unzen — ein Anstieg um 80 %.

Mehr über Mauretanien

Kinross Gold, das die Gewinnerwartungen der Analysten übertraf, erfreute die Anleger im Mai, als das Unternehmen die Gewinne des ersten Quartals veröffentlichte — die Aktie kletterte um 27 % nach oben. Aber die bemerkenswerteste Nachricht des Jahres 2017 war, dass es sich um Projekte mit organischem Wachstum handelte. Im September gab Kinross seine Entscheidung bekannt, die Erweiterung der Tasiast-Mine in Mauretanien in Phase 2 fortzusetzen. Zusammen mit der Phase-1-Erweiterung wird die Phase-2-Erweiterung voraussichtlich zu einer durchschnittlichen jährlichen Goldproduktion von 812.000 Unzen bei einem AISC von 655 US-Dollar pro Unze führen. Phase 1 und Phase 2 werden voraussichtlich in Q2 2018 bzw. in Q3 2020 mit der Produktion beginnen.

Zusätzlich zum Tasiast gab Kinross seine Absicht bekannt, die Entwicklung des Round Mountain Phase W Projekts in Nevada fortzusetzen. Phase W umfasst unter anderem den Bau eines neuen Auffangbeckens für Lauge und die Verlagerung von Teilen der bestehenden Infrastruktur. Es wird erwartet, dass das Projekt 1,5 Millionen Unzen über die gesamte Lebensdauer der Mine beisteuert und eine geschätzte interne Rendite von 13 % aufweist.

Gold-Investoren: Vorsicht!

Diese fünf Unternehmen — B2G, Franco-Nevada, Gold Fields, IAMGOLD und Kinross Gold — haben bis 2017 mehr als 30 % des Goldpreises erreicht und übertrafen damit den Anstieg des Goldpreises um 12 % im Jahr 2017. Neben dem Anstieg des Goldpreises haben die Aktien von einer Reihe weiterer Faktoren profitiert. Aber auch wenn diese Aktien heller schimmerten als die der Konkurrenten, müssen die Anleger äußerste Vorsicht walten lassen, da das Investieren in Gold mit Risiken behaftet ist.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Scott Levine auf Englisch verfasst und am 03.02.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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