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Eine 100 %-Chance für 2018: MagForce aus Berlin

Foto: Getty Images

Patienten mit bösartigen Hirntumoren haben nicht viele Alternativen bei der Therapie und nur eine sehr geringe Lebenserwartung. Die thermische Behandlung mit Nanopartikeln ist bereits auf dem Markt und zeigt deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Verfahren. Auch bei Prostatakrebs könnte in diesem Jahr der Durchbruch im wichtigen US-Markt gelingen, so dass diese Aktie in 2018 zu einer Rakete werden könnte.

Behandlung von Hirntumoren

Bisher sind chirurgische Eingriffe sowie Strahlen- und Chemotherapie erste Wahl bei der Behandlung von Glioblastomen. Problematisch ist insbesondere die Blut-Hirn-Schranke, die nur kleine Substanzen passieren können. Hoch im Kurs stehen derzeit Onkolytische Viren, deren mögliche Zulassung aber noch in weiter Ferne liegt.

Eine echte Alternative ist nur die MagForce AG (WKN:A0HGQF). Sie hat aktuell vor allem in Deutschland einige ihrer Systeme in Universitätskliniken stehen, die Erfahrungen mit dem sogenannten NanoTherm-Verfahren gesammelt haben. Prinzip dieser Therapie ist die direkte Einbringung magnetischer Nanopartikel in einen Tumor und ihre anschließende Erwärmung in einem magnetischen Wechselfeld.

Bei diesen Nanopartikeln handelt es sich um 15 Nanometer kleine, in Wasser gelöste Teilchen aus Eisenoxid mit einer Hülle aus Aminosilanen. Die Partikel werden durch ein Magnetfeld, das bis zu 100.000 Mal in der Sekunde seine Polarität wechselt, in Schwingung versetzt und erzeugen dadurch Wärme.

In Abhängigkeit von den erreichten Temperaturen im Tumor und der Behandlungsdauer werden die Tumorzellen entweder zerstört oder sie werden empfindlicher gegenüber einer begleitenden sanfteren Strahlen- oder Chemotherapie. Mit dieser neuen Technik ist man somit in der Lage, den Tumor von innen heraus zu bekämpfen und umliegendes, gesundes Gewebe zu schonen.

Das Gute an dieser Entwicklung ist nun, dass das Verfahren die europäische Zulassung schon erhalten hat. Anders als bei Krebsmedikamenten, die drei klinische Studien durchlaufen müssen und dabei Unsummen von Geld verschlingen, handelt es sich hier um ein Medizinprodukt. Und die Zulassung als Medizinprodukt erfolgt wesentlich schneller und kostet deutlich weniger.

Die finanziellen Aspekte

Gerade bei Tumoren, die relativ klein sind, ist die NanoTherm-Therapie überlegen. Zudem eignet sie sich auch gerade dann, wenn der Tumor in einem sehr sensiblen Hirnbereich liegt, in dem das Operationsrisiko entsprechend groß ist. Hier können leicht Bereiche wie z. B. das Sprachzentrum in Mitleidenschaft gezogen werden.

Betrachtet man dann noch die Kostenseite, so schneidet hier die NanoTherm-Therapie ebenfalls sehr gut ab. Während eine Operation am Glioblastom zwischen 10.000 und 15.000 Euro kostet plus Chemotherapiekosten von 10.000 Euro pro Monat, liegt die NanoTherm-Therapie bei etwa 40.000 Euro pro Patient. Andere Therapieformen kosten bis zu 20.000 Euro pro Monat.

Aktuell weitet MagForce die Kommerzialisierung ihrer innovativen NanoTherm-Therapie in Europa weiter aus. Damit wird die Technologie auch in anderen Ländern bekannt und kann dort von den zugehörigen Gesundheitssystemen zukünftig erstattet werden.

Enorm wichtig war zudem die Finanzierungsvereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank, die es dem Unternehmen ermöglicht, in den kommenden drei Jahren bis zu 35 Mio. Euro zu leihen, wenn es bestimmte vereinbarte Erfolgskriterien erreicht. Ermöglicht wurde die Transaktion vom Europäischen Fonds für strategische Investitionen, so dass MagForce bis auf weiteres durchfinanziert ist.

Betrachtet man den Markt, so gehören Hirntumore weltweit zu den eher seltenen Tumorerkrankungen. Gemäß Daten von GLOBOCAN lag die weltweite Zahl der Krebserkrankungen, die das Gehirn und Nervensystem betrafen, bei 256.000.

Betrachtet man hingegen die Indikation Prostatakrebs, so liegen die Fallzahlen hier deutlich höher. Allein in den USA erkranken jedes Jahr 260.000 Männer an dieser Krankheit, in Deutschland ca. 70.000, weltweit über eine Million.

Prostatakrebs

MagForce hat eine Unternehmenstochter in den USA, die sowohl eine Glioblastom- als auch eine Prostatastudie durchführt. Mit der Fähigkeit, kleine Prostatatumoren komplett zu zerstören, hat NanoTherm ein sehr großes Potenzial, als Monotherapie bei intermediärem Prostatakrebs eingesetzt zu werden. Erwartet wird zudem, dass Nebenwirkungen einer Standardtherapie wie die Beeinträchtigung urologischer und sexueller Funktionen vermieden werden können.

Die relative 5-Jahres-Überlebensrate für Prostatakrebs liegt dabei mit 93 % im Vergleich zu anderen Krebsarten relativ hoch, was einen langen Behandlungszeitraum mit entsprechend hohen Ausgaben bedeutet. Gemäß Statistiken von IMS Health besaß der Markt für Prostatakrebstherapien im Jahr 2012 weltweit insgesamt ein Volumen in Höhe von 3,9 Mrd. US-Dollar. Bis zum Jahr 2022 soll sich das Marktvolumen auf insgesamt 12,1 Mrd. US-Dollar vervielfachen.

Für das Nanotherm-Verfahren spricht, dass die adressierten Patientengruppen minimalinvasiv und dadurch kostensparend mit einer sehr hohen Erfolgsquote behandelt werden können. Dabei bleiben die typischen mit einer Operation oder einer Bestrahlung einhergehenden Nebenwirkungen hier aus, so dass mit einer schnellen Verbreitung der Anwendung bei Prostatakrebs gerechnet werden kann.

Die Zulassung wird für das zweite Halbjahr 2018 erwartet.

Fazit

Die Technologie funktioniert und ist in der Routine, die Finanzen sind gesichert und weitere Zulassungen in den USA und Europa stehen in 2018 an. Damit verfügt die MagForce AG über das Potenzial, neue Standards in der Krebstherapie zu setzen. Entsprechend werden ein erhebliches Wachstum und ein damit verbundenes schnelles Erreichen der Gewinnzone erwartet, da die Risiken absehbar erscheinen.

Und noch mehr Kursfantasie ist da: MagForce plant Nanopartikel der nächsten Generation zu entwickeln, die nicht nur Hitze generieren, sondern auch zum Transport von Medikamenten genutzt werden können. Damit wären noch effektivere Kombinationstherapien möglich.

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Stefan Graupner besitzt Aktien der MagForce AG. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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