MENU

Wie Netflix 2017 gerockt hat

Foto: The Motley Fool.

Netflix (WKN:552484) sieht sich mit zunehmender Konkurrenz konfrontiert, aber man kann mit Sicherheit sagen, dass es das einzige Unternehmen ist, das im vergangenen Jahr mehr als 51 Milliarden Stunden an gestreamten Inhalten vorweisen kann.

Das Unternehmen mit Sitz in Los Gatos, Kalifornien, profitiert von seinem gesunden Vorsprung, wenn es darum geht, eine treue Abonnentenbasis aufzubauen und zu lernen, wie man qualitativ hochwertige Originalfilme und -shows produziert, um sie unterhalten zu können.

Die Netflix-Aktien stiegen 2017 um fast 60 %, da die Investoren feststellten, dass das Unternehmen kaum an der Oberfläche seines internationalen Marktes gekratzt hat und in den USA noch Raum für Wachstum hat.

Während Netflix auf ein weiteres Jahr mit Milliarden von Stunden Streaming rund um den Globus blickt, lass uns uns zurückblicken, warum Netflix 2018 genauso rocken wird.

7 Milliarden US-Dollar für Inhalte

Netflix hat 2017 unglaubliche 7 Milliarden US-Dollar für Inhalte ausgegeben, aber die Zeit, die auf seiner Plattform verbracht wurde, und das anhaltende Wachstum der Abonnenten sind beides Beweise dafür, dass seine Strategie funktioniert.

Das Unternehmen hat behauptet, dass es sich lohnt, die großen Summen für qualitativ hochwertige Inhalte auszugeben, um die aktuellen Abonnenten bei der Stange zu halten und potenzielle Kunden anzulocken.

Anfang Dezember veröffentlichte Netflix seine Statistiken für das Jahr. Im Laufe des Jahres sahen die Netflix-Mitglieder auf der ganzen Welt mehr als 140 Millionen Stunden Content pro Tag, was einer Milliarde Stunden pro Woche entspricht.

Netflix sagte, man wolle sein Content-Budget weiter erhöhen, um weiter Top-Filme und Shows zu produzieren, während man gegen die zunehmende Konkurrenz von Amazon (WKN:906866), Apple und bald auch Disney (WKN:855686) kämpft. Im Jahr 2018 rechnet Netflix damit, 7 bis 8 Milliarden US-Dollar für Inhalte auszugeben, sagte Netflix-Finanzvorstand David Wells bei der letzten Telefonkonferenz.

„Unsere Zukunft liegt größtenteils in exklusiven Originalinhalten, die sowohl die Begeisterung für Netflix als auch die enorme Zuschauerzufriedenheit und ihre vielfältigen Geschmacksrichtungen fördern“, schrieb das Unternehmen im Oktober in einem Brief an die Aktionäre.

Nochmal 7 Milliarden US-Dollar Inhalte

Seit 2007 verzeichnet Netflix jedes Jahr einen Anstieg der Abonnentenzahlen. Und im vergangenen Jahr dachten einige Investoren, dass sich der Trend umkehren oder zumindest verlangsamen könnte, weil Netflix das Potenzial in den USA schon ausgeschöpft hatte. Aber sie lagen falsch.

Im vergangenen Januar startete Netflix das Jahr mit einem Knall und kündigte sein bisher größtes vierteljährliches Abonnentenwachstum an. Im vierten Quartal 2016 fügte das Unternehmen 7,05 Millionen Abonnenten hinzu, und die Wall Street schickte die Aktie um etwa 10 % nach oben.

Während des gesamten Geschäftsjahres 2017 konnte Netflix weiterhin Abonnenten gewinnen, obwohl es nie das Wachstum des letzten Quartals des Geschäftsjahres 2016 erreicht hat. Die Streaming-Site hat im ersten Quartal 5 Millionen Abonnenten hinzugewonnen, im zweiten Quartal 5,2 Millionen und im dritten Quartal 5,3 Millionen.

