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Vergiss Tesla: Das zeigt, dass General Motors führend bei selbstfahrenden Autos ist

Bildquelle: Flickr-User Fooleditorial.

General Motors (WKN:A1C9CM) hat die US-Regierung um Erlaubnis gebeten, ein selbstfahrendes Auto ohne Lenkrad oder Pedale zu bauen – im Jahr 2019.

Die Zukunft ist da. Und obwohl viele Investoren auf Tesla (WKN:A1CX3T) gewartet haben, um diese Zukunft zu verwirklichen, sieht es jetzt so aus, als würde sie stattdessen aus Detroit kommen.

Hier ist, was wir wissen.

Was es ist: Ein neues selbstfahrendes Auto auf der Basis des Chevy Bolt

GM und seine in San Francisco ansässige Tochterfirma Cruise Automation testen seit einiger Zeit Prototypen von selbstfahrenden Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen. Fast alle basieren auf dem Chevrolet Bolt EV, dem innovativen Langstrecken-Elektroauto, das GM seit Ende 2016 produziert.

GM sagte, dass dieses Fahrzeug, das ohne Lenkrad, die vierte Iteration seines selbstfahrenden Bolt sei. Die Änderungen gegenüber der bisherigen Version des Bolt sind jetzt signifikant genug, dass GM der Gruppe, die ihn geschaffen hat, einen neuen Namen gab: Cruise AV.

Aber beachte, dass das Auto immer noch weitgehend ein Bolt ist, was bedeutet, dass es auf der bestehenden Montagelinie des Bolt in Orion Township, Michigan, gebaut werden kann (und wird).

(Interessanterweise hat der Cruise AV keine Chevrolet-Zeichen, und GM nennt es auch nicht Chevy. In den Pressematerialien von GM wird es einfach als „Cruise AV“ bezeichnet.)

GM scheint auch nicht zu planen, Cruise AV den Einzelhandelskunden anzubieten. Es ist für den Einsatz im „dichten städtischen Umfeld“ konzipiert: Es ist ein Taxi.

Warum Cruise AV eine große Sache ist

Im November, als GM den Investoren eine ausführliche Präsentation über den Stand seines autonomen Fahrzeugprogramms gab, machte es deutlich, dass es sein Selbstfahrsystem nur dann einsetzen würde, wenn es überzeugt war, dass es sicherer wäre als ein menschlicher Fahrer. Basierend auf der Verbesserungsrate des Systems, schätzte GM dann, dass dies 2019 geschehen würde.

Aber heute, in seinen Pressematerialien und sogar einem Tweet von CEO Mary Barra, scheint GM ziemlich überzeugt davon zu sein, dass es die Cruise AV im Jahr 2019 einsetzen wird.

Maria Barra:
Heute haben wir einen weiteren Schritt auf unserer Reise unternommen, um 2019 selbstfahrende Autos sicher einzusetzen und dabei zu helfen, unsere Vision einer Welt ohne Unfälle zum Leben zu erwecken.

Hier ist der Grund: Selbstfahrsysteme lernen und verbessern sich, wenn sie Meilen sammeln und auf neue Situationen stoßen. Je mehr Meilen zurückgelegt werden, desto mehr lernt das Gesamtsystem. Mit Tausenden von selbstfahrenden Fahrzeugen, die in verschiedenen städtischen Umgebungen eingesetzt werden, wird das System sehr schnell lernen und sich verbessern. Je besser es wird, desto höher ist die Qualität der Fahrten.

Cruise-CEO Kyle Vogt hat es in einer Präsentation im November gut erklärt.

GM SETZT EIN SELBSTFAHRENDES SYSTEM EIN, WENN DIE BEIDEN UNTERSTEN EBENEN DER „PYRAMIDE“ ERREICHT SIND. WENN DAS SYSTEM ERFAHRUNG SAMMELT, STEIGT ES DURCH DIE RESTLICHEN STUFEN AUF. BILDQUELLE: GENERAL MOTORS.

Das ist der Vorteil: GM ist der Meinung, dass die Fahrer mit dem besten System, also dem System, das „einfach funktioniert“, arbeiten wollen werden. Das erste, das in großem Maßstab eingesetzt wird, wird wahrscheinlich früher als die Konkurrenten auf dieses Serviceniveau kommen, was GM die Möglichkeit gibt, bereits zu Beginn einen signifikanten Marktanteil zu erlangen.

Fazit: GM sagt mit dieser Ankündigung viel aus

Um es kurz zu machen: Das erste Unternehmen, das eine große Anzahl von selbstfahrenden Autos auf die Straße bringt, wird in der Lage sein, einen großen Prozentsatz der Profite zu bekommen.

GM will dieses Unternehmen sein, und die heutige Ankündigung soll den Investoren zum Teil zeigen, dass es auf dem richtigen Weg ist. Wenn man bedenkt, wie gut GM seine vergangenen Versprechen unter der Führung von Barra erfüllt hat, dann sollten die Investoren das jetzt sehr, sehr ernst nehmen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 12.1.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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