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Die Bitcoin-Blase könnte ein Milliarden-Dollar-Problem für Banken sein

Foto: Getty Images.

Während die Leute ihre Häuser mit Bankkrediten vor der Immobilienkrise und Dotcom-Aktien während der Tech-Blase in den 1990er-Jahren auf Pump gekauft haben, benutzen die meisten Leute kein geliehenes Geld, um Bitcoin zu kaufen. Zumindest glauben wir das.

Es gibt wirklich kaum einen Weg zu erfahren, wie Milliarden von Dollar in täglichen Bitcoin-Transaktionen finanziert werden, weil Kryptowährungen größtenteils auf unregulierten Märkten gekauft und verkauft werden. Aber es scheint offensichtlich, zumindest für mich, dass ein kleiner Teil des Bitcoin-Marktes von dem Geld anderer Leute lebt, und die Kreditgeber können am Ende das Nachsehen haben.

Bitcoin auf Kredit kaufen

Eine kürzlich durchgeführte LendEDU-Umfrage unter Bitcoin-Investoren ergab, dass 18 % der Käufer eine Kreditkarte benutzten, um ihre Investition zu tätigen. Von diesen konnten es sich 22 % nicht leisten, was darauf hindeutet, dass die Spekulanten mehr riskierten, als sie es sich wirklich leisten konnten, zu verlieren.

Die Erkenntnisse und andere Daten bestätigen, dass Kreditkarten wahrscheilich zu Bitcoins Hochkonjunktur 2017 maßgeblich beigetragen haben. Als der Preis für Bitcoin in die Höhe schnellte, sprang auch die Zahl der Google-Sucher, die nach einer Möglichkeit suchten, Kreditkarten zum Kauf der Kryptowährung zu verwenden. Der Preis für Bitcoins erreichte in der Woche vom 3. bis zum 9. Dezember 2017 einen Höhepunkt.

Die Guthaben bei Kreditkarten stiegen deutlich an, während gleichzeitig Bitcoin in die Höhe schoss. Im Oktober 2017 stiegen die Konsumentenkredite mit einer jährlichen Rate von 9,9 % gegenüber dem Vorjahr. Im November stiegen die Salden laut Federal Reserve um 13,3 %. Um das ins rechte Licht zu rücken, musst du bedenken, dass die Salden im vierten Quartal 2016 um 7,3 % pro Jahr gestiegen sind.

Die Banken geben nach

Einige Banken lassen es nicht zu, Bitcoin und andere Kryptowährungen auf Kredit zu kaufen. Basierend auf zahlreichen Berichten begann Capital One Financial (WKN:893413) am 12. Januar 2018 mit dem Blockieren von Kreditkartentransaktionen an bekannten Kryptowährungsbörsen, als Bitcoin bereits ein Drittel seines Wertes von seinem Allzeithoch einen Monat zuvor verloren hatte.

In einer Stellungnahme an Brietbart sagte Capital One, dass es „derzeit rückläufige Kreditkartentransaktionen zum Kauf von Kryptowährung wegen der begrenzten Akzeptanz und der erhöhten Risiken von Betrug, Verlust und Volatilität, die dem Kryptowährungsmarkt innewohnen, gibt“. Das Unternehmen sagte auch, dass man weiterhin die Möglichkeit prüfen würde, den Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre Karten für den Kauf digitaler Währungen zu verwenden.

Das deutet zumindest für mich darauf hin, dass das Unternehmen etwas gefunden hat, womit es nichts zu tun haben möchte.

Wenig Spielraum für Fehler

Angesichts der sinkenden Preise für digitale Währungen müssen Kreditkartenanbieter möglicherweise mehr Bargeld für erhöhte Zahlungsausfälle beiseite legen und ihre Gewinne belasten. Capital Ones inländisches Kartengeschäft erwirtschaftete im dritten Quartal 2017 ein Einkommen vor Steuern von 748 Millionen US-Dollar bei einem durchschnittlichen Guthaben von 93,7 Milliarden US-Dollar. Was das Unternehmen für Verluste zurückstellte, war ungefähr das Doppelte dessen, was sie in diesem Quartal an Vorsteuergewinnen erwirtschaftete.

Wenn die Margen klein sind, kann jeder Kreditverlust ein bedeutender Verlust sein. Das gilt doppelt für Kreditkartenaussteller, die häufig sehen, dass ihre zinslosen Ausgaben mit ihrer Kreditausfallvorsorge steigen.

Um es klar zu sagen: Ich sage nicht, dass der Einbruch der Preise für digitale Währungen zu einer wirtschaftlichen Katastrophe führen wird, wie die Finanzkrise von 2008. Weit gefehlt. Aber ich vermute, dass die Gewinne der Banken niedriger ausfallen könnten.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien oder Kryptowährungen.

Dieser Artikel wurde von Jordan Wathen auf Englisch verfasst und am 18.01.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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