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Wird Apple diese riesige Chance verpassen?

Foto: The Motley Fool

Der Markt für intelligente Lautsprecher war im vergangenen Jahr in Flammen. Die Consumer Technology Association schätzt, dass sich der Absatz von intelligenten Lautsprechern in den USA im Jahr 2017 auf 25 Millionen Einheiten mehr als verdreifacht hat. Allein die Urlaubszeit entpuppte sich als riesiger Wachstumstreiber für intelligente Lautsprecher: 11 Millionen Geräte wurden in nur drei Monaten ausgeliefert.

Dies ist eine gute Nachricht für Amazon (WKN:906866) und Alphabet (WKN:A14Y6F) Google, die ersten in diesem Markt dank der wachsenden Akzeptanz ihrer Alexa- und Google-Assistenten-basierten Systeme. Amazon beherrschte im dritten Quartal 2017 67 % des weltweiten Marktes für intelligente Lautsprecher, gefolgt von Google mit 25 %, so die neuesten verfügbaren Daten von Strategy Analytics.

Allerdings ist der Smartphone-Riese Apple (WKN:865985) nirgendwo zu sehen, trotz seiner frühen Bemühungen, eine Delle in diesem Markt zu machen. Mal sehen, warum.

Das Problem mit Apples Smart-Home-Strategie

Es ist überraschend zu sehen, dass Apple die Revolution der intelligenten Lautsprecher verpasst. Der intelligente virtuelle Assistent Siri des Unternehmens wurde 2011 eingeführt, so dass Cupertino bereits einen Vorsprung vor Amazon im Bereich der Sprachassistenten hatte, als Alexa noch nicht im Bild war. Aber anscheinend hat man es versäumt, diese Chance zu nutzen.

Apple kündigte offiziell seine Smart-Home-Plattform HomeKit im Juni 2014 an. Cupertino hatte Entwicklern Zugriff auf die Programmierschnittstelle (API) gewährt, so dass sie die Steuerung aller Smart-Home-Geräte in einer einzigen Plattform zentralisieren konnten. Die HomeKit-Plattform bietet die Möglichkeit, jedes Smart-Home-Gerät mit Siri von Apple zu steuern.

Der Start sah vielversprechend aus, da Amazons Alexa noch nicht auf den Markt kam, aber Apples Entwicklung scheinbar hinter dem Zeitplan zurückblieb. Cupertino brauchte volle zwei Jahre.

Unterdessen debütierte Amazon im November 2014 mit dem immer aktiven, immer angeschlossenen Echo-Smart Speaker, der auf der digitalen Assistentin Alexa basiert. Fast zwei Jahre sind seit dem Start von Apples Home App vergangen, aber es gibt nicht genug Geräte auf dem Markt, die mit der Plattform funktionieren.

Dies ist auf die strengen Hardware- und Software-Anforderungen von Apple zurückzuführen, die jeder Hersteller erfüllen muss, um HomeKit-basierte Lautsprecher oder andere Smart-Home-Produkte zu entwickeln. Amazon hingegen verkauft Entwicklungskits von Chipherstellern wie Synaptics auf seiner Entwickler-Website für nur 349 US-Dollar.

Amazon hat proaktiv mit intelligenten Lautsprechern gearbeitet und eine Reihe verschiedener Echo-Geräte zu verschiedenen Preisen auf den Markt gebracht, um die Smart-Home-Gelegenheit anzugreifen. Apple wird seinen HomePod Smart Speaker sehr bald auf den Markt bringen, aber das wird den Status quo nicht ändern.

Hat Apple den Zug verpasst?

Ich habe bereits erwähnt, dass Amazon und Google eine frühe Führungsposition in diesem Markt eingenommen haben. Apple wird es ziemlich schwer haben, aufzuholen. Google zum Beispiel hat kürzlich angekündigt, dass es mit 15 Herstellern zusammenarbeitet, die intelligente Lautsprecher auf Basis des Google Assistant Systems herstellen werden.

Darüber hinaus werden vier Partner Lautsprecher mit integriertem Smart Display herstellen. Dies könnte Googles Vorsprung gegenüber Apple in diesem Bereich vergrößern und helfen, näher an Amazon heranzukommen, da die Nutzer seiner intelligenten Anzeigesysteme in der Lage sein werden, Ergebnisse zu sehen und zu hören, was sich als ein großes Verkaufsargument erweisen könnte.

Beispielsweise kann das intelligente Display von Google den Verkehr auf einer Route anzeigen oder eine grafische Darstellung der Position liefern. Das Unternehmen kann auf sein umfangreiches Suchmaschinen-Know-How zurückgreifen, um Ergebnisse aus dem Internet abzurufen und verschiedene Empfehlungen auf dem Bildschirm anzuzeigen, die auf den Gewohnheiten des Nutzers basieren.

Amazon verkauft seine eigene Version mit Display, bekannt als Echo Show, für 229 US-Dollar. Also, Apple ist deutlich hinter seinen Konkurrenten in diesem Rennen. Aber selbst wenn es auf den Markt kommt, könnte es wegen des hohen Preises und der Tatsache, dass es sich eher an Musikliebhaber als an Smart-Home-Kunden richtet, schwierig werden.

Ein Blick auf Apples HomePod-Produktseite verdeutlicht, dass das Unternehmen „das Hörerlebnis auf eine ganz neue Ebene heben will“. Natürlich erwähnt Apple, dass es Smart-Home-Funktionen hat, die es den Nutzern ermöglichen, die Lichter über Siri zu steuern, aber das war’s dann auch schon.

Apple ist zu spät gekommen, und das könnte sich in einer Zeit, in der billigere und leistungsfähigere Geräte von Konkurrenten erhältlich sind, noch rächen. Apple’s HomePod kann nicht viel tun, um seine schwache Position in diesem aufkeimenden Markt zu verbessern.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon und Apple.

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $55 Calls auf Apple.

Dieser Artikel von Harsh Chauhan erschien am 23.1.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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