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Henkel, Beiersdorf und Procter & Gamble: Die Dividenden-Saubermänner

Foto: The Motley Fool

Nachdem wir uns bei den letzten Malen bereits angeschaut haben, wie du möglicherweise am besten Dividenden tanken kannst und was du bei einem großen Dividenden-Hunger unternehmen kannst, wollen wir heute unser Augenmerk auf eine dritte Kategorie werfen: die Saubermänner!

Gemeint sind selbstverständlich Dividendenaktien aus dem Hygiene-Bereich. Verlieren wir daher keine weitere Zeit und schauen, welche bekannten Saubermänner welche Dividende zahlen und was es zu den Dividenden sonst noch zu sagen gibt:

1) Henkel

Fangen wir an mit der Henkel-Aktie. Viele dürften Henkel (WKN: 604840) als Produzent des beliebten Waschmittels Persil kennen. Aber zu Henkel gehören ebenso viele weitere bekannte Hygienemarken, wie beispielsweise Schwarzkopf, Somat, Perwoll, taft und Fa. Zudem besitzt Henkel neben den sogenannten Sparten Beauty Care und Home & Laundry Care noch eine Klebemittelsparte. Bekanntester Verfechter in diesem Bereich dürfte wohl der altbekannte Pritt-Stift sein.

Aber kommen wir nun zum Eingemachten, der Dividende. Henkel zahlte zuletzt für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 1,60 Euro je Aktie aus. Das entspricht bei einem Kursniveau in Höhe von 103,90 Euro (20.01.2018, maßgeblich für alle Kurse) gerade mal einer Dividendenrendite von 1,53 %. Uff, nicht gerade üppig oder?

Allerdings ist die Henkel-Dividende unter den deutschen Dividendenzahlern so beliebt, weil Henkel für Konstanz steht. Seit mehr als zwei Jahrzehnten hat Henkel seine Dividende nicht mehr gekürzt und innerhalb der letzten Jahre auch so manches Mal erhöht. Das schafft für Investoren defensive Dividendenstabilität, auch wenn man mit dieser Dividende zunächst keine großen Ausschüttungssprünge schaffen wird.

2) Beiersdorf

Als zweites wollen wir uns dem Beiersdorf-Konzern widmen. Wofür man Beiersdorf (WKN: 520000) kennt? In erster Linie wohl für seine beliebte Nivea-Produktlinie. Aber auch Hansaplast, 8×4 und Labello gehören unter anderem zu dem Unternehmen. Zudem besitzt auch Beiersdorf mit tesa eine Klebemittelsparte.

Aber werfen wir nun auch hier einen Blick auf die Dividende. Beiersdorf gönnte seinen Investoren bei seiner letzten Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 0,70 Euro je Aktie – wie auch schon in den vorherigen sieben Jahren. Das entspricht bei einem Kursniveau von 97,76 Euro einer Rendite in Höhe von gerade einmal 0,71 %. Nicht gerade ansprechend viel? Ja, vielleicht.

Allerdings gibt es einen Aspekt, den du durchaus vor Augen haben solltest. Beiersdorf zahlt nämlich bereits seit 1947 konstant Jahr für Jahr eine Dividende aus, auch wenn diese nicht dauerhaft konstant gehalten, geschweige denn Jahr für Jahr erhöht wurde. Diese Historie macht allerdings dahingehend Mut, dass Investoren hier zumindest weiterhin Jahr für Jahr mit einer (zugegebenermaßen kleinen) Dividende rechnen können.

3) Procter & Gamble

Nachdem unsere heimischen Dividendenzahler aber aus relativer Dividendenrenditesicht alles andere als geglänzt haben, wollen wir nun noch den Schritt über den großen Teich wagen und schauen, ob wir hier ein bisschen mehr bekommen können. Dabei kam mir direkt Procter & Gamble (WKN: 852062) in den Sinn.

Procter & Gamble ist in erster Linie bekannt für seine Marken Ariel, Pampers, Lenor, Braun, Oral B und Head & Shoulders, um nur ein paar zu nennen.

Als Dividende zahlte Procter & Gamble zuletzt eine Quartalsdividende in Höhe von 0,6896 US-Dollar je Anteilschein, sprich 2,7584 US-Dollar auf das Gesamtjahr gerechnet, aus. Das entspricht bei einem Kurs von 91,07 US-Dollar einer Rendite von 3,02 %. Endlich mal ein bisschen mehr, oder?

Zudem zahlt Procter & Gamble seit dem Jahr 1890 Jahr für Jahr und somit seit über 127 Jahren konstant eine Dividende aus. Procter & Gamble hat zudem seit 61 Jahren seine Dividende Jahr für Jahr erhöht und gehört damit seit vielen Jahren zum Club der zuverlässigen Dividendenaristokraten.

Vielleicht nicht alle Saubermänner zwingend ansprechend

Tja, was sollen wir am Ende zu diesem Saubermänner-Überblick sagen? Ich denke, auch wenn alle drei Dividendenaktien aus dem Hygienebereich gewiss ihre individuellen Reize haben, könnte der eine oder andere Kandidat aufgrund seiner Dividendenrendite aus Sicht eines Einkommensinvestors wenig interessant sein. Gerade die deutschen Kandidaten haben hier im Vergleich doch echt wenig zu bieten.

Die letzte Entscheidung darüber liegt aber sowieso bei dir. Und falls du dieses Mal insgesamt nicht fündig geworden bist, sei dir einer Sache gewiss: Ich werde mich selbstverständlich demnächst wieder mit drei neuen Dividendenaktien aus einer anderen Branche melden. Und soviel sei vorab gesagt: Dort wird es insgesamt auch wieder deutlich mehr Dividendenrendite geben!

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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