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2 Gründe, warum Allergan im Jahr 2017 abstürzte

Foto: The Motley Fool

Was?

Der Botox-Hersteller Allergan (WKN:A14U12) hatte ein unvergessliches Jahr 2017. Immerhin verlor der Marken-Pharma-Riese im vergangenen Jahr nach Angaben von S&P Global Market Intelligence 22 % seines Wertes.

Was steckt hinter dem sinkenden Aktienkurs von Allergan? Zwei Dinge:

  • Der bevorstehende Markteintritt von Generika-Konkurrenten für das Trockenaugenmedikament Restasis. Restasis ist Allergans zweitstärkstes Medikament nach Botox.
  • Im Rahmen des Verkaufs von Generika an Teva Pharmaceutical Industries (WKN:883035) erwarb Allergan einen beträchtlichen Anteil (100,3 Millionen Aktien) an dem Arzneimittelhersteller, den es ein ganzes Jahr lang halten musste. Seit dem Abschluss der Transaktion ist der Wert von Teva jedoch um mehr als 70 % gesunken.

Und weiter?

Anstatt zu warten bis die generischen Restasis-Klone auf den Markt kommen, hat Allergan beschlossen, zum Jahresanfang 1.000 Arbeitsplätze zu streichen. Damit will das Unternehmen in diesem Jahr die Kosten um 300 bis 400 Millionen US-Dollar senken, um seine Gewinnprognose für 2018 zu erfüllen.

Trotz dieser drastischen Maßnahme kann Allergan in diesem Jahr sein Umsatzziel verfehlen. Restasis erwirtschaftete 2016 immerhin einen gesunden Umsatz von 1,49 Milliarden US-Dollar, und die Generika-Konkurrenten dürften schnell Marktanteile hinzugewinnen.

Wie soll das weiter gehen?

Positiv ist, dass das Management von Allergan die notwendigen Schritte unternimmt, um die beiden größten Probleme anzugehen. So erklärte CEO Brent Saunders im November letzten Jahres während der Telefonkonferenz zum dritten Quartal, dass das Management nach Wegen sucht, die Kosten auf breiter Front zu senken, was sich in einem noch stärkeren Stellenabbau und vielleicht in einer Reduzierung der klinischen Pipeline im Laufe dieses Jahres niederschlagen sollte.

Nicht lange danach kündigte Allergan auch an, dass es seine fast 10%ige Beteiligung an Teva im Rahmen eines Margin-Darlehensvertrages an die J.P. Morgan Chase Bank verpfändet hat.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von George Budwellauf Englisch verfasst und am 07.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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