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Batterien sind die Achillesferse der deutschen Elektrostrategien

Foto: Getty Images

Der Elektropionier Tesla (WKN:A1CX3T) bekommt aktuell wieder viele negative Schlagzeilen ab, und das nicht ohne Grund, schließlich hat er seine ambitionierten Produktionsziele für das Model 3 bisher komplett verfehlt.

Wer sich aber nur darauf konzentriert, riskiert den gigantischen Vorsprung Teslas an einer ganz anderen Stelle zu übersehen. Die ersten deutschen Elektro-Modelle können mit der Reichweite eines Teslas nicht einmal ansatzweise mithalten.

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Tesla trumpft auf

Das Model 3 kämpft tatsächlich derzeit mit Produktionsschwierigkeiten, dafür kann Tesla an anderer Stelle punkten. Die Batterieherstellung in der Gigafactory läuft bereits auf Hochtouren. Die Wette, dass Tesla mal eben in hundert Tagen die größte Batterie der Welt in Südaustralien aufstellen kann, um die dortige Energiekrise zu lösen, hat Elon Musk vor einigen Wochen gewonnen.

Damit wurde wieder einmal unterstrichen, dass Tesla der einzige Autobauer ist, der die Batterien für seine Elektroautos auch selbst herstellt. Außerdem gibt es viele Anzeichen, dass Tesla nicht nur eine große Menge an Batterien produzieren kann, sondern dass diese auch besonders hochwertig sind und gleichzeitig kostengünstig hergestellt werden.

Kein Wunder, dass ein Tesla mit einer Ladung weit kommt. Der aktuelle Vergleich sollte den deutschen Herstellern Angst einjagen. Im Fahrtest von Die Welt kam Teslas Model S 100D ganze 490 Kilometer weit. Das ist weniger als die offizielle NEFZ-Reichweite in Höhe von 632 Kilometern, aber immer noch absolut alltagstauglich.

Von solchen Werten können die deutschen Elektroautos nur träumen. Im Test von AUTO BILD kam der VW (WKN:766400) e-Up gerade einmal 79 Kilometer weit, was so viel weniger als versprochen war (die Hälfte, um genau zu sein), dass der Testfahrer mitten im Wald mit leerem Motor zum Stillstand kam. Der VW e-Golf schaffte dann immerhin 208 Kilometer, was aber immer noch nicht ansatzweise der Strecke eines Autos von Tesla entspricht.

Der i3 von BMW (WKN:519000) und der Elektro-Smart von Daimler (WKN:710000) schneiden in solchen Vergleichen kaum besser ab.

Das Model 3 setzt die Messlatte enorm hoch

Die Werte des Model S sind zwar schön, aber für die meisten Verbraucher macht der hohe Preis das Auto unerschwinglich. Beängstigender für deutsche Autohersteller sind da schon die Reichweiten des vergleichbar bezahlbaren Model 3. Wenn Tesla die Produktion des Autos erfolgreich hochfährt, werden die Batterien dafür sorgen, dass die meisten Konkurrenzmodelle alt aussehen.

Im Alltag sollen beim Model 3 circa 350 Kilometer für das Basismodell drin sein und die teurere Version soll sogar circa 500 Kilometer schaffen. Diese Angaben scheinen nicht zu ambitioniert. Die amerikanische Behörde EPA hat gerade die Ergebnisse der ersten Tests veröffentlicht und kam dabei knapp 500 bzw. 797 Kilometer weit.

Von 797 Kilometern träumt man sicherlich, wenn man nach 79 Kilometern im Wald stecken bleibt.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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