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Unglaublich: Erste ETFs bereits hundertmal günstiger als viele Fonds

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Der weltweite Trend hin zu ETFs ist ungebrochen. Mitte des letzten Jahres waren allein in den USA circa 3.000 Milliarden oder anders gesagt 3 Billionen US-Dollar in ETFs investiert.

Das ist ein begrüßenswerter Trend, schließlich schneiden die meisten Aktienfonds nach Kosten viel schlechter als der breite Aktienmarkt ab. Viele aktive Fonds haben ohnehin gar nicht das Ziel, den Markt zu schlagen, sondern werden von Versicherungen und Vermögensverwaltern aufgesetzt, um Millionen und Milliarden mit hohen Gebühren unter Verwaltung zu haben.

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Das heißt, viele aktive Fonds versuchen gar nicht erst wirklich, den Markt zu schlagen, denn sie haben sowieso fast marktgleiche Portfolios. Alle anderen haben gemeinsam, dass die hohen Kosten ein Klotz am Bein sind. Die neuesten Entwicklungen zeigen, dass ETFs auf der Kostenseite mittlerweile einen gigantischen Vorsprung haben.

So unglaublich günstig sind manche ETFs

Auch wenn es mittlerweile eine Vielzahl an exotischen ETFs gibt, ist es doch meistens ratsam, sich an die etablierten Indizes mit jahrzehntelanger Historie zu halten. Und genau das machen die meisten Anleger auch brav und sparen gigantische Summen in ETFs, die den DAX, S&P 500 oder MSCI World replizieren.

Genau dort wirkt der Markt, wie er wirken soll. Große ETF-Anbieter konkurrieren miteinander darum, wer die gängigen Indizes zu den besten Konditionen replizieren kann, so dass möglichst viel von der Indexrendite auch nach Kosten übrig bleibt. Der amerikanische Markt ist hier vorbildlich, in einigen Fällen werden hier bereits ETFs mit jährlichen Kostenquoten von 0,03 % verwaltet.

Auch in Deutschland gibt es DAX-ETFs schon zu sehr günstigen Konditionen, manche sind mittlerweile bei Gesamtkostenquoten von knapp unter 0,1 % angekommen.

So teuer sind viele aktive Fonds

So ganz exakt weiß man die Kosten eines Fonds eigentlich nie, da die Kosten für den Handel von Wertpapieren immer ein wenig schwanken. Da ein Index zumeist relativ stabil bleibt und aktive Manager so hyperaktiv sein können, wie sie wollen, ist das Trading bei aktiven Fonds also einer großen Schwankungsbreite ausgesetzt. Die Transaktionskosten werden aber unbefriedigenderweise in den gängigen Kostenkennzahlen nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus langen viele aktive Manager natürlich auch bei ihren Verwaltungsgebühren ordentlich zu. Hier reicht ein Blick auf die Total Expense Ratio, oft abgekürzt als TER, oder die Ongoing Charges, auf Deutsch laufende Kosten, um zu wissen, zu welcher Summe sich Verwaltungsgebühren und andere Fixkosten aufaddieren.

Wer eine kurze Suche auf der deutschen Seite von Morningstar durchführt, kann alle Fonds nach ihren laufenden Kosten sortieren. Es lassen sich dabei ein paar schockierende Ausreißer finden, deren laufende Kosten höher als 8 % pro Jahr sind, aber vor allem sieht man schnell, dass hunderte Fonds laufende Kosten von über 3 % haben.

Damit haben mittlerweile die eher teuren Fonds verglichen mit den günstigsten ETFs das Hundertfache an jährlichen Kosten. Solange sich aktive Fonds nicht in großen Schritten in die Richtung von ETFs bewegen, dürfte und sollte der ETF-Trend ungebrochen bleiben.

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