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Apple verliert seinen Apple Music-Chef zur genau falschen Zeit

Foto: The Motley Fool

Es ist nun schon über drei Jahre her, dass Apple (WKN:865985) für 3 Milliarden Dollar Beats gekauft hat, das nach wie vor die bisher größte Akquisition des Unternehmens ist. Apple kaufte Beats nicht, weil Beats ein großartiges Geschäft mit robusten Finanzen war (es war das Gegenteil); Apple kaufte Beats, weil die eine unglaublich starke Marke waren und grundlegende Teile eines Musik-Streaming-Dienstes sowie tolles Management hatte. Der beste und bekannteste darunter war wohl Jimmy Iovine, der seit dem Start des Musikstreaming-Dienstes im Jahr 2015 für Apple Music verantwortlich ist.

Es sieht so aus, als ob Iovines Einsatz bei Apple zu Ende geht.

Vier Jahre sind bald vorbei

Billboard berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen, dass Iovine plant, Apple im August zu verlassen. Die Abreise des Musikverantwortlichen soll mit dem Zeitpunkt zusammenfallen, an dem er seine Apple-Aktien komplett bekommt. Iovines Position bei Apple erfordert keine Offenlegungen, deswegen gibt es nicht viele Informationen über seine Aktienbeteiligungen und eingeschränkte Aktienzuteilungen, die öffentlich zugänglich sind. Trotzdem können wir ein bisschen spekulieren:

Der Beats-Deal wurde am 31. Juli 2014 offiziell abgeschlossen, und Apple gab zusätzlich zu der Barkomponente des Deals 5,1 Millionen Aktien an ehemalige Investoren von Beats aus. Zu diesem Zeitpunkt hatten diese Aktien einen Wert von etwa 485 Millionen US-Dollar, basierend auf einem Schlusskurs von 89,66 Dollar. Von diesem Gesamtbetrag würde die überwiegende Mehrheit (417 Mio. Dollar) im Laufe der Zeit übergehen, vorausgesetzt, die Führungskraft blieb bei Apple.

Es ist nicht klar, wer all diese Aktien erhalten hat, da SEC-Angaben nicht erforderlich sind, aber die beiden prominentesten Beats-Manager, die als Teil des Deals zu Apple wechselten, waren Iovine und Dr. Dre, die Mitbegründer (und wesentlichen Anteilseigner) von Beats. Es ist mindestens sicher, zu sagen, dass Iovine einen schönen Batzen dieser 417 Millionen Dollar bekommt — die übrigens jetzt fast 813 Millionen Dollar wert sind.

Ein Ausscheiden im August steht auch im Einklang mit dem, was wir wissen, da vierjährige Sperrfristen durchaus üblich sind, und der 31. Juli 2018 ist genau vier Jahre nach Abschluss des Deals.

Nach wie vor an zweiter Stelle

Das Ende von Iovine kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Apples Konkurrenz mit Spotify weiter verschärft. Berichten zufolge war es Iovines Entscheidung, originale Videoinhalte zu Apple Music hinzuzufügen, um den Service von der Konkurrenz abzuheben, aber diese Strategie war umstritten. Iovine hat auch deutlich gemacht, dass reine Musik-Streaming-Dienste wie Spotify aufgrund niedriger Margen und unzähliger freier Alternativen in prekären Finanzpositionen sind.

Spotify hat gerade angekündigt, dass es jetzt 70 Millionen zahlende Abonnenten hat, was den Vorsprung gegenüber Apple Music noch einmal vergrößert. Im September 2017 stand Apple Music bei 30 Millionen zahlenden Abonnenten. Beide Dienste wachsen weiterhin recht gut, und Apple Music konnte mit etwa der Hälfte der zahlenden Abonnenten zu jeder Zeit Schritt halten, so dass Apple Music leicht an 35 Millionen herankommen könnte.

Daten von Apple und Spotify

Iovine hat maßgeblich dazu beigetragen, Apple Music dahin zu bringen, wo es ist, aber es sieht so aus, als ob das Unternehmen in wenigen Monaten ohne ihn weitermachen muss.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple.

Dieser Artikel von Evan Niu erschien am 5.1.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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