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Warum der Goldpreis 2017 gestiegen ist

Gold
Foto: Getty Images

In einem Jahr, in dem der Aktienmarkt um mehr als 20 % gestiegen ist, waren Goldanleger mit einem bescheideneren Gewinn zufrieden. Ist das überraschend? Nun, auch wenn das Edelmetall noch weit von den Höchstständen von Anfang des Jahrtausends entfernt ist, machen sich einige Analysten Sorgen, dass es in den letzten Jahren einfach nicht flott genug voran geht. Doch 2017 gab den Goldanlegern Hoffnung: Auch wenn die makroökonomischen Rahmenbedingungen nicht vorteilhaft waren, konnte Gold dennoch einen soliden Zuwachs von 10 % bis 15 % verbuchen. Noch wichtiger ist aber, dass eine sich verändernde Landschaft zu weiteren Kursgewinnen im Jahr 2018 und darüber hinaus führen könnte.

Der Goldpreis via YCharts

Warum ist Gold 2017 gestiegen?

Gold startete 2017 bei etwa 1.150 Dollar pro Unze, wobei Anfang 2016 ein Anstieg des Preises von etwa 25 % stattfand, der dann später im Jahr fiel. Schlecht für Gold war die Tatsache, dass die Aktienmärkte recht stabil waren und so den Zweck der Edelmetalle als vermeintlich sicheres Investment überflüssig machten. Darüber hinaus hielt der Beginn einer aggressiveren Straffung der Geldpolitik in den USA höhere Finanzierungskosten für Goldinvestoren in Schach, und einige sagten voraus, dass Gold sich schwer tun würde, die Gewinne aus dem Vorjahr im Jahr 2017 zu halten.

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Mehrere Faktoren unterstützten jedoch dann die Entwicklung des Goldpreises. Der lange Aufwärtstrend des US-Dollars gegenüber vielen wichtigen Fremdwährungen endete schließlich mit deutlichen Kursverlusten, insbesondere gegenüber dem Euro und dem britischen Pfund Sterling.

Steigende geopolitische Spannungen führten die Anleger auch wieder zurück zum Goldmarkt. Die Unsicherheit im Umgang mit Nordkorea führten zu immer aggressiveren Aktionen der Trump-Regierung, und die Ängste vor einer Eskalation nahmen im Laufe des Jahres weiter zu. Die anhaltende Besorgnis über russische Manipulationen der US-Wahlen sowie die Entwicklungen in anderen globalen Krisenherden wie dem Nahen Osten haben auch das Interesse an Edelmetallen als Absicherung gegen Rückgänge in anderen Anlagekategorien gereizt.

Am wichtigsten war jedoch die Tatsache, dass der Anleihemarkt auch bei steigenden Zinsen ruhig blieb. Trotz mehrfacher Zinserhöhungen der US-Notenbank bewegten sich die langfristigen Zinsen in einem relativ engen Rahmen. Anhaltende niedrige Zinsen in Europa erleichterten den Anlegern die Aufnahme von Finanzmitteln, um in Gold und andere Edelmetalle zu investieren.

Aufwärtstrend bis zum Jahresende

Bis Ende 2017 kletterte Gold wieder auf rund 1.300 Dollar pro Unze. Der letzte Schub des Jahres wurde durch den Erfolg des Euro ausgelöst, der die Marke von 1,20 Dollar erreichte. Die Entscheidung der US-Regierung, ihre Botschaft in Israel nach Jerusalem zu verlegen, hat auch neue politische Sorgen geschaffen.

Der Goldmarkt wurde zudem durch den Anstieg des Krypto-Währungshandels gestützt. Die enormen Zuwächse der Bitcoin im Jahr 2017 haben die Anleger daran erinnert, dass andere Vermögenswerte abseits von Aktien gute Renditen erwirtschaften können, die mit den meisten Finanzmärkten nichts zu tun haben sind, und dass diese wiederum die Aufmerksamkeit wieder auf Rohstoffe und andere alternative Anlagen gelenkt haben. Gold sieht in Vergleich zu Bitcoin fast wie ein Schnäppchen aus. Das könnte Gold zu einem attraktiven Ersatz für diejenigen machen, die auf der Suche nach einem soliden Wertspeicher sind.

Kann Gold 2018 weiter zulegen?

Im Moment sehen die Trends für den Dollar und den Anleihemarkt günstig genug aus, um weitere Gewinne für Gold im Jahr 2018 zu gewährleisten. Jede politische Überraschung könnte zudem zu vorübergehenden Käufen von Edelmetallen führen. Selbst wenn weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank erwartet werden, könnte die Stabilität der Anleihemärkte dazu beitragen, dass 2018 ein weiteres solides Jahr für Gold wird.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel von Dan Caplinger erschien am 29.12.17 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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