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M.I.T. Forscher: U.S. Ölproduktionsschätzungen könnten falsch sein

Irgendwas stimmt nicht mit dem Boom bei der Ölförderung in den USA.

Ja, die USA sind jetzt ein Akteur auf der Weltenergiebühne und produzieren genug, um den OPEC-Mitgliedsstaaten Angst einzujagen. Die Erdölförderung in den USA hat sich in nur 10 Jahren praktisch verdoppelt und nähert sich nun dem Förderniveau des OPEC-Führers Saudi-Arabien.

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US ROHÖLPRODUKTIONSDATEN NACH Y-CHARTS.

Dass die Schieferrevolution die Struktur der amerikanischen Ölindustrie verändert hat, ist eine Untertreibung. Bis dahin war die Ölförderung in den USA von ihrem Höhepunkt in den frühen 1970er Jahren auf einem langsamen, abwärts gerichteten Kurs. Jetzt ist der Himmel die Grenze – mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, der die Unabhängigkeit der Energieversorgung der USA fordert.

Aber nach Ansicht der Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) läuft etwas sehr falsch dabei. In der Tat, die Party könnte schon bald vorbei sein.

Was passiert, wenn man davon ausgeht…

Ölproduzenten und die Investoren verfügen über eine Vielzahl von Datenquellen. Geologische Daten, Kernproben und Schätzungen, die von Experten zusammengestellt wurden, liegen auf dem Tisch bei der Suche nach Rohöl. Eine der wichtigsten Datenquellen für alle Beteiligten ist eine Regierungsbehörde: die U.S. Energy Information Administration (EIA).

Die EIA ist die Stelle, die wöchentliche Daten zu Angebot und Nachfrage sowie die wichtigsten Statistiken zu den Öl- und Erdöllagerbeständen veröffentlicht. Die Agentur veröffentlicht auch längerfristige Prognosen für die Ölförderung in den USA. Derzeit sind die Prognosen der EIA für das langfristige Wachstum der Ölförderung in den USA recht optimistisch:.

BILDQUELLE: USA ENERGY INFORMATION ADMINISTRATION 2017 JÄHRLICHE ENERGIESCHÄTZUNG.

Natürlich erfordert etwas, das so groß ist wie die Schieferrevolution, etwas Forschung.

Zwei MIT-Forscher, Francis O’Sullivan und Justin Montgomery, tauchen in die Daten hinter den Langzeitschätzungen der EIA ein. Was sie bei der Analyse der Daten der EIA gefunden haben, hat sie etwas verwundert.

Sie stellten fest, dass die Annahmen zur Produktivität schon sehr aggressiv waren. Die Schieferrevolution basiert auf der Einführung fortschrittlicher Technologien. In ihren Berichten geht die UVP davon aus, dass die durchschnittliche Produktivität der einzelnen Bohrlöcher ungebrochen hoch bleibt.

Wie wir alle wissen, ist die Wertentwicklung in der Vergangenheit kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Und doch setzt die EIA genau darauf.

Wie in einem kürzlich erschienenen Artikel von Bloomberg beschrieben, haben Montgomery und O’Sullivan die Daten genau untersucht: North Dakota war einer der wichtigsten Nutznießer der Schieferrevolution. Öl, das einst als unmöglich galt, konnte endlich gefördert werden.

Indem die beiden Forscher jedoch die Annahmen der EIA unter Verwendung von Bohrlochdaten korrigierten, stellten sie fest, dass die Gesamtproduktion aus neuen Bohrlöchern die Schätzungen der EIA um weit mehr als 10% unterschreiten könnte. Wie schnell? Bis 2020, also in nur drei Jahren.

Umso interessanter ist es, dass die EIA die Fragen der Forscher nicht beantworten konnte. Als Bloomberg eine für die Exploration und Produktionsanalyse von Öl-, Gas- und Biokraftstoffen zuständige Wissenschaftlerin der EIA, Margaret Coleman, per E-Mail befragte, gab sie zu, dass die MIT-Studie „gültige Punkte erhebt“.

Also sind wir wieder dabei, den größten Teil unseres Öls zu importieren?

In ihrer Antwort wies Coleman Bloomberg darauf hin, dass nur wenige Ölfelder über die detaillierten Bohrdaten verfügen, die das MIT verwendet hat, um die Schätzungen in Frage zu stellen. Das wirft eine berechtigte Frage auf: Was sollte die EIA tun, wenn keine detaillierten Daten vorliegen?

Die andere Kritik am MIT-Forscherbericht ist dir zweifellos schon eingefallen: Wette nicht gegen die Technik. Technologische Fortschritte kommen oft aus dem Nichts, um die Welt zu verändern. Wer sagt, dass gewinnsüchtige Ölkonzerne nicht immer größere Mengen Öl aus dem Boden holen?

Dennoch weisen Montgomery und O’Sullivan darauf hin, dass viele Schieferbohrer die Produktivität in den letzten drei Jahren gesteigert haben, indem sie sich auf die besten Bohrstellen konzentrierten – keine wirklichen Effizienzgewinne. Dies ist eine faszinierende Idee und deutet darauf hin, dass die Investoren sich auf die Schieferbohrer konzentrieren möchten, die wirklich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz haben.

Unterm Strich

Trotz der gültigen Punkte des M.I.T. Forscher, gibt es einfach nicht genug harte Daten, um wirklich umsetzbare Entscheidungen aus ihren Erkenntnissen zu treffen. Ja, zukünftige Schätzungen der Ölproduktion basieren auf Annahmen. Aber um wirklich zu wissen, ob wir uns Sorgen machen sollten, dass die zukünftige Ölproduktion nicht ausreicht, müssten wir qualitativ hochwertige Daten über die unzähligen Bohrungen haben – keine leichte Sache. Deshalb muss die EIA von vornherein Schätzungen vornehmen.

Das Beste, was Öl- und Gasinvestoren in einer Welt der Ungewissheit tun können, ist, sich auf Ölaktien mit einem qualitativ hochwertigen Management zu konzentrieren und Unternehmen zu kaufen, die nicht nur auf kontinuierliche Produktions- und Effizienzsteigerungen angewiesen sind, um die Aktionäre langfristig zu belohnen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Sean O'Reilly auf Englisch verfasst und am 30.01.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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