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„Wie lege ich 10.000 Euro richtig an?“

Als ich vor Kurzem durch einen lokalen Buchladen stöberte, stolperte ich regelrecht über einen Finanzratgeber. Der Titel des Werks? Sinngemäß die titelspendende Frage, sprich, Wie lege ich 10.000 Euro richtig an?

Natürlich konnte ich an diesem vermeintlich heiligen Gral nicht einfach vorbeischlendern. Zu groß war die Neugierde, zu groß die Verlockung mir die Antwort auf diese spannende Frage ja nicht entgehen zu lassen.

Die Ernüchterung… beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses

Doch schnell war es aus mit der Spannung. Denn bereits beim Durchblättern des Inhaltsverzeichnisses entdeckte ich ein breites Sammelsurium an allem, was die Anlagewelt zu bieten hat.

Festgeld, Tagesgeld, Lebensversicherung, Aktivfonds, Immobilien, ETF, Einzelaktien und als Special Effect gewissermaßen: Robo Advisor.

Nach nicht einmal zwei Minuten legte ich das Buch wieder zurück ins Buchregal.

Zu renditearm, zu breit, zu unrealistisch

Denn letztlich handelte es sich hierbei nur um ein grobes Allgemeinwissenbuch um Geldanlage per se. Die Beantwortung der Frage, wie man 10.000 Euro richtig anlegt, schien mir in Anbetracht der Breite nicht mehr realistisch zu sein.

Ferner sind Tagesgeld, Festgeld und Lebensversicherung alles andere als renditestark. Immobilien sind, zumindest außerhalb von Fonds, bei den beschränkten Mitteln zudem ein wenig realitätsfern. Man hätte das Buch folglich auch deutlich kürzer fassen können, indem man sich auf die wirklich relevanten Aspekte bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro beschränkt. Sprich: Aktien, Fonds und natürlich ETFs.

Diese verbleibende Weisheit passt in zwei kleine Foolishe Artikel

Wenn wir von diesen zwei Alternativen dann noch die teure Aktivfondsvariante abziehen, bleiben letztlich nur noch Einzelaktien und ETFs übrig. Uff, der Inhalt des Buchs wurde so eben noch einmal verkürzt.

Und zur idealen Lösungsfindung zwischen diesen beiden Alternativen empfehle ich dir schlussendlich einen Blick in diesen Artikel, der sich mit den Vor- und Nachteilen von Stock Picking beziehungsweise ETFs auseinandersetzt. Damit weißt du im Grunde bereits das Wesentliche über eine realistische, Foolishe Art, 10.000 Euro effizient zu investieren.

Was du daher im Endeffekt wohl wirklich überlegen solltest, ist, ob du solche Ratgeber nicht lieber meiden solltest. Denn zum einen wird der Erkenntnisgewinn eher gering sein und du kriegst ihn beim Anschmeißen des Internets in aller Regel auch kostenlos. Zum anderen dürftest du nach dem Erwerb eines solchen Buchs außerdem nur noch in etwa 9.9xx Euro zur Verfügung haben. Damit wäre der Titel so mancher Bücher wohl bereits wieder hinfällig.

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