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3 US-Aktien, die aus 3.000 Dollar über 1 Million Dollar gemacht haben

Foto: The Motley Fool

Warren Buffett nannte das Investieren einmal „das großartigste Geschäft der Welt“ und verglich es mit einem Baseballspiel ohne Strike oder Strafzeiten. „Man wartet den ganzen Tag lang auf einen Wurf, der einem liegt, und wenn die anderen schlafen, geht man ans Schlagmal und haut drauf.“

Und: Ein Home-Run en der Börse ist viel besser als einer beim Baseball. Denn an der Börse kann ein „Home-Run“ Punkte einfahren, die sich über Jahrzehnte anhäufen – solange die Investition weiter und weiter läuft.

Der Eintritt in den Aktienmarkt ist ebenfalls nicht schwierig, da Investoren mit nur wenigen Tausend Euro oder Dollar beginnen können.

Zum Beispiel haben Amazon (WKN:906866), Apple (WKN: 865985) und Disney (WKN:855686) im Laufe nur weniger Jahrzehnte gerade mal 3.000 Dollar in über eine Million Dollar verwandelt – Voraussetzung allerdings war, dass die Investoren die Anlage behielten und sich nicht auszahlen ließen.

Amazon

Amazon ging 1997 an die Börse zu einem Preis von 18 Dollar pro Aktie. 3.000 Dollar wären genug gewesen, um 166 Aktien zu kaufen. Drei Splits später würde man 1.992 Aktien besitzen – die heute etwa 2,3 Millionen Dollar wert wären.

Das Festhalten an Amazon hat jedoch Nerven aus Stahl gekostet. Die Aktie durchlief einige schlimme Täler und wurde in den ersten Tagen aufgrund seiner hohen Bewertung und fehlenden Gewinne oft als Blasenaktie bezeichnet. Barron’s bezeichnete die Aktie im Jahr 1999 als „Amazon Dot Bombe“.

Doch Amazon hat diese Anfangszeit überstanden, baute seine Online-Buchhandlung zu einem regelrechten Supermarkt aus, brachte neue Hardware-Produkte auf den Markt, um die Nutzer an sein Ökosystem zu binden, und nutzte die Prime-Mitgliedschaft, um sie dort auf immer und ewig zu halten. Man startete auch Amazon Web Services (AWS), das zur größten Cloud-Infrastrukturplattform der Welt und zum am Ende profitabelsten Geschäft werden sollte.

Ende der 90er Jahre ließ sich nicht unbedingt ahnen, dass aus Amazon der größte Einzelhändler der Welt werden würde, aber Investoren, die an die langfristige Vision des Gründers und CEO Jeff Bezos glaubten, wurden reichlich belohnt.

Apple

Apple ging 1980 an die Börse zu 22 Dollar pro Aktie. 3.000 Dollar hätten für 136 Aktien gereicht. Nach vier Splits würde man jetzt 7.616 Aktien besitzen – die wären heute etwa 1,3 Millionen Dollar wert. Und man würde auch ungefähr 19.000 Dollar an Dividenden jedes Jahr bekommen.

Doch wie bei Amazon bezweifelten die Bären jahrelang das langfristige Wachstumspotenzial von Apple. In Massachusetts wurde der Verkauf der Aktien beim Börsengang verboten, weil sie überbewertet und zu „riskant“ seien. Apple hatte es auch nicht leicht, nach dem ersten Hit, dem Apple II, einen weiteren vergleichbaren Erfolg zu schaffen.

Mitgründer Steve Jobs wurde 1985 dann aus dem Unternehmen gedrängt, und es folgten schlechte Produkte, die in einem von Windows dominierten PC-Markt oft gar nicht mehr zu finden waren. Apple ging es erst besser, als Jobs zurück kehrte und 1997 CEO des Unternehmens wurde – was ein neues goldenes Zeitalter für das Unternehmen mit dem iMac, iPod, iPhone und iPad einläutete.

Es war in en frühen 80ern nicht vorauszusehen, was einmal aus dem Laden werden würde. Aber Investoren, die dabei geblieben sind, sind heute viel reicher.

Disney

Disney feierte 1957 sein Debüt als öffentlich gehandeltes Unternehmen mit einem Ausgabepreis von 13,88 US-Dollar pro Aktie. 3.000 hätten also für 216 Aktien gereicht. Nach sechs Splits hätte man 82.944 Aktien, die heute über 9 Millionen Dollar wert wären. Außerdem gäbe es Jahr für Jahr 139.000 Dollar in Dividenden.

Aber dazu hätte man viel Geduld gebraucht. Disney wusste nach dem Tod des Gründers Walt Disney im Jahr 1966 nicht so recht weiter, und die Baisse der 1970er Jahre schadete den Freizeitparks wie auch den Kinofilmen.

Disney erholte sich erst, nachdem Michael Eisner, der frühere CEO von Paramount, 1984 zum CEO des Unternehmens ernannt wurde. Unter Eisner erwarb Disney dann Touchstone Pictures, Capital Cities ABC, ESPN und andere wachstumsstarke Medienmarken, um sich im Fernsehen und bei Inhalten für Erwachsene breiter aufzustellen.

In den 90er Jahren leitete Eisner die sogenannte „Disney Renaissance“, die mit Erfolgsfilmen wie „Die kleine Meerjungfrau“, „Die Schöne und das Biest“, „Aladdin“ und „Der König der Löwen“ das Animationsfilmgeschäft wiederbelebt hat.

Eisners Nachfolger Bob Iger baute Disneys Medienpräsenz mit den Akquisitionen von Pixar (von Steve Jobs), Marvel, Lucasfilm und 21st Century Fox weiter aus.

Das Fazit

Es wäre naiv zu behaupten, dass Anleger einfach ein paar Aktien „kaufen und vergessen“ können, um schließlich Millionäre zu werden. Es erfordert auch viel Glück, Dranbleiben und Geduld.

Aber die wichtigste Lektion hier ist doch, dass Investoren eine Aktie nicht zu früh verkaufen sollten, selbst wenn sie aufs Doppelte, Dreifache oder Vierfache gestiegen ist, da noch viel Luft nach oben sein könnte.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Walt Disney.

Dieser Artikel von Leo Sun erschien am 29.12.17 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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