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Ein großes Risiko für Intel

Intel Texas Instruments
Foto: Getty Images

Als die Intel Corporation (WKN:855681) über die Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2017 berichtete, hofften die Investoren auf das Beste, fürchteten aber das Schlimmste. Die Investoren erwarteten Informationen zu den Sicherheitsmängeln, die als Meltdown und Spectre bekannt sind, die die seit Anfang des Jahres die Tech-Welt in Aufruhr versetzten. Diese weitreichenden Sicherheitslücken betrafen fast jeden Chip, den Intel seit Mitte der 90er Jahre produziert hat, und die Investoren befürchteten, dass sie die beeindruckenden Gewinne, die das Unternehmen im Jahr 2017 erzielt hatte, zunichte machen würden.

Die Anleger schienen also erleichtert aufatmen zu können, als Intels CEO Brian Krzanich während der Telefonkonferenz sagte, dass „[w]ir keine wesentlichen Auswirkungen dieses Sicherheitsmangels erwarten“.

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Rekorde

Intel berichtete Rekordumsätze von 17,1 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal,was einem Anstieg von 4 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Diese Leistung übertraf die Konsensschätzungen der Analysten von 16,35 Milliarden US-Dollar und Intels eigene Prognose von 16,3 Milliarden US-Dollar. Anfang letzten Jahres hat Intel das Sicherheitssoftware-Unternehmen McAfee ausgegliedert, was den Vergleich aber etwas verzerrt hat. Ohne den Beitrag von McAfee aus dem Vorjahresquartal erzielte Intel einen Umsatz, der im Vergleich zum Vorjahr sogar um 8 % anstieg.

Intel berichtete auch über einen einmaligen Steueraufwand für die Repatriierung von 5,4 Milliarden US-Dollar. Unter Ausschluss aller einmaligen Posten übertraf der Gewinn pro Aktie mit 1,08 US-Dollar die Konsensschätzungen von 0,86 US-Dollar pro Aktie und Intels eigene Prognose von 0,80 US-Dollar pro Aktie.

Der Umsatz der PC-zentrierten Client-Computing-Gruppe des Unternehmens sank auf 9 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von weniger als 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während das Wachstum in mehreren Schlüsselbereichen zu dem beeindruckenden Quartal beitrug.

Die Umsätze in der Sparte Datenzentren von Intel ohne McAfee stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um beachtliche 21 % und machten 47 % des Umsatzes des Unternehmens aus. Die Sparte Datenzentren, die Chips und Plattformen für Cloud-Computing handhabt, stieg auf 5,58 Milliarden US-Dollar, was 20 % mehr als im Vorjahr ist, und macht nun 33 % des Umsatzes und 55 % des Betriebsergebnisses des Unternehmens aus.

Einige andere Segmente erzielten beeindruckende Zuwächse, obwohl sie einen wesentlich geringeren Anteil des Geschäfts ausmachen. Die Internet of Things-Gruppe wuchs auf 879 Millionen US-Dollar, um 21 % gegenüber dem Vorjahr, während die Sparte Speicherlösungen um 9 % auf 889 Millionen US-Dollar anstieg.

Intels Fokus lag nicht nur auf dem Umsatz. Das Unternehmen reduzierte seine Gesamtausgaben auf 30 % des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr von 33,2 %. Intel hatte bereits angekündigt, diesen Benchmark bis 2019 zu erreichen.

Intel enthüllte, dass es die zusätzlichen Mittel aus der kürzlich verabschiedeten US-Steuergesetzgebung mit den Investoren teilen und seine Dividende um 10 % auf 1,20 US-Dollar jährlich erhöhen würde, während der Vorstand eine vierteljährliche Dividende von 0,30 US-Dollar pro Aktie verkündete. Diese ist zahlbar am 1. März an die Aktionäre, die zum 7. Februar eingetragen sind.

Ein Blick in die Zukunft

Trotz Krzanichs Zusicherungen räumte Intel ein, dass es immer noch das Potenzial für Probleme im Zusammenhang mit den Spectre- und Meltdown-Schwachstellen gibt:

Wir haben uns mit Produktansprüchen, Rechtsstreitigkeiten und nachteiligen Werbeauswirkungen und Kundenbeziehungen konfrontiert, die sich aus Sicherheitslücken und/oder Abwehrtechniken ergeben, auch als Folge von Angriffen wie „Spectre“ und „Meltdown“, die sich nachteilig auf unsere Betriebsergebnisse, Kundenbeziehungen und unseren Ruf auswirken könnten.

Für das erste Quartal 2018 erwartet Intel einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar, plus-minus 500 Millionen US-Dollar und einen Gewinn von 0,65 US-Dollar pro Aktie, plus-minus 0,05 US-Dollar. Dies entspricht einem geschätzten Zuwachs von 5 % im Jahresvergleich zur Mitte der Spanne, wenn man den Beitrag von McAfee zum Vorjahresquartal ausklammert. Das Unternehmen rechnet auch mit einer operativen Marge von 25 %, was einer Steigerung von 67 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Intels Prognose für das Gesamtjahr 2018 von 65 Milliarden US-Dollar, plus-minus 1 Milliarde US-Dollar, und ein Gewinn von 3,55 US-Dollar pro Aktie, plus-minus 5 %, lag vor den Konsensschätzungen von 63,8 Milliarden US-Dollar  und einem Gewinn pro Aktie von 3,27 US-Dollar, was zweifellos zu einer fröhlichen Stimmung unter den Investoren beitrug.

Die Kombination aus besser als erwarteten Ergebnissen, einem Rekordjahr und stärker als erwartet ausgefallenen Prognosen schien alle Bedenken der Investoren hinsichtlich Intels Umgang mit den Sicherheitslücken zu zerstreuen. Aber es ist noch zu früh, um zu sagen, was als nächstes passieren wird..

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The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 03.02.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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