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Snap hat ein Management-Problem

Quelle: Media Kit Snap Inc.

Snapchats Mutterfirma Snap (WKN:A2DLMS) ist Berichten zufolge dabei, noch eine weitere hochrangige Führungskraft zu verlieren. Diesmal geht es um Tom Conrad, der derzeit als Product Vice President von Snap fungiert. Conrad kam im März 2016 zu Snap, nachdem er ein Jahrzehnt bei Pandora verbracht hatte, wo er als Chief Technology Officer des Musik-Streaming-Unternehmens tätig war. Conrad plant, Snap im März zu verlassen, wahrscheinlich erst dann, weil dann einige Aktien in seinen Besitz übergehen.

Conrad verlässt Berichten nach die Tech-Industrie ganz und gar und will andere Sektoren „näher an der Kunst“ erforschen, wobei einer seiner direkten Untergebenen seine Verantwortung übernimmt. Das alles wurde neulich von TechCrunch gemeldet.

Eine schlechte Kombination

Die Nachricht kommt, da Snap gerade dabei ist, sein bisher größtes App-Redesign auf den Markt zu bringen, was erhebliche Risiken für das Unternehmen mit sich bringt. Das gilt umso mehr, als viele Teile von Snapchat außerhalb der zentralen Foto/Video-Messaging-Funktion unter Engagementproblemen leiden, darunter auch der wichtige Abschnitt „Discover“.

Erst vor wenigen Monaten gab Snap bekannt, dass auch sein Chefingenieur Tim Sehn zurückgetreten ist. Sehn teilte dem Unternehmen mit, dass er am selben Tag zurücktrat, an dem Snap die schlechten Ergebnisse des dritten Quartals berichten musste. Ein Produkt kurz nach dem Verlust eines Engineering Exec zu verlieren, ist eine schreckliche Kombination, die noch mehr Turbulenzen zu erzeugen droht, während Snap sein Kernprodukt erneuert.

Erstes Feedback von Nutzern, die die neue Version testen, klingt nicht gut: 83 % der Bewertungen sind negativ. So sperrig wie die ältere Version zu benutzen war, die neue Version scheint irgendwie noch unintuitiver zu bedienen.

Noch mehr Probleme

Snap hat auch sein Hardware-Team im September umstrukturiert, nachdem die Brille Spectacles gescheitert war. Business Insider berichtete im vergangenen Sommer, dass das Unternehmen nur fünf Monate nach dem Börsengang drei weitere Führungskräfte verloren hat, darunter den Leiter der Personalabteilung, den Vice President of Security und den General Counsel. Ein weiterer leitender HR-Manager wurde im November entlassen, nur fünf Monate nach seinem Eintritt, so The Information. Wenn überhaupt, scheint sich das Tempo der Abwanderung von Führungskräften zu beschleunigen, was wenig Vertrauen bei den Anlegern schafft.

Die ganze Zeit über entlassen Snap auch andere Mitarbeiter das Unternehmen, es gab mindestens drei Runden von Entlassungen seit September, nachdem Snap zu optimistisch eingestellt hatte. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich von Ende 2015 bis Mitte 2017 vervierfacht.

Snap befindet sich bereits im Turnaround-Modus, und die Aussichten werden nicht gut seit, wenn Führungskräfte weiterhin das Schiff verlassen.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Evan Niu erschien am 26.1.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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