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Mit 35 in den Ruhestand: Geht nicht? Geht doch!

Foto: Getty Images.

Wenn die meisten von uns an ihren Ruhestand denken, sehen sie ihr künftiges Ich wohl in etwa in der Generation der zwei Personen auf dem Titelbild. Wenn du ganz besonders pessimistisch bist, vielleicht auch noch ein paar Jahre älter. Man weiß ja schließlich nicht, was unsere Gesetzgeber in puncto Rente noch Übles mit uns vorhaben.

Ausgefuchste Investoren planen womöglich ein paar Jahre oder vielleicht auch ein Jahrzehnt eher in Rente zu gehen. Aber ein Ruhestand mit 35?! Für viele höchstwahrscheinlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt undenkbar, egal wie früh man angefangen hat zu planen.

Doch ein Ehepaar hat dieses Ziel erreicht!

Zu deiner Verwunderung kann ich dir an dieser Stelle allerdings sagen, dass es wohl nicht gänzlich im Bereich des Undenkbaren liegt. Zumindest wenn du Steve und Courtney Adcock fragst.

Das Ehepaar hat es nämlich geschafft, wie der Buisness Insider kürzlich berichtete. Seit Dezember 2016 haben die beiden genügend Geld beiseitegelegt, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Mit eben jenen 35, wohlgemerkt.

Bestimmt fragst du dich nun, wie die beide das geschafft haben. Und auch das werde ich dir selbstverständlich nicht vorenthalten.

Nur 3 1/2 Schritte waren alles in allem notwendig

Im Grunde war es eigentlich relativ simpel und sehr Foolish. Ihr Erfolgsrezept beruhte im Wesentlichen auf drei einfachen Schritten, die grundsätzlich jeder nachahmen könnte.

  1. Sparen: Am Anfang dieses ambitionierten Vorhabens stand das Sparen. Doch konnten Steve und Courtney für ihren Plan natürlich nicht lediglich kleinere Anteile ihres Einkommens beiseitelegen. Nein, sie haben sich stark eingeschränkt. Wie ich bei meinen Recherchen gelesen habe, haben sie stets in etwa 70 % ihres Einkommens beiseitegelegt. Ihr zeitliches Ziel war schließlich außerordentlich. Und genauso außerordentlich war dementsprechend der Sparaufwand, den sie betrieben haben.
  2. Investieren: Das ersparte Geld haben sie in Zeiten der niedrigen Zinsen aber nicht einfach unter das Kopfkissen gelegt. Nein, sie haben es investiert. Falls du jetzt an Bitcoin, Ripple oder eine sonstige Kryptowährung denkst, muss ich dich enttäuschen. Denn Steve und Courtney haben ihr Geld in Fonds, sprich höchstwahrscheinlich in Aktien angelegt.
  3. Regelmäßig Investieren: Aber nicht nur das. Zudem haben sie regelmäßig investiert und ihr Geld kontinuierlich via Sparplan angelegt. Dabei haben sie (egal ob bewusst oder unbewusst) vom Cost-Average-Effekt profitiert. Ein sehr schlauer Schachzug, wenn du mich fragst.
  4. Zeit: Als letztes haben sie ihren Investitionen Zeit gegeben. Kein Daytrading. Kein Zocken. Sondern ganz einfach Foolishes Investieren mit langfristigem Zeithorizont. Nach Aussage von Steve haben die zwei nach den jeweiligen Käufen ihre Investments sogar regelrecht vergessen.

Ich denke, du wirst mir zustimmen, dass diese Schritte eigentlich von uns allen geleistet werden könnten.

Fragen, die noch offen geblieben sind

Leider blieben in dem Bericht über die zwei Vorruheständler aber einige durchaus interessante Aspekte offen. Zum einen wäre mit Sicherheit interessant, mit wie viel Startkapital die zwei ihre Reise begonnen haben. Auch ihr monatlich verfügbares Einkommen, beziehungsweise die quantitative Dimension der 70 %igen Sparrate würde mich zumindest interessieren.

Genauso wie selbstverständlich die Produkte oder die zugrunde liegenden Aktien, in die die beiden investiert haben. Um mit 35 Jahren in den Ruhestand gehen zu können, dürften mit Sicherheit marktschlagende Renditen erreicht worden sein. Hierauf erhalten wir aber, wie gesagt, keine Antworten.

Letztlich zeigt uns dieses Beispiel aber selbst ohne Beantwortung dieser Fragen, dass wir bei unseren Ruhestandsplanungen in gewissem Maße unseres eigenen Glückes Schmied sind. Worauf wartest du also noch? Je eher du anfängst deine persönliche Ruhestandplanung anzugehen und je eher du einige Schritte der zwei Beispielruheständler nachahmst, desto eher wirst auch du womöglich in den Vorruhestand übergleiten können.

Selbst wenn das Alter von 35 nicht mehr realistisch bei dir ist, dürfte wohl so einiges besser sein, als die gesetzliche Rente mit 67. Zumal dann noch fraglich ist, ob diese überhaupt reicht.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen.

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