Die Tatsache, dass Netflix im dritten Quartal 2017 850.000 neue Kunden in den USA gewinnen konnte, beweist, dass der Inlandsmarkt noch nicht ausgeschöpft ist. Das Wachstum in den USA lag auch über den Erwartungen der Wall Street, die für das Quartal 810.000 US-Abonnenten erwartet hatte.

Daher sind alle Augen auf Netflix gerichtet, wenn es darum geht, die Gewinne des vierten Quartals 2017 am Montag, dem 22. Januar nach Börsenschluss bekannt zu geben. Könnte das ein weiteres Rekordquartal werden?

NFLX DATEN VON YCHARTS.

Es gibt kein perfektes Jahr

Das perfekte Jahr für eine Aktiengesellschaft gibt es leider nicht. Nicht einmal für eine, die über 51 Milliarden Stunden Streaming in einem einzigen Jahr bieten kann.

Anfang August kündigte Disney an, dass es seinen Vertrag mit Netflix im Jahr 2019 beenden werde, um einen konkurrierenden Dienst zu starten. Netflix verliert nicht nur den Content von Disney, sondern muss sich auch gegen einen weiteren Konkurrenten durchsetzen.

Als Netflix im November seine Gewinne bekannt gab und 4,45 Millionen internationale Abonnenten hinzugewonnen hatte, behauptete der CEO des Unternehmens, Reed Hastings, dass dies ein Zeichen dafür sei, dass das Wachstum des Unternehmens auch ohne Disney in Ordnung sei.

Obwohl dies für manche als neutrale Nachricht gelten könnte, musste Netflix im vergangenen Jahr auch seinen Preis erhöhen. Im Oktober kündigte das Unternehmen einen Anstieg auf 11,99 US-Dollar pro Monat an. Diejenigen, die sich für die 7,99 US-Dollar-Option entschieden haben, waren davon nicht betroffen.

Im Januar 2018 kündigte Amazon eine ähnliche Preiserhöhung für sein Prime Mitgliedschaftsprogramm an, das den Mitgliedern Zugang zu Filmen und Fernsehsendungen, einschließlich Amazon-Originalen, gewährt. Die Mitgliedschaft steigt von 10,99 pro Monat auf 12,99 US-Dollar pro Monat.

Dies ist bedeutsam, weil Amazon im Jahr 2017 schätzungsweise 4,5 Milliarden US-Dollar für Inhalte ausgegeben hat, aber gesagt hat, dass es seine Investitionen in Video im Jahr 2018 erhöhen will.

„Wir bleiben sehr optimistisch im Videogeschäft, und wir freuen uns auf viele interessante neue Projekte am Ende dieses Jahres und auch im nächsten“, sagte Amazon CFO Brian Olsavsky in der Telefonkonferenz.

Amazon nahm auch zwei Golden Globes im Januar mit nach Hause für seine Comedy-Show, The Marvelous Mrs. Maisel. Während Netflix neun Nominierungen für die Globes erhielt, gewann es nur einen Preis, nämlich den für den besten Schauspieler in einer Fernsehkomödie für Aziz Ansaris Rolle in Master of None.

Netflix hat viel zu tun, um seine Spitzenposition auf dem Markt  zu verteidigen. Aber wenn 2018 wie 2017 ist, dann wird Netflix ein weiteres Jahr des Wachstums haben.

Das einfache Geheimnis, die besten Aktien zu kaufen

Wie Warren Buffett einmal sagte, musst du keinen IQ eines Genies haben, um ein großartiger Investor zu sein. Alles was du dafür brauchst ist einfache Mathematik, das Wissen auf welche Zahlen du schauen musst und etwas gesunden Menschenverstand. In unserem kostenlosen Spezialbericht "15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" teilen wir 15 Bilanzkennzahlen mit dir, mit Hilfe derer du die Aktien mit den besten Zukunftsaussichten identifizieren kannst. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu diesem Sonderbericht zu erhalten.

John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstandsvon The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Apple, Netflix und Walt Disney. 

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel von Natalie Walters erschien am 26.1.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool