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Aktien im Rückblick: Gewinnmitnahmen nach DAX-Rekord, schwacher US-Dollar drückt die Kurse

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In der ersten Hälfte der zu Ende gehenden Börsenwoche behielt der DAX seinen Aufwärtskurs bei und erreichte ein neues Rekordhoch knapp unter der 13.600er-Marke. Danach setzten Gewinnmitnahmen ein, die von Marktbeobachtern mit dem hohen Euro-Kurs begründet wurden. Die Gemeinschaftswährung übersprang am Donnerstag die Hürde von 1,25 US-Dollar.

Was geschah an der Börse?

Der Wochenauftakt verlief freundlich: Der DAX (WKN:846900) verbesserte sich um 0,2 % auf 13.464 Punkte. Marktbeobachter verwiesen auf den Beschluss des SPD-Parteitages vom Wochenende, der die Parteiführung ermächtigte, Koalitionsverhandlungen mit der CDU aufzunehmen. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass es in Deutschland bald zu einer stabilen Regierung komme, so die optimistische Schlussfolgerung.

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An die Spitze der DAX-Werte setzte sich die Deutsche Bank (WKN:514000), deren Aktie vom Renditeanstieg am US-Anleihenmarkt profitierte und mit einem Plus von 2,9 % aus dem Handel ging. Tagesverliererin war die Lufthansa (WKN:823212) deren Anteilscheine 1,9 % abgaben.

Am Dienstag sorgten New Yorker Börsen, an denen die Aufhebung der US-Haushaltssperre und gute Unternehmenszahlen die Kurse anschoben, für zusätzliche Kauflaune. Der deutsche Leitindex erreichte im Verlauf der Handelssitzung ein neues Rekordhoch von 13.597 Zählern und ging beim Stand von 13.560 Punkten mit einem Aufschlag von 0,7 % in den Feierabend.

Europaweit waren Papiere aus der Medizin- und Medikamentenbranche gefragt, da am Vorabend in den Vereinigten Staaten Biotech- und Pharma-Titel stark zugelegt hatten. In Frankfurt verbuchten die Dividendentitel von Bayer (WKN:BAY001) mit 3 % den größten Tagesgewinn im DAX.

Die im TecDAX (WKN:720327) notierte Aktie von Wirecard (WKN:747206) war wieder einmal das Ziel einer Leerverkaufsattacke eines bisher unbekannten Research-Anbieters. Nach der Veröffentlichung einer „Studie“ brach der Kurs des Zahlungsdienstleisters im zweistelligen Prozentbereich ein. Das Unternehmen dementierte die Anschuldigungen. Am Ende verblieb ein Abschlag von 4 %.

Nach dem Rekord vom Vortag setzten am Mittwoch Gewinnmitnahmen ein. Als deren Begründung diente der hohe Wechselkurs des Euro: Die Gemeinschaftswährung erreichte mit 1,24 US-Dollar ein Dreijahreshoch. Der DAX gab 1,1 % auf 13.415 Zähler ab.

Besonders schlecht war die Stimmung bei Technologiewerten, da der US-Konzern Texas Instruments am Vorabend mit seinem Geschäftsausblick enttäuscht hatte. Die Folge: Mit einem Minus von 3,8 % wurden die Titel des Halbleiterproduzenten Infineon (WKN:623100) ans untere Ende der Standardwerte-Tabelle durchgereicht. Tagessieger war die Aktie der Deutschen Börse (WKN:581005), die 1,9 % zulegte.

Die US-Währung schwächelte weiter. Am nächsten Tag übersprang der Euro die Marke von 1,25 US-Dollar. Die Folge: Auch am Donnerstag entschied sich die deutliche Mehrheit der Marktakteure für Gewinnmitnahmen. Das Frankfurter Börsenbarometer fiel um 0,9 % auf 13.298 Punkte.

Den größten Kursverlust bei den Blue Chips verbuchte die Aktie der Deutschen Post (WKN:555200), die um 3 % nachgab. Grund zur Freude hatten die Aktionäre des Industriegase-Spezialisten Linde (WKN:648300): Ihre Papiere zogen wegen guter Unternehmenszahlen, die der künftige Fusionspartner Praxair vorgelegt hatte, um 2,5 % an und setzten sich damit an die DAX-Spitze.

Nach den deutlichen Verlusten der Vortage deutete sich am Freitagnachmittag ein versöhnlicher Wochenausklang an. Um 16:30 Uhr zeigte der DAX ein Plus von 0,3 %.

Wie geht es weiter?

Am Montag (29.01.) informieren uns Statistiker über die Entwicklung der persönlichen Einkommen und Ausgaben der US-Bürger im Dezember. Der Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin legt Quartalszahlen vor.

Am Dienstag (30.01.) veröffentlicht die Software-Schmiede SAP (WKN:716460) ihr Jahresergebnis. In den USA berichten u. a. AK Steel, AMD, Electronic Arts, Harley Davidson und Nucor über das vierte Quartal.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Electronic Arts, Linde und Nucor.

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