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Das Management von Netflix spricht über Wachstumstreiber, Ausgaben für Inhalte und Walt Disney

Foto: The Motley Fool.

Im vierten Quartal bewies Netflix (WKN:552484) den Investoren, dass der jüngste Zuwachs der Abonnentenzahlen nicht nur von kurzer Dauer war. Das Unternehmen verzeichnete einen Rekordzuwachs von 8,33 Millionen neuen Streaming-Mitgliedern, verglichen mit 5,3 Millionen Netto-Neuzugängen in Q3 und 7,05 Millionen im Vorjahresquartal. Es war ein „schönes“ Quartal, sagte das Management im vierteljährlichen Aktionärsbrief des Unternehmens.

Sobald die eindrucksvollen Quartalsergebnisse verkündet waren, erhöhte sich auch schon die Netflix-Aktie. In den ersten drei Handelstagen nach der Veröffentlichung legte die Aktie um fast 16 % zu.  Einige Anleger könnten sich angesichts dieses Anstiegs dafür interessieren, wie diese Entwicklung zustande kam. Bei der Netflix-Telefonkonferenz für das vierte Quartal lieferte das Management mehr Informationen über den Abonnentenzuwachs, die Erhöhung der Content-Ausgaben und über die Auswirkungen durch den neuen Streaming-Service von Walt Disney (WKN:855686).

Die treibenden Kräfte hinter Netflix‘ beeindruckendem Abonnentenwachstum

Das Management hat sich in seinem Aktionärsbrief für das vierte Quartal mit dem über den Erwartungen liegenden Abonnentenwachstum befasst, allerdings wurden keine konkreten Aussagen getroffen. Es wurde einfach mitgeteilt, dass ein starker Content und ein kontinuierliches Wachstum im Internet-TV eine Schlüsselrolle für das Wachstum spielten. Über die Telefonkonferenz teilte das Management aber mehr Details über das Wachstum im vierten Quartal mit.

Netflix Chief Content Officer Ted Sarandos bezeichnete den neuen Film Bright und die zweite Staffel von Stranger Things als Inhalte, die „nicht nur bei Zuschauern und Konsumenten sehr gut ankamen, sondern auch überregional interessant waren, was bedeutet, dass die Sendungen fast die gesamte Mitgliederbasis erreichten“.

Netflix-CEO Reed Hastings verwies in diesem Zusammenhang auch auf die signifikanten Auswirkungen des Gesamtwachstums im Internet-TV und sprach von einem weltweiten Trend, da Hulu und YouTube ebenfalls wachsen. „Es ist großartig, dass wir mit dieser beachtlichen internetbezogenen Wandlung Schritt halten und dass wir unsere Mitglieder mit diesem außergewöhnlichen 8-Millionen-Netto-Quartal zufrieden stellen“, erklärte Hastings.

Schließlich gab David Wells, CFO von Netflix eine gewisse konservative Einschätzung des Managements in Bezug auf die jüngsten Preisänderungen und deren Auswirkung auf das Kundenwachstum zu. Die höheren Preise hatten jedoch offensichtlich keine negativen Auswirkungen.

Die Ausgaben für starke Inhalte werden sich nicht auf 8 Milliarden US-Dollar belaufen.

Auf die Frage nach Netflix‘ beeindruckendem Vorsatz, im Jahr 2018 7,5 bis 8 Milliarden US-Dollar für neue Inhalte auf Gewinn-und-Verlust-Basis auszugeben, antwortete Hastings, er erwarte nicht, dass die Kosten für Content auf diesem Niveau bleiben werden.

Sicherlich werden die Kosten in den Jahren 2019 und 2020 definitiv höher sein. Es ist nicht davon auszugehen, dass 8 Milliarden US-Dollar eine fixe Begrenzung der Ausgaben bedeutet. Stattdessen stellt die Summe lediglich eine Momentaufnahme dar, da “wir sowohl die Einnahmen als auch unser Content-Budget erhöhen werden.”

Sarandos erläuterte, wie  Netflix über die Ausgabenentwicklung für Content entscheidet:

Wir investieren in die Zukunft, basierend auf dem Vertrauen in uns selbst, und irgendwann, wenn wir nicht aufpassen, dann haben wir irgendwann einen Punkt erreicht, an dem die Erträge abnehmen. Und das haben wir noch nicht erreicht.

Netflix lobt Disney’s Streaming-Pläne

Das Netflix-Management sprach Disney großes Lob aus und zeigte sich optimistisch in Bezug auf deren neuesten strategischen Entscheidungen. Dabei geht es um  den Erwerb von Vermögensanteilen in Höhe von etwa 52 Milliarden US-Dollar  an Twenty First Century Fox (WKN:A1WZP6) und den Plan, einen Streaming-Service zu starten.

Hastings erklärte:

“Nun, ich war genauso überrascht wie jeder andere, dass Fox bereit war, zu verkaufen. Kabelnetze in einem Bundle zusammenzufassen, sorgt bei der Preisgestaltung für einen großen Machtfaktor gegen MVPDs [(Multichannel Video Programming Distributoren)]. Ich kann die attraktiven Vorteile jedenfalls deutlich erkennen. Und dann stellen sie auch noch einen Disney-Direktkundenservice zusammen, der unserer Meinung nach sehr erfolgreich sein wird, da Disney über superstarke Marken verfügt.”

Bedeutet der voraussichtliche Erfolg von Disney mit seinem Streaming-Service, dass Netflix in Schwierigkeiten steckt? Nicht laut Hastings. „Wir sehen es nicht als Bedrohung für uns, genauso wenig wie Hulu, aber es ist eine große Chance für sie“, sagte er.

Insgesamt hat Netflix mit der Telefonkonferenz im vierten Quartal die beeindruckende Leistung des Unternehmens und die Stärke seiner Marktchancen untermauert, da sich die Konsumenten immer mehr dem Internet-TV zuwenden.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix und Walt Disney

Dieser Artikel von Daniel Sparks erschien am 25.1.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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