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Alibaba sollte diese 3 Herausforderer fürchten

Die Aktien von Alibaba (WKN:A117ME), dem größten E-Commerce-Unternehmen Chinas, haben sich in den letzten 12 Monaten mehr als verdoppelt. Der Aufschwung der Aktie wurde durch beschleunigtes Umsatzwachstum und verbesserte Rendite ausgelöst. Begünstigt wurde das durch den Ausbau der E-Commerce- und Cloud-Service-Systeme.

Es lohnt sich nach wie vor in Alibaba zu investieren da die chinesische Mittelschicht eine steigende Kaufkraft aufweist. 2015 wurde sie die größten Mittelschicht der Welt. Aus diesem Grund erwarten die Analysten, dass Alibaba in diesem Jahr Umsatz und Ertrag und 55 % bzw. 44 % steigern kann.

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Doch Alibaba ist nicht unbesiegbar und es sieht sich mit  Bedrohungen an mehreren Fronten konfrontiert. Die drei größten Herausforderer, nach denen die Investoren Ausschau halten sollten, sind JD.com (WKN:A112ST), Tencent (WKN:A1138D) und Baidu (WKN:A0F5DE).

JD.com

Die Investoren bezeichnen JD.com, das zweitgrößte E-Commerce-Unternehmen Chinas, manchmal als zweitklassiges Alibaba. Dennoch hat JD.com in den letzten Jahren den Rückstand zu Alibaba’s Tmall verkleinert.

Bereits im Jahr 2014 kontrollierten Tmall und JD.com 54,6 % bzw. 17,7 % des chinesischen E-Commerce-Marktes. Aber bis zum zweiten Quartal 2017 war der Anteil von Tmall auf 51,3 % gesunken, während der Anteil von JD.com auf 32,9 % gestiegen war.

JD.com konnte sich gegen Tmall durchsetzen, da andere kleinere B2C (Business-to-Consumer)-Marktplätze scheiterten. Wohlhabende chinesische Kunden begannen Authentizität über niedrige Preise zu stellen. Das machte JD’s “Zero Tolerance”-Politik für gefälschte Waren zu einer begehrteren Plattform als Alibaba´s Taobao C2C (Customer-to-Customer)-Plattform.

JD.com setzt sich gegen Ali Baba an mehreren Fronten durch. Zum Beispiel bei Logistiknetzwerken und -lösungen, Expansionen in Übersee und im Bereich Luxusgüter.

Tencent

Der größte Investor von JD.com ist Tencent, Chinas größtes Social-Networking-Unternehmen und der weltweit führende Videospielverlag.

Tencent erwarb im Jahr 2014 zunächst 15 % der Anteile an JD.com und erhöhte dann seinen Anteil im Jahr 2016 auf über 20 %.

Tencent’s WeChat, die beliebteste Messaging-App in China, hat weltweit 980 Millionen aktive Nutzer (MAUs) pro Monat. Seine ältere QQ-Messaging-Anwendung erreicht 653 Millionen MAUs, auch sein soziales Netzwerk Qzone hat 568 Millionen MAUs. Das Spieleportfolio umfasst Blockbuster-Spiele wie Honor of Kings, League of Legends und Clash of Clans.

Dennoch ist Tencent nicht sehr präsent im E-Commerce-Markt. Deshalb wurde WeChat Stück für Stück zu einer multifunktionalen Plattform für Lieferungen, Online-Einkäufe, mobile Zahlungen und andere Dienstleistungen ausgebaut.

Um dieses System erweitern zu können, investierte das Unternehmen in JD.com. Gemeinsam mit diesem Unternehmen investierte das Unternehmen in den Drittplatzierten eCommerce-Konkurrenten Vipshop und sie schlossen E-Commerce-Partnerschaften mit den großen Handelskonzernen wie Wal-Mart (der auch eine große Beteiligung an JD.com besitzt) und Carrefour.

Diese Unternehmen teilen alle ihre Käuferdaten und bieten plattformübergreifende Käufe an. Das könnte Alibaba echt wehtun.

Baidu

Ein weiterer wichtiger Partner von JD.com ist Baidu, das etwa 70 % des chinesischen Online-Suchmarktes kontrolliert. Wie Tencent hat auch Baidu keine eigene, aussagekräftige E-Commerce-Präsenz.

Letztes Jahr im August hat Baidu die E-Commerce-Funktionen von JD.com in sein System integriert, so dass die Nutzer JD.com-Produkte direkt aus der App heraus kaufen können. Die beiden Unternehmen haben auch ihre Nutzerdaten gebündelt, wodurch die KI-Technologie von Baidu genutzt wird, um Käufe auf JD.com zu analysieren. Wiederum werden die Daten von JD.com genutzt, um gezieltere Anzeigen auf Baidu zu erstellen.

Baidu’s Deal mit JD.com ist eine direkte Bedrohung für Alibaba. Auch indirekt bedroht Baidu Alibaba. Alibaba dehnt sein System über den E-Commerce hinaus aus, investiert viel Geld in bestimmte Märkte, wie Online Video und Suchmaschinen, die jedoch von Baidu dominiert werden.

Alibaba kaufte auch den mobilen Browser und Suchmaschinenanbieter UCWeb im Jahr 2014, um Baidu herauszufordern. Aber die Shenma-Suchmaschine von UCWeb kontrolliert nur etwa 15 % des Marktes.

Da Alibaba mehr Geld in diese Bemühungen und den Ausbau seiner Systeme investiert, könnte es seinen Fokus verlieren und die Betriebskosten können in die Höhe schnellen.

Die Quintessenz

Alibaba ist nach wie vor einer der Großen in China, mit einem großen Wachstum. Aber die Investoren sollten sich der Gefahren bewusst sein, denen Alibaba ausgesetzt ist. Allein können JD.com, Tencent und Baidu Alibaba wahrscheinlich nicht stürzen.  Aber durch die Bündelung ihrer Ressourcen und die Hilfe von Größen, wie Wal-Mart und Carrefour werden diese Unternehmen zu einem schweren Brocken für Alibaba.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Baidu, JD.com und Tencent Holdings.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 8.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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