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2 Produkte von Intel, auf die wir uns 2018 freuen

Foto: Getty Images.

Der Chip-Riese Intel (WKN:855681) wird 2017 mit etwa 62 Milliarden Dollar Umsatz abschließen, was fast ausschließlich auf den Verkauf von Prozessoren zurückzuführen ist.

Das Portfolio an Prozessoren ist dabei sehr breit gefächert und reicht von Produkten für Notebooks mit extrem niedrigem Stromverbrauch bis hin zu den leistungsstärksten Supercomputern der Welt. Die Breite des Portfolios des Unternehmens wird durch das gigantische Forschungs- und Entwicklungsbudget des Unternehmens ermöglicht, das allein in den ersten drei Quartalen des Jahres fast 10 Milliarden US-Dollar überstieg.

Kurz: Intel ist bei Chips eine Machter und baut einige wirklich beeindruckende Produkte.

Nächstes Jahr, leider, werden davon wohl nicht ganz so viele auf den Markt kommen — viele der neuen Sachen, auf die ich mich wirklich freue, sind für 2019 anstatt für 2018 angesetzt.

Nichtsdestotrotz hat Intel auch im nächsten Jahr noch einiges zu bieten. Hier sind zwei Produkte, die ich besonders gerne von Chipzilla im Jahr 2018 sehen möchte.

1. Coffee Lake-H

Bereits im Oktober 2017 veröffentlichte Intel seine ersten „Six-Core“-Prozessoren für seine Mainstream-Desktop-Produktlinie unter dem Namen Coffee Lake-S. Bis dahin waren Intels beste Mainstream-Desktop-Prozessoren mit nur vier Prozessorkernen ausgestattet, so dass die 50%-ige Steigerung der Kerne durchaus willkommen war.

Für Anfang 2018 wird von Intel erwartet, dass man Coffee Lake-H herausbringt — es ist im Wesentlichen der gleiche Chip wie Coffee Lake-S, aber optimiert für den Gebrauch in PCs, die nicht zu heiß werden dürfen.

Ich denke, dass sich Coffee Lake-H als überzeugendes Produkt in den gezielten Bereichen erweisen wird, wie z.B. im schnell wachsenden Markt für Gaming-Notebooks. Spiele sind zunehmend in der Lage, mehr Prozessorkerne zu nutzen, so dass Laptops mit sechs leistungsstarken Kernen auf dem Markt gut ankommen sollten, insbesondere wenn Computerhersteller die Systeme mit diesen verbauten Chips richtig vermarkten.

2. XMM 7560

Ende 2016 haben sogenannte Teardown-Berichte von Apples (WKN:865985) damals neuem iPhone 7 und iPhone 7 Plus enthüllt, dass einige Versionen des Geräts Modems enthielten, die von Intel geliefert wurden. Dieser Design-Gewinn trug dazu bei, Intels Mobilfunk-Modem-Geschäft nach vielen Jahren schmerzhafter Umsatzrückgänge und erheblicher finanzieller Verluste zurück ins Spiel zu bringen, und die Partnerschaft wurde mit dem diesjährigen iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X fortgesetzt.

Im nächsten Jahr wird Intel voraussichtlich ein neues Mobilfunkmodem namens XMM 7560 auf den Markt bringen. Dieses Modem unterscheidet sich von den Modems der Vorgängergeneration, die Intel an Apple geliefert hat, in zweierlei Hinsicht:

1 Der XMM 7560 unterstützt im Gegensatz zu früheren Intel-Modems CDMA-Netzwerke. Das bedeutet, dass Apple das XMM 7560 in allen seinen iPhones verwenden kann, wenn man denn will, und nicht nur in einer Teilmenge der Telefone, die in Nicht-CDMA-Netzwerken verkauft werden.

2 Der XMM 7560 wird von Intel unter Verwendung seiner 14-Nanometer-Fertigungstechnologie hergestellt und nicht von einem Drittanbieter auf einer ausgedienten 28-Nanometer-Fertigungstechnologie. Dies sollte dem XMM 7560 helfen, wettbewerbsfähiger zu sein als Modems der Vorgängergeneration, was die Energieeffizienz und möglicherweise die Leistung angeht.

Die verbesserte Konkurrenzfähigkeit des XMM 7560 in Verbindung mit dem anhaltenden Rechtsstreit zwischen Apple und seinem anderen Modemlieferanten könnte es Intel ermöglichen, seinen Modemanteil bei Apple erheblich zu erhöhen.

So glaubt zum Beispiel KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo, dass Intel bereit ist, 70 %-80 % der Modems beim kommenden iPhone auszustatten.

Der XMM 7560 könnte sich dann als der große Wachstumstreiber für Intels Mobilfunkmodemgeschäft in der zweiten Jahreshälfte 2018 und in der ersten Jahreshälfte 2019 erweisen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und empfiehlt Intel.

Dieser Artikel von Ashraf Eassa erschien am 29.12.17 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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