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Das würde mich wirklich überraschen… wenn es wahr wäre

Foto: Getty Images

Bloomberg veröffentlichte einen Artikel mit der Überschrift „Artificial Intelligence Nears the Summit of Hype in Davos“(Künstliche Intelligenz erreicht den Gipfel des Hypes in Davos). Es war eine ziemlich zynische Sichtweise auf die Art und Weise, wie die führenden Vertreter aus Wirtschaft und Politik während der Konferenz in Davos über die KI sprachen.

Ich finde es erfrischend, das zu hören. Für mich scheint es, als ob alles, worüber die Leute reden möchten, die Blockchain ist. Welche, meiner Einschätzung nach, nicht einen Bruchteil des Potenzials der KI hat.

Vielleicht liegt der Zynismus daran, dass die Formen der künstlichen Intelligenz in unserer heutigen Welt so unglaublich weit verbreitet sind, dass wir sie regelmäßig für selbstverständlich halten. Das war von zentraler Bedeutung für das, was ich Anfang der Woche über KI geschrieben habe.

Wenn die Leute vergessen, dass eine Stimme in ihrem Auto, die ihnen sagt, wohin sie fahren müssen, künstliche Intelligenz ist, dann ist es doch nur natürlich, dass sie das Potential dahinter komplett vergessen. Vielleicht denken sie ja auch nur an einen Roboter-Butler, wenn sie “künstliche Intelligenz” hören.

Natürlich haben einige der Kommentare über die künstliche Intelligenz aus Davos einen, sagen wir mal, strengen Beigeschmack. Wie der Bloomberg-Autor anmerkte, sagte ein Teilnehmer, dass die künstliche Intelligenz wichtiger sein wird als die Beherrschung des Feuers oder der Elektrizität durch die Menschheit.

Das klingt natürlich etwas lächerlich. Allerdings könnte man die Größenordnung der künstlichen Intelligenz schon leicht überschätzen. Das ist ein Problem, wenn man versucht, solche massiven technologischen Veränderungen miteinander zu vergleichen.

Der Einsatz von Feuer scheint so bahnbrechend und wichtig gewesen zu sein, weil es einer der ersten war. Das Feuer ermöglichte so viel mehr, auf das wir heute angewiesen sind — selbst den Strom. Aber das haben diese technologischen Veränderungen nun mal so an sich. Sie bauen auf der vorhergehenden Technologie, neuen Entdeckungen und Entwicklungen auf, um etwas Neues zu schaffen, das uns weiter nach vorne bringt.

Wenn wir es auf diese Art und Weise sehen, dann scheint mir der Vergleich von künstlicher Intelligenz mit Elektrizität oder Feuer kein bisschen übertrieben.

Vielleicht geht es hier wirklich um das Timing. Das heißt, wie lange es dauern wird, bis die KI alles durchdringt.

In gewissem Maße tut sie das bereits. Wenn ich durch die Stadt fahre, in die ich gerade gezogen bin, gibt es eine KI-gesteuerte Stimme, die mir sagt wohin ich fahren muss. Wenn ich meine Email öffne, hat ein Algorithmus diese in verschiedenen Kategorien sortiert und wahrscheinlich Spam entfernt. Wenn ich mich am Ende des Tages vor den Fernseher sitze, verwendet Netflix KI-Algorithmen, um mir vorzuschlagen, was ich mir vielleicht anschauen möchte.

Was noch?

Die Wahrheit ist, dass das Zeitalter der künstlichen Intelligenz bereits da ist. Es passiert direkt vor unseren Augen und daher müssen die Führungskräfte sich damit beschäftigen und können nicht einfach den Kopf in den Sand stecken. Für diejenigen Unternehmen, die mit der Einführung der KI spät dran sind, wird es vielleicht keine Möglichkeit geben, diesen Rückstand noch aufzuholen.

Als Investor gefällt mir dieses Potenzial natürlich sehr gut. Aber es geht nicht nur darum, in “KI-Unternehmen” zu investieren. Wenn wir über die Branchengrenzen hinausblicken, gibt es fast unendlich viele Möglichkeiten, wie die KI alles verbessern kann. Die Unternehmen, die KI-Technologien und -Anlagen entwickeln, werden davon profitieren, aber auch die Unternehmen, die sie am geschicktesten einsetzen.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf möchten wir uns zum Wochenende Einige der Top-KI-Artikel auf Fool.de des letzten Jahres noch einmal ansehen.






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Matt besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Netflix.

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