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Lockheed Martin prognostiziert einen großen Gewinn im Jahr 2018

Foto: The Motley Fool.

Lockheed Martin (WKN:894648) Aktie stieg am Montag um 2 %, nachdem das Unternehmen über die Ergebnisse des vierten Quartals und des Gesamtjahres 2017 berichtet hatte. Die Lockheed-Aktien gaben nur einen kleinen Bruchteil eines Prozentes dieses Gewinns am Dienstag zurück, einem Tag, an dem der Dow Jones Industrial Average um fast 1,4% fiel.

Offensichtlich hat Lockheed Martin im letzten Quartal etwas richtig gemacht, aber was? Finden wir es heraus.

Zuerst die schlechte Nachricht

Auf den ersten Blick ist es schwer zu erkennen, worum es bei dem ganzen Getue geht. Lockheed’s Ergebnis im Fiskalquartal Q4 2017… nun, es gab keine Gewinne. Dank einer einmaligen Belastung in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit der Steuerreform“ meldete Lockheed einen Nettoverlust von 2,25 US-Dollar pro Aktie für das Quartal. Wenn die Steuerreform nicht stattgefunden hätte, hätte Lockheed im vierten Quartal gut abgeschnitten. Wirklich gut.

Und nun die gute Nachricht

Lockheed verbuchte im vierten Quartal einen Umsatz von 15,1 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 9 % gegenüber dem vierten Quartal 2016 entspricht. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2017 stieg um 8 % auf 51 Milliarden US-Dollar.

Der bereinigte Gewinn aus laufenden Geschäftsbereichen – ohne Berücksichtigung des Steueraufwands – stieg im vierten Quartal auf 4,30 US-Dollar pro Aktie und für das Gesamtjahr auf 13,33 US-Dollar. Und weil die Steuerbelastung nicht zahlungswirksam war, hinderte es Lockheed nicht daran, im vierten Quartal 1,5 Milliarden US-Dollar an operativem Cashflow zu erwirtschaften (doppelt so viel wie im vierten Quartal 2016) und 6,5 Milliarden US-Dollar für das Jahr (25% mehr als im Vorjahr).

Lockheed Martin CEO Marillyn Hewson nannte diese Ergebnisse „hervorragend“ — da kann man nur schwer widersprechen.

Weitere gute Nachrichten

Ob du es glaubst oder nicht, das war noch nicht alles. Dank einer Bilanzierungsänderung und eines erwarteten niedrigeren Steuersatzes aus der Steuerreform (die Kehrseite der steuerlichen Ergebnisbelastung im vierten Quartal 2017) hat Lockheed Martin den Ausblick für das, was man 2018 voraussichtlich verkaufen und verdienen wird, drastisch angehoben.

Die Umsatzprognose für dieses Jahr wurde auf etwa 50,75 Mrd. US-Dollar angehoben, was im Grunde genommen eine Stagnation gegenüber den Umsätzen im Jahr 2017 bedeutet. Aber Lockheed will eine Betriebsgewinnmarge von 13,5 % auf seine Verkäufe verbuchen und einen Nettogewinn von etwa 15,35 US-Dollar pro verwässerter Aktie ausweisen. Das ist mehr als doppelt so viel wie das Ergebnis des Jahres 2017. Es ist darüber hinaus ungefähr 15 % besser als die bereinigten Einnahmen, die Lockheed eigenen Angaben nach 2017 verdient hätte, wenn die Steuerreform nicht stattgefunden hätte – nicht schlecht für ein Null-Wachstumsjahr.

Es ist auch deutlich mehr, als die Wall Street von Lockheed erwartet hatte. Ab dem letzten Bericht sagten die Analysten, die Lockheed folgen, voraus, dass das Unternehmen in diesem Jahr nur 14 US-Dollar pro Aktie verdienen würde. Lockheed hat gerade versprochen, diese Schätzung um fast 10 % zu übertreffen.

Ein bisschen schlechte Nachrichten

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Lockheed Martins Bericht für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2017 ziemlich prall gefüllt mit guten Nachrichten war, ungeachtet des Nettoverlustes im vierten Quartal. Das soll aber nicht heißen, dass Lockheeds Bericht gänzlich frei von Besorgnis erregenden Nachrichten war.

Dazu gehört vor allem: Im Zuge der Bekanntgabe einer starken Gewinnprognose für 2018 hat das Lockheed-Management auch verraten, dass es in diesem Jahr mit einem starken Rückgang des Cashflows rechnet. Tatsächlich erwartet Lockheed, dass die 6,5 Milliarden US-Dollar an Bargeld, die es 2017 produzierte, 2018 um mehr als die Hälfte schrumpfen werden, auf etwas mehr als 3 Milliarden US-Dollar.

Da die Lockheed-Martin-Aktien jetzt fast 102 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung haben, bedeutet das, dass die Aktie jetzt für fast das 34fache dessen gehandelt wird, was in diesem Jahr produziert werden soll — das ist echt viel, vor allem wenn man bedenkt, dass wir hier über bloßen Cashflow reden, und nicht über freien Cashflow, bei dem die Kosten für Investitionen erst noch abgezogen werden. (Für den Kontext, die Investitionen im Jahr 2017 betrugen 1,2 Milliarden US-Dollar. Wenn Lockheed 2018 wieder so viel Geld ausgibt, könnte der freie Cashflow für dieses Jahr fast halbiert werden, auf nur noch 1,8 Milliarden US-Dollar.)

Kurz gesagt, Lockheed Martin’s freier Cashflow wird langsam zu einem Rinnsal in diesem Jahr – und dementsprechend wird sein Verhältnis vom Kurs zum freien Cashflow viel höher steigen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 02.02.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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